Werde Teil eines großartigen
Teams! Wir suchen Dich als
Physiotherapeuten (m/w/d) in Voll-
oder Teilzeit in einer unserer 5
Praxen in
Ludwigsburg-Neckarweihingen,
Kornwestheim, Markgröningen,
Stuttgart-Hausen und
Stuttgart-Stammheim. Wir sind ein
motiviertes Team, bestehend aus
Physiotherapeuten und
Empfangsmitarbeitern mit
langjähriger Erfahrung und einem
großen Behandlungsspektrum mit
einer großen Leidenschaft für
unsere Patienten und die
Physiotherapie. Unsere Schwerpunkte
liegen in der...
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oder Teilzeit in einer unserer 5
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Nur, was ist gerecht?
Antwort hierauf können drei verschiedene Sichtweisen geben:
- der erste Schiedsspruch aus dem Frühjahr 2021
- der Durchschnittsverdienst aller Deutschen
- die Einordnung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)
Schiedsspruch aus dem Jahr 2021Im Frühjahr 2021 entschied die zuständige Schiedsstelle, dass ein Angestellter in freier Praxis so viel wie ein Angestellter im TVöD-Bund mit der Entgeltgruppe 7, Stufe 5 verdienen solle. Dies wären im Jahr 2025: ca. 4.150 Euro.
Durchschnittsverdienst in Deutschland
Laut Statistischem Bundesamt lag der Durchschnittsstundenlohn im Jahre 2025 bei 26,76 Euro. Hochgerechnet auf eine 39 Stundenwoche ergibt dies einen Monatslohn von: ca. 4.520 Euro.
Einordnung durch die Bundesagentur für Arbeit
Die Wertschätzung für Physiotherapeuten ist hoch – zumindest auf dem Papier. Abzulesen ist dies an der Tatsache, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) Physiotherapie als „komplexe Spezialistentätigkeiten“ einordnet. Und diese müssten lt. BA im Median monatlich verdienen: ca. 5.200 Euro.
Durchschnittsverdienst eines Physios
Bleibt die Frage, was ein Physiotherapeut denn nun im Jahre 2025 durchschnittlich verdient hat.
Um hier an reelle Zahlen zu kommen, ist es notwendig, sich mit der Berufsgenossenschaft (BGW) ins Benehmen zu setzen. Dies tun wir Jahr für Jahr für Sie; und für 2025 meldete uns die BGW (umgerechnet auf eine Vollzeitstelle) einen monatlichen Durchschnittsverdienst von: ca. 3.950 Euro.
Die Gerechtigkeitslücken
Somit lässt sich festhalten, dass Physiotherapeuten immer noch schlechter bezahlt werden als es eigentlich sein sollte – egal welche Referenzgröße man hernimmt. Es variiert lediglich der Grad der Unterbezahlung.
Konkret sieht es so aus:
Obwohl der Schiedsspruch mit der Maßgabe „Entgeltgruppe 7, Stufe 5“ mehr als 5 Jahre zurückliegt, ist es immer noch nicht gelungen, die Therapeuten in den freien Praxen dementsprechend zu bezahlen – geschweige denn auf dem Niveau des deutschen Durchschnittsniveaus und schon gar nicht auf dem Niveau, was ihnen laut BA zustünde.
Und das in einer Zeit
- • in der Physiotherapie der Beruf mit dem größten Fachkräftemangel ist,
Kommentieren können wir dies nur noch mit dem Ausspruch russischer Kriegsgefangener im II. Weltkrieg beim Anblick eines Eichhörnchens: „Armes Deutschland, kleines Fuchs!“• die Politik immer mehr von Ambulantisierung spricht,
• aber gleichzeitig die Vergütungserhöhungen in Zukunft per Gesetz deckelt.
Friedrich Merz / physio.de
PS: Häufig lesen wir den Einwand, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrem Entgeltatlas andere Zahlen veröffentlicht hätte. Das ist richtig. Hier ist aber zu beachten, was BA auf der einen Seite und BGW auf der anderen Seite unter "Vollzeit" verstehen. Während die Berufsgenossenschaft genau die Stunden der Beschäftigten abfragt, stammen die Zahlen der BA aus den "Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung". Und an die Sozialversicherung kann ein Arbeitgeber lediglich nur melden, ob ein Mitarbeiter Teilzeit oder Vollzeit beschäftigt ist.
