Ihre Aufgaben
• Betreuung und Behandlung von
Gästen
• Erstellung individueller
Behandlungs- und Trainingspläne
• Durchführung gezielter
Anwendungen wie Massagen,
Bewegungsübungen und
Wärmebehandlungen
• Unterstützung bei der
Regeneration sowie Förderung des
Wohlbefindens und der Beweglichkeit
• Vermittlung von Empfehlungen
zur gesunden Körperhaltung und
einfachen Übungen für den Alltag
• Sicherstellung eines
angenehmen, professionellen
Ambientes während de...
• Betreuung und Behandlung von
Gästen
• Erstellung individueller
Behandlungs- und Trainingspläne
• Durchführung gezielter
Anwendungen wie Massagen,
Bewegungsübungen und
Wärmebehandlungen
• Unterstützung bei der
Regeneration sowie Förderung des
Wohlbefindens und der Beweglichkeit
• Vermittlung von Empfehlungen
zur gesunden Körperhaltung und
einfachen Übungen für den Alltag
• Sicherstellung eines
angenehmen, professionellen
Ambientes während de...
Methodik
Um eine möglichst vollständige Übersicht der aktuellen Evidenz zu erstellen, fokussierten sich die ForscherInnen nicht auf eine bestimmte Fragestellung (Krankheitsbilder und Endpunkte). Die Einschlusskriterien beschränkten sich daher auf die Methodik. Eingeschlossen wurden Systematik Reviews (SR), die randomisiert kontrollierte Studien (RCT) zusammenfassten und in englischer Sprache veröffentlicht wurden. Dadurch konnten 128 SRs identifiziert werden. Daraus extrahierten sie 310 RCTs mit zusammen 15.812 ProbandInnen.
Ergebnisse
Das Ergebnis ist ernüchternd. Die methodische Qualität der verfügbaren Studien ist „critical low“. Dies führt typischerweise zu einer – teils massiven – Überschätzung der Effekte. Und trotz dieser deutlichen Verzerrung zeigen sich nur bei Vergleichen gegenüber keinem Tape oder Placebo minimale – klinisch fragliche – Wirkungen auf Schmerz unmittelbar bei der Anwendung. Sobald die bunten Klebestreifen einer aktiven oder gemischten Intervention gegenübergestellt werden, ist kein (statistische signifikanter) Effekt mehr sichtbar.
Bei anderen Endpunkten wie der Funktion, Kraft, Beweglichkeit oder Lebensqualität sind sowohl unmittelbar, während als auch kurz- und langfristig nach der Intervention keine Wirkungen messbar.
Fazit
Angesichts der Fülle an Studien ist davon auszugehen, dass auch weitere Forschung keine anderen Ergebnisse liefern wird. Da methodisch qualitativ hochwertigere Arbeiten meist geringere Effekte ermitteln als die methodisch schwachen Publikationen, werden neuere Studien mit höherer Qualität zu keinem positiveren Ergebnis kommen können als die bisherige Evidenz.
Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass von den Kinesiotapes Abstand genommen werden sollte.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
KinesiotapeSchmerzenStudie
Überhaupt werden Placebos in der Medizin allenthalben eingesetzt. Grenzwertig wird es in meinen Augen erst, wenn man versucht, unwirksame Maßnahmen mit dem Ziel versucht zu mystifizieren, arglosen Patienten hierfür viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich beispielsweise sehe, wie schamlos einige Orthopäden ihre Patienten mit dahingerotzten Tapeanlagen, die sich nach drei Stunden bereits abzurollen beginnen, über den Tisch ziehen, geht mir echt das Messer in der Tasche auf. Wenn die gleichen Orthopäden dann noch meinen, mit dem Tape auf der Haut sei nun keine Physiotherapie mehr erforderlich, könnte ich gerade neztok!
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anika666 schrieb:
Mir war das schon immer suspekt. Ich klebe aber auch, wenn jemand das unbedingt wünscht, allerdings ohne Weiterbildung in diese Richtung. Ich hab das schon bei meiner ganzen Familie und bei mir selbst vor längerer Zeit getestet und mehr als eine kurzfristige Erleichterung, konnte ich nie feststellen. Passt also zu den Studienergebnissen. Meine Tapes halten aber immer bombenfest, mindestens 1 Woche, da hat der Patient wenigstens relativ lange was davon. Manche brauchen diese Art von Placebo, aber es ist schon sehr fragwürdig.
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FoetorExOre schrieb:
also mit diesem Erklärungsmodell kann ich leben. Ich sage zum Beispiel meinen Fussballern, auch klar, dass man hier in nem Zweikampf natürlich die perfekte Markierung hat, wo der andere Schwächen hat.
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pt ani schrieb:
@FoetorExOre Haha, stimmt grinning
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Osteo-Natura schrieb:
Wenn man das neurowissenschaftlicher Sicht betrachtet dient so ein Tape als sensorische Information zur Kartierung einer Region - z. B nach einer Verletzung. Dann wäre es gut, so ein Tape jeden Tag über ein anderes Areal zu kleben. Zusätzlich braucht es noch weitere andersartige Reize, Gelenk- und Muskelkartierung; diese Philosophie "ich aktiviere den Muskel mittels einer klar Definierten Klebetechnik" kann man einfach mal einpacken. Nutzlos sind sie nicht, aber die Idee dahinter muss neu definiert werden.
