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Reha: Unterschied Profi- zu Hobbysport
Muskeln müssen stärker belastet werden
Prof. Froböse erklärt, wieso Leistungssportler so schnell wieder fit werden.
14.06.2017 • 0 Kommentare

Provokativ behauptet der renommierte Sportwissenschaftler Prof. Froböse, dass die Rehabilitation des normalen Hobbysportlers bisher zu vorsichtig und schonend gestaltet wurde. Der Leiter des Institutes für Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule in Köln erklärt seine herausfordernde Aussage folgendermaßen: "Es ging immer nur um die Sicherung des Operationserfolgs. Aber damit haben wir die Biologie des Sportlers nicht im Blick. Strukturen wie Muskeln und Bindegewebe müssen tatsächlich schneller und stärker belastet werden. Bindegewebe wächst nur in Zugrichtung. Also hohe Gewichte auf die Muskeln und das Ganze mit der Dehnung zusammen ausführen - wir brauchen exzentrische Belastungen!"

Das Wundermittel der Spitzensportler
Das Geheimnis, wenige Wochen nach einer OP auf dem Platz wieder Meisterleistungen zu erbringen, ist für Froböse einfach zu lüften: Vier bis sechs Stunden Reha täglich, Unterwassertherapie, schwereloses Joggen am Vakuum-Laufband, verschiedene Trainingsgeräte wie Vibration oder Elektrostimulation und eine Eiskammer, bei der Entzündungen mit -100°C kalter Luft eingedämmt werden.

Lücken sieht der Spezialist im Profisport dagegen noch im präventiven, neuromuskulären Training. Außerdem räumt er ein, dass selbst viele herausragende Sportler unterschiedliche biologische Voraussetzungen haben und das Training auf diese abgestimmt werden muss.

Trotz all der guten Argumente sollte dennoch berücksichtigt werden, dass der Anreiz eines Profifußballers wieder 50 Millionen Euro wert zu sein, ein ganz anderer ist, als der des Otto Normalsportlers seine wöchentliche Laufrunde zu absolvieren.

Daniela Pfleger / physio.de

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