Wo also die Berufsgenossenschaft ganz klar definiert, dass "Vollzeit" 39 Stunden pro Wochen bedeuten, ist es bei der Meldung an die Sozialversicherung jedem Arbeitgeber freigestellt, ob er 35, 37, 39 oder 40 Stunden pro Woche als "Vollzeit" erachtet. Dies haben wir uns von der BA noch einmal bestätigen lassen.
GehaltAngestelltePhysiotherapie2025VergleichTVöDArbeitsagentur
Neuerdings kommt eine entscheidende Komponente hinzu: Berechenbarkeit!
Wenn ich als Unternehmer ständig damit rechnen muss, dass irgendwer quasi über Nacht die Rahmenbedingung z.B. bei der Blankoverordnung verändert, muss ich dafür einen Risikopuffer bilden.
Diejenigen, die auf Basis der Rahmenbedingungen 2024 Verträge mit Therapierenden abgeschlossen haben, müssen nun die Einbußen anderweitig kompensieren.
Wie das funktioniert, konnte man bereits im Sparkassenreport 2025 (da gab es noch keine Veränderungen!) nachlesen: die Unternehmensgewinne brechen mit Ausnahme der größeren Therapieeinrichtungen ein, wobei letztere lediglich 8% des Gesamtmarktes ausmachen.
92% der Praxen geraten zunehmend unter Druck, während diejenigen, die das verursachen, via Barmerreport darauf verweisen, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden.
Fakt ist, dass Honorarkürzungen derzeit nicht weitergegeben werden können und der Druck zunimmt.
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Horatio72 schrieb:
Ich habe ende letzten Jahres wieder erhöht, diesmal sogar mehr als sonst. Jetzt bleibt das für die nächsten Jahre, grad weil mir wieder bewusst geworden ist wie schnell absprachen gekippt, Zuschläge gekürzt und Versprechen gebrochen werden.
Das wird heute immer wieder vergessen, wie schnell sich der Wind drehen kann und dass man dafür Rücklagen braucht.
Der Drittporsche, den mir die Barmer immer implizit unterstellt, liegt auf einem Rücklagenkonto und sichert die Arbeitsplätze im Unternehmen.
Die Krankenkassen müssen sich als öffentlicher Dienst ja keine Sorgen machen, weil die einfach die Versichertengelder für Verwaltungspaläste, 13 Monatsgehälter und Vorstandshonorare deutlich oberhalb des Bundeskanzlers verwenden können, ohne dass die sich von der hauseigenen Propagandapostille anmachen lassen müssen.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Horatio72Ich kann mich noch an die beschissene Zeit nach der Seehofer-Reform erinnern, wo wir fast in die Insolvenz gerutscht sind, weil innerhalb von 48 Stunden der Rezepteingang um 30% eingebrochen ist. Hat 6 Monate bis zur Normalisierung gedauert und bezahlt haben wir das ganz alleine.
Das wird heute immer wieder vergessen, wie schnell sich der Wind drehen kann und dass man dafür Rücklagen braucht.
Der Drittporsche, den mir die Barmer immer implizit unterstellt, liegt auf einem Rücklagenkonto und sichert die Arbeitsplätze im Unternehmen.
Die Krankenkassen müssen sich als öffentlicher Dienst ja keine Sorgen machen, weil die einfach die Versichertengelder für Verwaltungspaläste, 13 Monatsgehälter und Vorstandshonorare deutlich oberhalb des Bundeskanzlers verwenden können, ohne dass die sich von der hauseigenen Propagandapostille anmachen lassen müssen.
You made my day🤣
Bin damals bei Frau Fischer in die Physio eingestiegen, danach Schmidt etc.pp. Die Flachschippen haben das Vertrauen in die Politik längst zerstört.
In Sachsen-Anhalt wird in 2 Wochen ausbezahlt, da kann einem das Grausen kommen. Eigentlich wollte ich in 8 Jahren in Pension, Praxis verkaufen etc..
Kannsche mittlerweile knigge....
Quo vadis...?
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helmingas schrieb:
@Jens Uhlhorn hauseigene Postille!