Ist mir schleierhaft, dass die nicht wirken sollen, nur weil eine Metaanalyse zu dem Schluss gekommen ist.....
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Michael Grebe schrieb:
Mit Lymphtapes habe ich bei allen Arten von Schwellungen, auch mit Hämatombildung, sehr gute Erfahrungen gemacht.
Ist mir schleierhaft, dass die nicht wirken sollen, nur weil eine Metaanalyse zu dem Schluss gekommen ist.....
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Silke Wieczorek schrieb:
Ich habe auch auf Hämatomen halb beklebt , um die Effekte der schnelleren Heilung sichtbar zu machen! Ratet mal wo es schneller weg war.Und Tapes sind meine erste Selbsthilfe. Glaubt doch was Ihr wollt…
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Christian Hannemann schrieb:
Wer heilt hat recht. Wenn es dem Patienten gut tut und er eine Erleichterung / Verbesserung verspürt ist das absolut okay. Homöopathie soll ja auch nicht helfen. Nur weil wir nicht in der Lage sind die positiven Aspekte zu entdecken soll es nicht helfen ..das ich nicht lache....
Hier liegst Du allerdings völlig falsch. Bei der Homöopathie ist längst wissenschaftlich sauber bewiesen worden, dass sie wirkungslos ist. Allerdings ist eine Sache bei der Homöopathie unumstritten: Es ist die einzige Methode, bei der große Teile der Bevölkerung wahnsinnig viel Geld für NICHTS bezahlen!
Jetzt aber bitte nicht für die Homöopathie das Fass noch weiter öffnen, als es schon aufgemacht wurde!
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MikeL schrieb:
@Christian Hannemann
Hier liegst Du allerdings völlig falsch. Bei der Homöopathie ist längst wissenschaftlich sauber bewiesen worden, dass sie wirkungslos ist. Allerdings ist eine Sache bei der Homöopathie unumstritten: Es ist die einzige Methode, bei der große Teile der Bevölkerung wahnsinnig viel Geld für NICHTS bezahlen!
Jetzt aber bitte nicht für die Homöopathie das Fass noch weiter öffnen, als es schon aufgemacht wurde!
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S.L schrieb:
@Osteo-Natura Sehe ich genau so. Es ist immer das Ziel was ich mit solch einem Tape erzielen möchte. Es ist wie bei der Massage, wer ernsthaft glaubt dass eine Massage die Muskel "weich" macht, der spürt nichts und hinterfragt auch nicht seien Arbeit. Auf einer anderen Ebene mit einem anderen Ziel ist eine Massage jedoch sehr zielführend und wertvoll, ebenso ein vernünftig angelegtes Tape mit einem sinnhaftem Ziel...
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S.L schrieb:
@MikeL ist nur komisch das sie bei Kindern und Tieren helfen, welche erst einmal keine Erwartung an so Kügelchen haben. Klarer Anwenderfehler!
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pt ani schrieb:
@S.L Nein, die Zuwendung hilft und die anderen Sachen, die zusätzlich verabreicht werden und wenn es nach drei Tagen besser wird, war es einfach die Zeit. Das funktioniert in der Tat auch bei Kindern und Tieren. Homöopathie ist SEHR gut untersucht und widerlegt.
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christoph55 schrieb:
Ich könnte mich selbst nicht so anlügen. Hatte immer Zweifel, und dann sollte ich plötzlich darüber hinwegsehen? Tue ich mich schwer mit. Problem ist eher, dass Kollegen es anwenden und ggf. man auch von ihnen mal einen solchen Patienten behandeln muss, der womöglich meine Meinung dazu wissen will. Wenn der dann noch ein Tape wünscht, Oida... da wird's verdammt eng mit meinem guten Willen. Selbst, wenn es pekuniär interessant ist.
was will ich mit dem Tape erreichen? Wer hat es angelegt, hat diese Person eine gute Ausbildung in dieser Technik? Nicht umsonst gibt es auch verschiedene Anlagetechniken. Welches Tape, da gibt es gewaltige Qualitätsunterrschiede etc...
Ich bin ein grosser Skeptiker, allerdings gibt es ein paar sehr gute, bewährte Indikationen in der Praxis, u.a. steifer Nacken, Distorsionen, Narben und Hämatome mit zeitnahen sichtbaren Ergebnissen (---> z.B. wo das Tape war, ist das Hämatom weg) !
Für manche Patienten ist das Tape auch wie ein Pflaster auf ihre Wunde und wirkt beruhigend, was ebenfalls zu ihrer Heilung beiträgt.
Wer dieses Jahr auf der Therapro war und Farbbrillen und gleichzeitig die Muskelkraft getestet hat weiss:
das macht was aus, allerdings war es bei mir in der Praxis nie der entscheidende Punkt für die Farbe des Tapes und ist ein Zeitfaktor.
Bei Studien können nie alle Aspekte und das Individuum berücksichtig werden.
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orly schrieb:
Mit über 30 Jahren Berufserfahrung in eigener Vollzeitzeitpraxis muss ich fragen:
was will ich mit dem Tape erreichen? Wer hat es angelegt, hat diese Person eine gute Ausbildung in dieser Technik? Nicht umsonst gibt es auch verschiedene Anlagetechniken. Welches Tape, da gibt es gewaltige Qualitätsunterrschiede etc...
Ich bin ein grosser Skeptiker, allerdings gibt es ein paar sehr gute, bewährte Indikationen in der Praxis, u.a. steifer Nacken, Distorsionen, Narben und Hämatome mit zeitnahen sichtbaren Ergebnissen (---> z.B. wo das Tape war, ist das Hämatom weg) !
Für manche Patienten ist das Tape auch wie ein Pflaster auf ihre Wunde und wirkt beruhigend, was ebenfalls zu ihrer Heilung beiträgt.
Wer dieses Jahr auf der Therapro war und Farbbrillen und gleichzeitig die Muskelkraft getestet hat weiss:
das macht was aus, allerdings war es bei mir in der Praxis nie der entscheidende Punkt für die Farbe des Tapes und ist ein Zeitfaktor.
Bei Studien können nie alle Aspekte und das Individuum berücksichtig werden.
hohe Evidenz bedeutet nicht „unfehlbar“ oder „wahr für alle Zeiten“.
Ed bedeutet:
Zum Zeitpunkt der Bewertung besteht hohe Sicherheit in den geschätzten Effekten. Spätere Daten, andere Populationen, methodische Orobleme oder neue biologische Erkenntnisse können das ändern.
So als Beispiel
Antiarrhythmika nach Herzinfarkt – CAST Studie
Die Studienqualität war zunächst hochdie physiologische Logik sinvoll
Kurz man dachtw man bekommt mit weniger Arrythmien die Mortalität runter.
Später zeigte CAST:
Die Medikamente reduzierten tatsächlich Arrhythmien
Aber die Sterblichkeit stieg...
Das war eine der größeren Lektionen der evidenzbasierten Medizin:
Surrogatparameter UNGLEICH klinischer Nutzen
Heute Standardbeispiel im unterricht.
Dann zum Beispiel Hormonersatztherapie (HRT) und Herzschutz bei Frauen
Lange Zeit zeigten große Beobachtungsstudien mit sehr konsistent wirkenden Daten:
-weniger Herzinfarkte
-geringere kardiovaskuläre Risiken...
Dann zeigte die randomisierte WHI:
-kein allgemeiner Herzschutz
-teils erhöhtes Risiko für Schlaganfall und andere Ereignisse
-erheblicher Einfluss von Selektionsbias in früheren Daten
nochmal päter stellte sich wiederum heraus:
- Die erste Interpretation war zu grob
- Altet und Zeitpunkt des Therapiebeginns war entscheidend
- Für jüngere Frauen kurz nach Menopause ist das Bild differenzierter
Interessant hier: nicht nur die alte Theorie war falsch – auch die erste Korrektur war teilweise zu pauschal.
das kann man so fortführen, für ein paar geschichten... alles ziemlich spezifisch
Die wichtigste Erkenntnis daraus lautet:
Hohe Evidenzqualität reduziert Unsicherheit – sie beseitigt sie nicht.
In der Physiotherapie kommen da nochmal ein paar Probleme in der Forschubg dazu.
Schlechte Verblindung, Standardisierung, Therapeuteneffekte, Patientenheterogenität, kleine Studien, subjektive outcomes usw.
Viele Studien landen trotz guter Durchführung eher bei GRADE moderat statt hoch, nicht weil Physiotherapie unwirksam ist, sondern weil sie schwerer zu untersuchen ist.
aber:
In der Physiotherapie gibt es ebenfalls Beispiele, bei denen eine sehr starke Überzeugung – teils gestützt auf hochwertige Studien und Leitlinien – später deutlich relativiert oder teilweise umgekehrt wurde. Allerdings ist die Situation komplizierter als in der Pharmakologie, weil, wie schon erwähnt z.B. Trainingsinterventionen selten verblindbar sind und die Evidenzbasis oft heterogener ist.
Aber als Beispiel
Bettruhe bei akuten Rückenschmerzen
Erst systematische Reviews brachten da die Wende mit früher Aktivität, graduierter Belastungsstwigerung und Vermeidung von unnötiger Schonung usw.
Das ist wahrscheinlich eines der stärkeren historischen Beispiele im Rehaberiech
aber auch das hier:
Passiv vs aktiv bei muskuloskelettalen Beschwerden
früher dominant:
Ultraschall
TENS
Wärme
Massage
Traktion
passive Mobilisationen
Die Annahme:
Schmerzen sinken → Funktion verbessert sich
Heute:
Passives Vorgehen kann Symptome kurzfristig reduzieren, aber bei vielen chronischen muskuloskelettalen Problemen zeigen Leitlinien eher aktive Übungstherapie, Belastungsmanagement, Edukation und Selbstmanagement als Kernbestandteile. Passive Maßnahmen eher als Zusatz, nicht als Haupttherapie.