You made my day🤣
Bin damals bei Frau Fischer in die Physio eingestiegen, danach Schmidt etc.pp. Die Flachschippen haben das Vertrauen in die Politik längst zerstört.
In Sachsen-Anhalt wird in 2 Wochen ausbezahlt, da kann einem das Grausen kommen. Eigentlich wollte ich in 8 Jahren in Pension, Praxis verkaufen etc..
Kannsche mittlerweile knigge....
Quo vadis...?
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Problem beschreiben
Jens Uhlhorn schrieb:
Die Kassen machen sich das sehr einfach. Sie rechnen ein Honorar einfach in einen Stundenlohn um und fertig. Nebenkosten der Leistungserbringung bleiben unberücksichtigt. Also Miete, Bürokratie und so ….
Neuerdings kommt eine entscheidende Komponente hinzu: Berechenbarkeit!
Wenn ich als Unternehmer ständig damit rechnen muss, dass irgendwer quasi über Nacht die Rahmenbedingung z.B. bei der Blankoverordnung verändert, muss ich dafür einen Risikopuffer bilden.
Diejenigen, die auf Basis der Rahmenbedingungen 2024 Verträge mit Therapierenden abgeschlossen haben, müssen nun die Einbußen anderweitig kompensieren.
Wie das funktioniert, konnte man bereits im Sparkassenreport 2025 (da gab es noch keine Veränderungen!) nachlesen: die Unternehmensgewinne brechen mit Ausnahme der größeren Therapieeinrichtungen ein, wobei letztere lediglich 8% des Gesamtmarktes ausmachen.
92% der Praxen geraten zunehmend unter Druck, während diejenigen, die das verursachen, via Barmerreport darauf verweisen, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden.
Fakt ist, dass Honorarkürzungen derzeit nicht weitergegeben werden können und der Druck zunimmt.
Wir haben uns als Kleinpraxis mit 30-Minuten-Takt(!) und ohne Tresenkraft (seit 1981) schon immer am TVöD (kommunal) orientiert, konnten diesem aber mit der um 1990 aufkommenden Grundlohnsummenbindung dann immer weniger folgen. Wir sind mit der Abkehr von der Grundlohnsummenbindung (2017, 2019) entsprechend den anschließenden schrittweisen deutlichen Erhöhungen unserer Vergütungen für die Angestellten zum TVöD-Niveau zurückgekehrt. Je nach abrechnungrelevanten Zusatzqualifikationen reichen die Monatsgehälter einer Vollzeitkraft bis zu den Medianwerten für eine Pflegefachkraft/einen Krankenpfleger und dies 12,8 mal im Jahr. Wir halten dies für angemessen. Können oder wollen viele Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen? Und wenn ja, warum?
Die erneute Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung ab 2027 kann es aktuell noch nicht sein. Der Wegfall der Versorgungspauschale bei der Blankoverordnung kann es mangels Volumen auch nicht sein.
Für die Zukunft wird eine erneute schleichende Abkehr vom TVöD-Niveau unausweichlich sein, sollte die Grundlohnsummenbindung über einen längeren Zeitraum beibehalten werden.
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anika666 schrieb:
Kommt drauf an, wie hoch der Fixkostenanteil pro Arbeitsstunde ist. Da zählt auch rein, wie viele Angestellte man hat, bzw. wieviele Arbeitsstunden geleistet werden. Und wohl auch, wo die Praxis liegt. Was man immer so hört, wird im Osten immer noch deutlich weniger bezahlt ( warum auch immer), das drückt natürlich auch das Medianentgelt.
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Papa Alpaka schrieb:
@anika666 👍 "kommt drauf an" - einer 39,5h-Therapeutin zahle ich in 30-Minuten-Taktung aktuell €4.360 monatlich; in der Zeit "dazwischen" haben sie die Freiheit, noch etwas Umsatz für die eigene Tasche zu generieren oder die Arbeit entspannter angehen zu lassen.
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anika666 schrieb:
@Papa Alpaka Da bist du aber wirklich am Maximum angekommen, was bezahlbar ist. Unter Umständen aber sicher machbar. Ich zahl etwas schlechter mit 25 Minutentakt, aber bei mir sind die Fixkosten pro Arbeitsstunde wahrscheinlich höher, da ich, wie die meisten, zu wenige Mitarbeiter habe.