Wichtig: Das bedeutet nicht:
aktive Therapie schlägt passive Therapie immer.
Sondern eher:
ausschließlich passive Behandlung ist oft unterlegen gegenüber einem aktiven Ansatz.
Sowas lässt sich dann für spezifische Korrekturmodelle ("ideale Haltung", exakte Muskelaktivierung) usw. fortführen:
Beckenfehlstellung verursacht Schmerz
bestimmte Muskeln „schlafen“ sind zu kurz, zu lang...
exakte Haltungsfehler erzeugen Beschwerden usw...
Transversus-/Core-Aktivierung als zentrale Ursache
Kurz:
Zusammenhänge oft deutlich schwächer...
hohe interindividuelle Variabilität..
strukturelle Abweichungen erklären Schmerz häufig schlecht...
Deswegen: Belastbarkeit, Exposition, allgemeine Aktivität, psychosoziale Faktoren haben mehr Gewicht.
Früher: passiv super
heute aktiv super und passiv ergänzend, aber selbst das wurde ja inzwischen relativiert: Manuelle Therapie kann kurzfristig helfen, passive Maßnahmen können Adhärenz verbessern, Schmerzreduktion kann aktive Therapie ermöglichen
Also nicht:
passiv schlecht / aktiv gut
sondern:
passiv oft als Türöffner, aktiv häufig als langfristige Hauptstrategie
Aber: Biomechanisch sehr spezifische Erklärungsmodelle waren oft überschätzt.
Das Individuum muss damit erstmal gar nicht immer betrachtet werden. Sonder wie ist die durchschnittliche Relvanz einer Intervention...
Du willst quantifizieren, wie die durchschnittliche Wirksamkeit von Intwrventionen ist und nicht die individuellen Behandlungseffwkte vorraussagen.
Es heisst Physiotherapie, nicht Schema F.
Und so kann man abwägen was in einem Werkzeugkasten wirklich sinnvoll ist und was eher nicht. Diese Studie zeigt eher keine klinische Bedeutung von Kinesiotapes für PatientInnen...
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FoetorExOre schrieb:
@orly Mal so als wichtige Info.
hohe Evidenz bedeutet nicht „unfehlbar“ oder „wahr für alle Zeiten“.
Ed bedeutet:
Zum Zeitpunkt der Bewertung besteht hohe Sicherheit in den geschätzten Effekten. Spätere Daten, andere Populationen, methodische Orobleme oder neue biologische Erkenntnisse können das ändern.
So als Beispiel
Antiarrhythmika nach Herzinfarkt – CAST Studie
Die Studienqualität war zunächst hochdie physiologische Logik sinvoll
Kurz man dachtw man bekommt mit weniger Arrythmien die Mortalität runter.
Später zeigte CAST:
Die Medikamente reduzierten tatsächlich Arrhythmien
Aber die Sterblichkeit stieg...
Das war eine der größeren Lektionen der evidenzbasierten Medizin:
Surrogatparameter UNGLEICH klinischer Nutzen
Heute Standardbeispiel im unterricht.
Dann zum Beispiel Hormonersatztherapie (HRT) und Herzschutz bei Frauen
Lange Zeit zeigten große Beobachtungsstudien mit sehr konsistent wirkenden Daten:
-weniger Herzinfarkte
-geringere kardiovaskuläre Risiken...
Dann zeigte die randomisierte WHI:
-kein allgemeiner Herzschutz
-teils erhöhtes Risiko für Schlaganfall und andere Ereignisse
-erheblicher Einfluss von Selektionsbias in früheren Daten
nochmal päter stellte sich wiederum heraus:
- Die erste Interpretation war zu grob
- Altet und Zeitpunkt des Therapiebeginns war entscheidend
- Für jüngere Frauen kurz nach Menopause ist das Bild differenzierter
Interessant hier: nicht nur die alte Theorie war falsch – auch die erste Korrektur war teilweise zu pauschal.
das kann man so fortführen, für ein paar geschichten... alles ziemlich spezifisch
Die wichtigste Erkenntnis daraus lautet:
Hohe Evidenzqualität reduziert Unsicherheit – sie beseitigt sie nicht.
In der Physiotherapie kommen da nochmal ein paar Probleme in der Forschubg dazu.
Schlechte Verblindung, Standardisierung, Therapeuteneffekte, Patientenheterogenität, kleine Studien, subjektive outcomes usw.
Viele Studien landen trotz guter Durchführung eher bei GRADE moderat statt hoch, nicht weil Physiotherapie unwirksam ist, sondern weil sie schwerer zu untersuchen ist.
aber:
In der Physiotherapie gibt es ebenfalls Beispiele, bei denen eine sehr starke Überzeugung – teils gestützt auf hochwertige Studien und Leitlinien – später deutlich relativiert oder teilweise umgekehrt wurde. Allerdings ist die Situation komplizierter als in der Pharmakologie, weil, wie schon erwähnt z.B. Trainingsinterventionen selten verblindbar sind und die Evidenzbasis oft heterogener ist.
Aber als Beispiel
Bettruhe bei akuten Rückenschmerzen
Erst systematische Reviews brachten da die Wende mit früher Aktivität, graduierter Belastungsstwigerung und Vermeidung von unnötiger Schonung usw.