Im Osten wird weniger gezahlt, weil es halt der Osten ist. Habe deshalb schon öfter in meiner aktiven Zeit mit meinen Chefinnen gesprochen. Die haben sich nur aufgeregt, das niemand bei ihnen anfangen will. Naja, mit 12,50€ (mein letzter Stundenlohn vor 5 Jahren) und 20 Tagen Urlaub bekommt man niemanden hinter dem Ofen vor. Als ich dann krankheitshalber ausgefallen bin, haben sie meiner Kollegin erstmal zumindest 14€ gezahlt. Jetzt bekommt sie 20€/h. Ich selbst bin nicht wieder eingestiegen, aufgrund einer Berufsunfähigkeit. Und für 14€ hätte ich auch nicht wieder angefangen.
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physiobaerbel schrieb:
@anika666
Im Osten wird weniger gezahlt, weil es halt der Osten ist. Habe deshalb schon öfter in meiner aktiven Zeit mit meinen Chefinnen gesprochen. Die haben sich nur aufgeregt, das niemand bei ihnen anfangen will. Naja, mit 12,50€ (mein letzter Stundenlohn vor 5 Jahren) und 20 Tagen Urlaub bekommt man niemanden hinter dem Ofen vor. Als ich dann krankheitshalber ausgefallen bin, haben sie meiner Kollegin erstmal zumindest 14€ gezahlt. Jetzt bekommt sie 20€/h. Ich selbst bin nicht wieder eingestiegen, aufgrund einer Berufsunfähigkeit. Und für 14€ hätte ich auch nicht wieder angefangen.
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tramper schrieb:
Was hier immer auf dem Osten rumgehackt wird 4000€ brutto könnt ich niemals zahlen.Kleinstpraxis mit 1 Angestellten,die 30h arbeitet und meine Wenigkeit.Die Miete ist heftig und all die Kosten rundum fressen viel.Ich als Chef acker weit mehr als 40h um alles ALLEIN stemmen zu können und Urlaube in der grossen weiten Welt sind nicht drin.12.50€ zahle ich natürlich auch nicht schon über 20 Euro und meine Mitarbeiterin ist seit 18 Jahren an meiner Seite...also kann ich ja nicht so Schitte sein.Unser Job steht mit vielen Dingen auf der Kippe,doch das ewige Thema Geld ist immerwieder der grösste Streitpunkt
Das Gefälle galt bis 2019. Trotzdem reiten viele PI weiterhin auf diesem Pferd weiter.
Für einen AN sind mittelgroße Praxen mit durchgehender Besetzung am Empfang und 20 min. Takt finanziell am Interessantesten.
Alternativ eine kleine Buzze anmieten, Kassenzulassung drauf und nur auf HB gehen.
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edith385 schrieb:
@physiobaerbel
Das Gefälle galt bis 2019. Trotzdem reiten viele PI weiterhin auf diesem Pferd weiter.
Für einen AN sind mittelgroße Praxen mit durchgehender Besetzung am Empfang und 20 min. Takt finanziell am Interessantesten.
Alternativ eine kleine Buzze anmieten, Kassenzulassung drauf und nur auf HB gehen.
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massu schrieb:
@edith385 bevor du falsche Tatsachen hier verbreitest, sei dir gesagt, das ist nicht vertragskonform. Unsere Verträge sehen eine Präsenz von mind. 25 Wochenstunden vor. Das ist der Vertrag!
Das mit der Präsenz ist nicht richtig.
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edith385 schrieb:
@massu
Das mit der Präsenz ist nicht richtig.
20- Minutentakt wäre für mich ein Grund gewesen, zu gehen. Wir hatten allerdings niemanden am Empfang, mussten Alles selbst machen.
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physiobaerbel schrieb:
@edith385
20- Minutentakt wäre für mich ein Grund gewesen, zu gehen. Wir hatten allerdings niemanden am Empfang, mussten Alles selbst machen.
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Problem beschreiben
GüSta schrieb:
In Ergänzung zu der von Friedrich Merz aufgezeigten „Gerechtigkeitslücke“ verweise ich auch auf die aktuellen Zahlen im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Danach beträgt das Medianentgelt (= das Durchschnittsgehalt der mittleren 50 % der Einkommensbezieher) für einen Physiotherapeuten 3.452 € mtl., für eine Pflegefachkraft 4.438 € und für einen Krankenpfleger 4.587 €. Die beiden letzteren Berufsgruppen werden weit überwiegend nach TVöD entlohnt, die Physiotherapeuten offensichtlich nicht. Frage: Können oder wollen viele (Physio)Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen?
Wir haben uns als Kleinpraxis mit 30-Minuten-Takt(!) und ohne Tresenkraft (seit 1981) schon immer am TVöD (kommunal) orientiert, konnten diesem aber mit der um 1990 aufkommenden Grundlohnsummenbindung dann immer weniger folgen. Wir sind mit der Abkehr von der Grundlohnsummenbindung (2017, 2019) entsprechend den anschließenden schrittweisen deutlichen Erhöhungen unserer Vergütungen für die Angestellten zum TVöD-Niveau zurückgekehrt. Je nach abrechnungrelevanten Zusatzqualifikationen reichen die Monatsgehälter einer Vollzeitkraft bis zu den Medianwerten für eine Pflegefachkraft/einen Krankenpfleger und dies 12,8 mal im Jahr. Wir halten dies für angemessen. Können oder wollen viele Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen? Und wenn ja, warum?
Die erneute Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung ab 2027 kann es aktuell noch nicht sein. Der Wegfall der Versorgungspauschale bei der Blankoverordnung kann es mangels Volumen auch nicht sein.
Für die Zukunft wird eine erneute schleichende Abkehr vom TVöD-Niveau unausweichlich sein, sollte die Grundlohnsummenbindung über einen längeren Zeitraum beibehalten werden.
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marc525 schrieb:
Mit der eigenen Praxis kommt man leider auch nicht besser voran, was bleibt denn am Ende übrig? Viele Überstunden, wenig Freizeit, geringfügige Rente, unterm Strich nur ein fleißiger Arbeiter. Für viel Geld kann man die Praxis auch nicht verkaufen , weil die Umsätze zu niedrig sind und waren.
Überstunden musst Du ja keine machen. Als PI kommst Du doch locker auf 100000 Euro Umsatz im Jahr und bei den KassenVorgaben für Räume kannst Du eine kleine Einheit anmieten. Du brauchst ja nur noch 23 qm Therapiefläche, aufgeteilt auf 2 Räume (8+15). Mehr nicht.
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edith385 schrieb:
@marc525
Überstunden musst Du ja keine machen. Als PI kommst Du doch locker auf 100000 Euro Umsatz im Jahr und bei den KassenVorgaben für Räume kannst Du eine kleine Einheit anmieten. Du brauchst ja nur noch 23 qm Therapiefläche, aufgeteilt auf 2 Räume (8+15). Mehr nicht.
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anika666 schrieb:
@edith385 Nur noch ist gut. Finde mal entsprechende Räumlichkeiten, die dann auch noch mit dem Baurecht , Stichwort Barrierefreiheit, übereinstimmen.
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TZMahlow schrieb:
Ich habe die Erfahrung gemacht (ich bin 63), dass mene MA, die das 55 Lebensjahr auch schon deutlich überschritten haben in keiner Weise weniger leistungsfähig sind, als die jüngeren, Sie "wollen" in der Regel nicht mehr so viel arbeiten, was ok ist, aber am "können" liegt es in der Regel nicht!
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edith385 schrieb:
Aus meiner Sicht spielt das Lebensalter eine sehr große Rolle. In meinen 30ern waren 40 oder 50 Stunden kein Problem. Mit 60 ist Vollzeit für viele PT sehr schwierig. Bis dahin muss man sich fast schon zwangsläufig in eigener Praxis selbständig gemacht haben. FM ist auch eine tolle Möglichkeit. Dies wird aber bekanntermaßen von der DRV bis aufs Messer bekämpft. Deutschland halt.
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Für 1700 Euro Netto muss man zuerst mal einen Doofen finden, der das mit sich machen lässt.
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edith385 schrieb:
2002 gab es noch verschiedene Preise. Bundeslandabhängig. Seit 2019 einheitlich.
Für 1700 Euro Netto muss man zuerst mal einen Doofen finden, der das mit sich machen lässt.