Das ist wahrscheinlich eines der stärkeren historischen Beispiele im Rehaberiech
aber auch das hier:
Passiv vs aktiv bei muskuloskelettalen Beschwerden
früher dominant:
Ultraschall
TENS
Wärme
Massage
Traktion
passive Mobilisationen
Die Annahme:
Schmerzen sinken → Funktion verbessert sich
Heute:
Passives Vorgehen kann Symptome kurzfristig reduzieren, aber bei vielen chronischen muskuloskelettalen Problemen zeigen Leitlinien eher aktive Übungstherapie, Belastungsmanagement, Edukation und Selbstmanagement als Kernbestandteile. Passive Maßnahmen eher als Zusatz, nicht als Haupttherapie.
Wichtig: Das bedeutet nicht:
aktive Therapie schlägt passive Therapie immer.
Sondern eher:
ausschließlich passive Behandlung ist oft unterlegen gegenüber einem aktiven Ansatz.
Sowas lässt sich dann für spezifische Korrekturmodelle ("ideale Haltung", exakte Muskelaktivierung) usw. fortführen:
Beckenfehlstellung verursacht Schmerz
bestimmte Muskeln „schlafen“ sind zu kurz, zu lang...
exakte Haltungsfehler erzeugen Beschwerden usw...
Transversus-/Core-Aktivierung als zentrale Ursache
Kurz:
Zusammenhänge oft deutlich schwächer...
hohe interindividuelle Variabilität..
strukturelle Abweichungen erklären Schmerz häufig schlecht...
Deswegen: Belastbarkeit, Exposition, allgemeine Aktivität, psychosoziale Faktoren haben mehr Gewicht.
Früher: passiv super
heute aktiv super und passiv ergänzend, aber selbst das wurde ja inzwischen relativiert: Manuelle Therapie kann kurzfristig helfen, passive Maßnahmen können Adhärenz verbessern, Schmerzreduktion kann aktive Therapie ermöglichen
Also nicht:
passiv schlecht / aktiv gut
sondern:
passiv oft als Türöffner, aktiv häufig als langfristige Hauptstrategie
Aber: Biomechanisch sehr spezifische Erklärungsmodelle waren oft überschätzt.
Das Individuum muss damit erstmal gar nicht immer betrachtet werden. Sonder wie ist die durchschnittliche Relvanz einer Intervention...
Du willst quantifizieren, wie die durchschnittliche Wirksamkeit von Intwrventionen ist und nicht die individuellen Behandlungseffwkte vorraussagen.
Es heisst Physiotherapie, nicht Schema F.
Und so kann man abwägen was in einem Werkzeugkasten wirklich sinnvoll ist und was eher nicht. Diese Studie zeigt eher keine klinische Bedeutung von Kinesiotapes für PatientInnen...
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Problem beschreiben
MikeL schrieb:
Auch wenn mir schon lange bewusst ist, dass Kinesiotapes wirkungslos sind, gebe ich zu, dass ich sie trotzdem gern anwende. Insbesondere bei Leistungssportlern haben wir es oft mit hypernervösen, verunsicherten und sich vor Verletzungen ängstigenden Patienten zu tun. Ich finde überhaupt nichts Verwerfliches daran, solchen Sportlern ein buntes Tape auf die Haut zu kleben und ihnen zu suggerieren, sie hätten hierdurch eine bessere Durchblutung in ihren verletzungsgefährdeten Muskeln oder von mir aus eine verbesserte Explosivkraft. Manchmal heiligt der Zweck auch die Mittel und ein Placebo ist in manchen Situationen gerade bei Sportlern noch immer besser, als wenn sie im Kopf nicht frei sind und gerade deswegen eher zu einer Verletzung neigen.
Überhaupt werden Placebos in der Medizin allenthalben eingesetzt. Grenzwertig wird es in meinen Augen erst, wenn man versucht, unwirksame Maßnahmen mit dem Ziel versucht zu mystifizieren, arglosen Patienten hierfür viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich beispielsweise sehe, wie schamlos einige Orthopäden ihre Patienten mit dahingerotzten Tapeanlagen, die sich nach drei Stunden bereits abzurollen beginnen, über den Tisch ziehen, geht mir echt das Messer in der Tasche auf. Wenn die gleichen Orthopäden dann noch meinen, mit dem Tape auf der Haut sei nun keine Physiotherapie mehr erforderlich, könnte ich gerade neztok!
Nur den Quatsch mit den Farben kriegt bei mir niemand zu hören...
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ella426 schrieb:
Ich war mal auf einer Meditapefobi, wo der Dozent ernsthaft behauptete, die Farbe des Tapes müsste man für den Patienten auspendeln. Das Erschreckende war nicht so sehr dieser Bullshit, sondern dass fast alle Teilnehmer der Fobi solch einen Unsinn widerspruchslos akzeptierten.
Hab die Tape Fobi auch bei meditape gemacht und war auch fasziniert bis angeekelt, was da für ein Quatsch gelehrt wurde und v.a. wie dieser Arzt mit Demopatienten umgegangen ist.