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anika666 schrieb:
Kein Mensch würde hier für so wenig arbeiten. Eine solche Bezahlung ist durch nichts gerechtfertigt. Wobei die Nettoangaben immer schwierig sind, bei Lohnsteuerklasse 5 kann so was rauskommen. Vergleichbar ist nur der Bruttoverdienst.
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marc525 schrieb:
@anika666 In den neuen Bundesländern häufig anzutreffen
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marc525 schrieb:
Ich bin 2002 nach Sachsen Anhalt gezogen, damals hat man schon 500 - 700 € netto weniger verdient. Bis heute ist der Unterschied geblieben.
Also, Alles gleich geblieben?
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pipis schrieb:
@marc525 2002 Physio 4000 DM, 35 q² 500 DM, 0,3 Bier 2,10 DM, Brötchen 30 Pfennig, Liter Benzin 1,90 DM, und heute 2026 Physio 4000 €, 20 Q² 600 €, 0,3 Bier 4,20 € Brötchen 90 ? cent Liter Benzin 2,40 €,
Also, Alles gleich geblieben?
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anika666 schrieb:
@marc525 Nochmal, vergleiche bitte nicht immer irgendwelche Nettogehälter. Nettogehälter sind nicht vergleichbar aufgrund der Steuerklassen.
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marc525 schrieb:
Aus meiner Sicht war dieser Beruf sehr schlecht bezahlt, 2002 hat man hier nur 800 € netto verdient, es war normal. Heutzutage verdienen hier viele Physiotherapeuten um die 1700 € netto . Es ist schon mehr. Aber man muss auch mal die Unkosten sehen. Im Verhältnis dazu hat sich nichts geändert. Verdienst verdoppelt, aber die Ausgaben auch verdoppelt. Also alles gleich geblieben. Schlecht bleibt schlecht, trotz vieler Fortbildungen, man bleibt leider nur eine Hilfskraft in unserem Gesundheitssystem. Die Wertschätzung fehlt leider.
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marc525 schrieb:
Es wäre in unserer Region schon ein super Verdienst, hier undenkbar, deshalb gibt es bei uns keine Physiotherapeuten mehr, mittlerweile alle in anderen Berufen geflüchtet.
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marc525 schrieb:
Ein Studium in unserem Beruf würde daher auch keinesfalls klappen, wer möchte nach einem Studium so wenig verdienen ? Anscheinend bekommt es keiner mit, oder ? Ein Mehrvergütung könnte keiner bezahlen. Oder möchte man die Behandlung in zwei Klassen einteilen?
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edith385 schrieb:
Da solltest Du mal dringend nach verhandeln.
Nicht im Osten allerdings.
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pt ani schrieb:
Hm. Meine Mitarbeiterin bekommt 3.120,- für 30 h. Berufsanfängerin nach dualem Studium.
Nicht im Osten allerdings.
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anika666 schrieb:
Das ist in keinem Szenario akzeptabel. Selbst bei einem 30 Minutentakt.
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Cotyar20 schrieb:
@edith385 ich bin nur Angestellte und habe da mehr Pflichten als Rechte ( bin aber immerhin seit kurzem Verdi Mitglied) und ich könnte nicht anders arbeiten, nur weil ich mehr Geld bekäme. Ich bin Physio geworden , um Menschen zu helfen
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Cotyar20 schrieb:
@marc525 es bleibt nicht viel netto, besonders auch bei den horrenden Benzinkosten und Reparaturkosten am eigenen Auto
Die Mobilitätskosten meiner durchschnittlichen Angestellten liegen bei €300 "inklusive alles", der Außendienst mit ~6.000km pro Monat kommt im etwas größeren Fahrzeug auf €850 monatlich. Das beinhaltet die Werkstattpauschale.
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Papa Alpaka schrieb:
@Cotyar20 der Weißwurstfürst hat schon 2007 vorgeschlagen, in Deutschland auf die Abhängigkeit von Benzinlieferungen zu verzichten aber wir wussten es (kollektiv) besser und haben hart dafür gekämpft, von der Zerstörung der Infrastruktur in Russland durch Russland und die im Nahen Osten durch die USA betroffen sein zu können.