Hanebüchen...
Neben der Dorn-Fobi ein echter Fortbildungsfehltrittlaughing
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Eva D. schrieb:
@ella426
Hab die Tape Fobi auch bei meditape gemacht und war auch fasziniert bis angeekelt, was da für ein Quatsch gelehrt wurde und v.a. wie dieser Arzt mit Demopatienten umgegangen ist.
Hanebüchen...
Neben der Dorn-Fobi ein echter Fortbildungsfehltrittlaughing
Ich glaube die waren das auch, die im Studium meiner Tochter den Kurs gegeben haben. Die fanden das allerdings auch nicht überzeugend, zum Glück.
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pt ani schrieb:
@ella426
Ich glaube die waren das auch, die im Studium meiner Tochter den Kurs gegeben haben. Die fanden das allerdings auch nicht überzeugend, zum Glück.
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Problem beschreiben
Eva D. schrieb:
Man kann kinesiotapes auch wunderbar als Positionierungstages verwenden und ich verwende sie auch oft, wie MikeL oben beschrieb.
Nur den Quatsch mit den Farben kriegt bei mir niemand zu hören...
Und was kosten Tapes? 2 min Zeit und ein paar Cent zum Anlegen.
Kann der Patient die (an gewissen Stellen) auch selber anlegen - ja.
Warum dann nicht die Tapes nutzen?
Ps.:
Eine Wirkung, welche praktisch nie besprochen wird ist der soziale Aspekt. Man sieht die Tapes. Also andere Menschen sehen die Tapes. Und man geht anders mit Jemanden um, der offensichtlich verletzt ist.
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ali schrieb:
@Halbtitan Guter Aspekt, vielleicht sollte ich meine Abneigung ablegen, allerdings gehen sie bei mir immer nach wenigen Stunden ab, egal wer sie anlegt....
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Stefan Preißler schrieb:
Und jeder erkennt sofort, daß ich ein ambitionierter Sportler bin…..😂
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Volker Immel schrieb:
Haben auf jeden Fall keine Nebenwirkungen,ausser jemand ist allergisch. Immer vorher fragen.Ich mach die Tapes sogar kostenlos
Es ist glaube ich wie mit dem Kaffee, drei Jahre lang ist er gesund, dann ist er wieder drei Jahre lang ungesund. Es kommen immer wieder Studien draus, die das gegenteilige belegen. Genauso ist es mit dem Kinesio Tapes.
Hier ist eine Studie belegt, dass es etwas bringt: Link
Wie gesagt: testet es selber aus, Placebo, war das nicht.. und was die Autorin hier schreiben, spielt keine Rolle, denn sie haben nur spezielle Krankheitsbilder genommen und auch keine bedeutenden Messmethoden.
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PhysioWeim schrieb:
Nur weil sie es nicht messen können, heißt es nicht, dass vielleicht doch etwas in der Tiefe der Muskulatur passiert. Einfach selber mal ausprobieren, dann seht ihr wie gut das ist. Ich hab es schon oft bei Zerrungen verwendet. Ich glaube das ist über die Haut etwas übertragen wird auf die Muskulatur. So fühlt es sich an. Ich hab Biologie studiert und Physiotherapie.
Es ist glaube ich wie mit dem Kaffee, drei Jahre lang ist er gesund, dann ist er wieder drei Jahre lang ungesund. Es kommen immer wieder Studien draus, die das gegenteilige belegen. Genauso ist es mit dem Kinesio Tapes.
Hier ist eine Studie belegt, dass es etwas bringt: Link
Wie gesagt: testet es selber aus, Placebo, war das nicht.. und was die Autorin hier schreiben, spielt keine Rolle, denn sie haben nur spezielle Krankheitsbilder genommen und auch keine bedeutenden Messmethoden.
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Horst Lee schrieb:
@PhysioWeim Dein Ernst jetzt?
Vorher auch gut eingecremt? Sonnenschutzfaktor 50 und das Tape fällt garantiert ab, ehe es überhaupt angelegt ist! joy
Also vorher gut rasieren, ggf. das Brusttoupet abnehmen und nicht eincremen. Natürlich auch nicht vergessen, das Tape beim Anlegen heiß zu reiben, damit sich der Klebstoff mit der Haut verbindet!
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MikeL schrieb:
@ali
Vorher auch gut eingecremt? Sonnenschutzfaktor 50 und das Tape fällt garantiert ab, ehe es überhaupt angelegt ist! joy
Also vorher gut rasieren, ggf. das Brusttoupet abnehmen und nicht eincremen. Natürlich auch nicht vergessen, das Tape beim Anlegen heiß zu reiben, damit sich der Klebstoff mit der Haut verbindet!
Link
"Conclusion
KT can significantly alleviate pain, reduce swelling, and improve function in patients with AAS. However, significant effects are only observed short-term, and the ‘I’-shaped KT method may be the most effective recommendation for AAS."
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Adam Stremel schrieb:
Kinesio Tape war nie dazu gedacht einen Langzeiteffekt zu haben oder jemanden zu heilen. Letztlich profitieren eher Sportler vom Tape, wahrscheinlich weil sie ein ausgeprägteres Sensorisches System aka Vernetzung von Muskulatur und Nervensystem haben.
Link
"Conclusion
KT can significantly alleviate pain, reduce swelling, and improve function in patients with AAS. However, significant effects are only observed short-term, and the ‘I’-shaped KT method may be the most effective recommendation for AAS."
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Renner74 schrieb:
@PhysioWeim Realität und Wissenschaft und deine Realität. Nur weil du die Studie nicht gemacht hast bedeutet das nicht das die Wissenschaft Unrecht hat. Ganz im Gegenteil. Übrigens, bei mir gibt es die Dinger kostenlos. Warum? Weil ich nichts verkaufen kann was 0 Evidenz hat.
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PhysioWeim schrieb:
Link
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Halbtitan schrieb:
Wir haben mit den Tapes also ein Mittel, welches sehr kurzfristig sonsorisch modulierend wirkt und langfristig als Placebo wirkt.
Und was kosten Tapes? 2 min Zeit und ein paar Cent zum Anlegen.
Kann der Patient die (an gewissen Stellen) auch selber anlegen - ja.
Warum dann nicht die Tapes nutzen?
Ps.:
Eine Wirkung, welche praktisch nie besprochen wird ist der soziale Aspekt. Man sieht die Tapes. Also andere Menschen sehen die Tapes. Und man geht anders mit Jemanden um, der offensichtlich verletzt ist.
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tramper schrieb:
Auch wir kleben und haben auch brav so manchen Euro für den Kurs bezahlt...und wie pben geschrieben in 2 Minuten kleben wir die Tapes nicht...das dauert schon etwas länger.Auch wenn Studien jetzt etwas Anderes behaupten der Grossteil unserer Patienten ob jung oder alt,die wir mit Tapes versorgt haben...schwören zu 95% darauf.Selbst ich wurde nach einem heftigen Hexenschuss damit versorgt und muss gestehen eine deutliche Linderung nach einer Stunde verspührt zu haben...Placebo oder nicht...Der Körper reagiert darauf...
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MUC schrieb:
Tja…wo sind die FDM‘ler. Bei so genannten Cyd‘s(Zylindersistorsionen) Problemen der oberflächlichen faszialen Kette, besonders wichtig eben auch für die Wahrnehmung(gut zu behandeln mit cupping/schröpfen), bringen Kinesiotapes etwas. Der Körper kann über den Zugreiz auf der Haut kompensieren. Aber das ist halt nur ein Problem von vielen. Klebe ich aber immer, bringt es halt oft nix. Bei Akkupunktur und schröpfen nicht anders. Es hilft für ein Problem, nicht bei allen. Ist die Diagnose nicht treffend, oder bei einer Studie die Ausschlusskriterien, kommt halt heraus bringt nix. Wäre das so, würden sie nicht im Leistungssport genutzt werden. Placebo hin oder her.
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Swanni schrieb:
Bei meinen Patienten hilfts in ca. 80% der Fälle. 🤷🏼♀️
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Problem beschreiben
Füsi schrieb:
Zur Not nennen wir es Placeboeffekt...
ich schreibe aus aktuellem Anlass zu diesem Thema: Ich habe mich letzte Woche schwer an der rechten Hand verletzt Die Elle und die Speiche sind gebrochen. Am Knie und am Ellenbogen habe ich eine Platzwunde.
Alle Verletzungen wurden ordentlich mit Tapes versorgt. Die Hämatome sind jetzt schon fast weg und die Schwellungen auch. Das kann kein Placebo -Effekt sein! Meine Schmerzen habe ich trotzdem. Aber in unserer Tape-Ausbildung wurde nie gesagt, dass das Tape Schmerzen verringert. Sondern , nur durch die korrekte Anlage des Tapes können Schmerzen durch bessere Gelenk-und Muskelfunktion und durch die Anregung des Lymphsystems verringert werden!
das Thema mit den Farben des Tapes würde hier zu weit in der Erklärung führen. Und ich habe beim Schreiben in meiner Hand mehr Schmerzen. Deswegen endet hiermit mein Beitrag zu diesem Thema.
viele liebe Grüße an all jene, die erfolgreich am Patienten tapen und damit ihre Behandlungserfolge erweitern und festigen!
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anika666 schrieb:
Das hört sich für mich so an, wie die Anhänger der Zuckerkügelchen. Da verschwinden die Hämatome, Stiche, etc. auch nur wegen der Einnahme von Apis und sonstigen Mittelchen. Und selbstverständlich können Hämatome und Schwellung ohne irgendein Zutun sehr schnell verschwinden. Tun sie bei mir regelmäßig. Evidenz ist nicht alles, aber so ganz außer Acht lassen sollte man sie halt auch nicht.
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schokolade schrieb:
@anika666 wie glaubst du , dass Heilung geschieht?
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anika666 schrieb:
@schokolade Unser Körper ist ein ziemliches Wunderwerk, der unglaublich viel ganz alleine auf die Reihe bringt. Kügelchen und Klebestreifen braucht er eher nicht, aber die mentale Einstellung. Und wenn Kügelchen und Klebestreifen manchen Menschen helfen dieses Mindset zu bekommen, dann passt das doch. Nur sollte man nicht behaupten, dass da mehr als Placebo dahintersteckt, wenn die meisten Studien was anderes sagen.