Die Mobilitätskosten meiner durchschnittlichen Angestellten liegen bei €300 "inklusive alles", der Außendienst mit ~6.000km pro Monat kommt im etwas größeren Fahrzeug auf €850 monatlich. Das beinhaltet die Werkstattpauschale.
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Cotyar20 schrieb:
verdiene seit Jahren rund 3244 € (Brutto/Vollzeit) …
Wir haben keine TV's und das ist gut so, denn ohne die freie Gestaltungsmöglichkeit im Rahmen der Vertragsfreiheit würde ich meinen Laden sofort dicht machen. Und sag mir keiner, damit wäre weniger Schutz für den AN verbunden. Die AN wissen sehr genau, was sie wollen und können und sind selbstbewußt genug, ihre Bedingungen verantwortlich zu regeln. Andere MA würde ich auch gar nicht bei uns haben wollen. Ich kenne Umsatzrenditen von Kollegen von 60%, aber auch von 17%. Also wie soll ich da eine allgemeingültige Aussage treffen können.
Und letzlich kommt es meinen Leuten darauf an, was unter dem Strich rauskommt und wenn man da ein bisschen kreativ ist, kann man schon viel völlig legal optimieren.
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Cotyar20 schrieb:
Wenn meinst Du mit AN ? Selbstständige ?
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TZMahlow schrieb:
Diese Bruttolohndiskussion ist unselig und aus meiner Sicht nicht zielführend. Auch der ständige Verweis auf den TVöD ist müsig. Dieser TV hat dafür gesorgt, dass der öffentliche Dienst heute da ist, wo er ist. Auch die dumme SPD-Politik der Tarifvorbehalte ist in unserer Branche komplett widersinning.
Wir haben keine TV's und das ist gut so, denn ohne die freie Gestaltungsmöglichkeit im Rahmen der Vertragsfreiheit würde ich meinen Laden sofort dicht machen. Und sag mir keiner, damit wäre weniger Schutz für den AN verbunden. Die AN wissen sehr genau, was sie wollen und können und sind selbstbewußt genug, ihre Bedingungen verantwortlich zu regeln. Andere MA würde ich auch gar nicht bei uns haben wollen. Ich kenne Umsatzrenditen von Kollegen von 60%, aber auch von 17%. Also wie soll ich da eine allgemeingültige Aussage treffen können.
Und letzlich kommt es meinen Leuten darauf an, was unter dem Strich rauskommt und wenn man da ein bisschen kreativ ist, kann man schon viel völlig legal optimieren.
Solange auf breiter Basis AKZEPTIERT wird wie Physiotherapie in D Honoriert wird - wird sich NICHTS ändern!!!
In kaum einem anderen Beruf ist der Druck und die Erwartungshaltung an permanente gute Leistung so hoch wie in unserem Beruf: bei uns wird im 20min- Takt gearbeitet...volle Pläne....trotz Personal an der Anmeldung müssen Physios diesen "unter die Arme greifen", etc. und das zu einem geringeren Gehalt....
Gerechtigkeit wird es in D niemals geben - Veränderung der Strukturen und Anpassungen an tatsächliche Gegebenheiten: Fehlanzeige!!!
Dieser Beruf ist weiterhin jungen Menschen die vor der Berufswahl stehen nicht zu empfehlen....
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TZMahlow schrieb:
Was wäre denn ein „nicht geringes Gehalt „?
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sabine616 schrieb:
Vielleicht sollte die Denke generell mal anders ausfallen!
Solange auf breiter Basis AKZEPTIERT wird wie Physiotherapie in D Honoriert wird - wird sich NICHTS ändern!!!
In kaum einem anderen Beruf ist der Druck und die Erwartungshaltung an permanente gute Leistung so hoch wie in unserem Beruf: bei uns wird im 20min- Takt gearbeitet...volle Pläne....trotz Personal an der Anmeldung müssen Physios diesen "unter die Arme greifen", etc. und das zu einem geringeren Gehalt....
Gerechtigkeit wird es in D niemals geben - Veränderung der Strukturen und Anpassungen an tatsächliche Gegebenheiten: Fehlanzeige!!!
Dieser Beruf ist weiterhin jungen Menschen die vor der Berufswahl stehen nicht zu empfehlen....
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