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schokolade schrieb:
Die Studien die es zu diesem Thema gibt wurden in vielerlei Hinsicht unkorrekt ausgeführt. Warum auch immer! Studien kosten viel Geld. Man muss fragen , wer die Studie in Auftrag gegeben hat . Und was für einen Nutzen der Auftraggeber sich aus dem Ergebnis der Studie zieht. Da kommt man als Außenstehender meistens nicht dahinter.
ich schreibe aus aktuellem Anlass zu diesem Thema: Ich habe mich letzte Woche schwer an der rechten Hand verletzt Die Elle und die Speiche sind gebrochen. Am Knie und am Ellenbogen habe ich eine Platzwunde.
Alle Verletzungen wurden ordentlich mit Tapes versorgt. Die Hämatome sind jetzt schon fast weg und die Schwellungen auch. Das kann kein Placebo -Effekt sein! Meine Schmerzen habe ich trotzdem. Aber in unserer Tape-Ausbildung wurde nie gesagt, dass das Tape Schmerzen verringert. Sondern , nur durch die korrekte Anlage des Tapes können Schmerzen durch bessere Gelenk-und Muskelfunktion und durch die Anregung des Lymphsystems verringert werden!
das Thema mit den Farben des Tapes würde hier zu weit in der Erklärung führen. Und ich habe beim Schreiben in meiner Hand mehr Schmerzen. Deswegen endet hiermit mein Beitrag zu diesem Thema.
viele liebe Grüße an all jene, die erfolgreich am Patienten tapen und damit ihre Behandlungserfolge erweitern und festigen!
wir arbeiten sehr effektiv gegen Schmerzen ( unterstützend als eventuell auch mal kurzfristige Lösung) mit Kinesiotape.
Vor allem im Schulter-Nacken-Arm Bereich, sowie Kniearthrotikern.
Ich möchte es nicht missen.
Wer hilft hat recht ;)
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Wer hilft hat recht ;)
Könntest Du bitte dein Posting nochmals editieren und den letzten Satz löschen? Seit dem düsteren Zeiten der Dorn-Methode ist dieser Satz "verbrannt", so dass jeder, der ihn in den Mund nimmt, seinem persönlichen Anliegen kaum einen Gefallen tut und die eigene Argumentation eher schwächt, als sie zu unterstützen!
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MikeL schrieb:
timo665 schrieb am 26.06.2026 19:31 Uhr:[...]
Wer hilft hat recht ;)
Könntest Du bitte dein Posting nochmals editieren und den letzten Satz löschen? Seit dem düsteren Zeiten der Dorn-Methode ist dieser Satz "verbrannt", so dass jeder, der ihn in den Mund nimmt, seinem persönlichen Anliegen kaum einen Gefallen tut und die eigene Argumentation eher schwächt, als sie zu unterstützen!
die
30% die nicht wissen was ein Dermattom ist?
dann würde mich noch interessieren wie man so ein Tape als Plazebo ausführt.
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Maik1906 schrieb:
Wer hat diese Studien gemacht?
die
30% die nicht wissen was ein Dermattom ist?
dann würde mich noch interessieren wie man so ein Tape als Plazebo ausführt.
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schokolade schrieb:
Der Spruch lautet richtig: „ Wer heilt der hat Recht!“ und das bedeutet nicht nur , dass eine Person eine andere heilt, sondern dass kann auch ein natürliches Heilmittel sein . Oder ein Placebo-Effekt kann es auch sein. Dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen! Und er zeigt deutlich, dass die Anregung der Selbstheilungskräfte entscheidend ist .
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timo665 schrieb:
Tja, Studie hin Studie her,
wir arbeiten sehr effektiv gegen Schmerzen ( unterstützend als eventuell auch mal kurzfristige Lösung) mit Kinesiotape.
Vor allem im Schulter-Nacken-Arm Bereich, sowie Kniearthrotikern.
Ich möchte es nicht missen.
Wer hilft hat recht ;)
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PhysioWeim schrieb:
Info: Placebo darf nicht unterschätzt werden. Wenn der Placebo dazu führt, dass sich der Patient sicherer fühlt und sich zum Beispiel dann traut, das Gelenk zu bewegen, und sich schmerzfrei fühlt (kurzfristige Schmerzfreiheit ist bewiesen) dann hat das einen großen Effekt! Und das ganze hängt natürlich auch davon ab wie du das rüber bringst. Wenn du natürlich sagst „das was ich jetzt machr bringt wahrscheinlich nichts“,.. dann bringt es auch nichts.
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jörg449 schrieb:
Ich wende bei meinen Patienten oft die Therapie an, die auch mir Hilft. Ein Tape hat bei mir bisher noch nie zu irgend einer Verbesserung geführt. Daher wend ich Tapes bei meinen Pat. auch nicht an. Diese Studie hat jetzt gezeigt, dass was ich schon immer gesagt habe, alles nur Placebo. Ich sage nur: Money, Money, Money
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