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- Im ihrem letzten Heilmittelreport behauptet die BARMER, die Praxisinhaber würden die Vergütungssteigerungen der letzten Jahre nicht an ihre Angestellten weitergeben (wir berichteten). Nach offizieller Beschwerde beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) überarbeitet die Kasse den Report und kündigt kleinlaut an, im laufenden Jahr keine Fortsetzung der Gehaltsanalyse im Heilmittelreport mehr vorzunehmen. Ferner hätte sie für mögliche zukünftige Veröffentlichungen eine Vorab-Abstimmung mit dem BAS vereinbart.
- Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Dr. Carola Reimann bezichtigt in einer denkwürdigen Pressekonferenz einen Teil der Therapeuten, die Blankoverordnung offenbar als Instrument zur Einnahmeoptimierung misszuverstehen. Die gleiche Carola Reimann, die lt. APOTHEKE ADHOC zu ihrem Jahresgehalt von 319.400 Euro noch einmal einen Altersvorsorge-Zuschuss von sage und schreibe 121.241 Euro (und damit den höchsten Zuwachs aller AOK-Vorstände) erhält.
- Den Therapeuten wird auf Grund des Berichtes der FinanzKommission die „versorgungsbezogene Pauschale“ bei der Blankoverordnung gestrichen. Aber wie kam die FinanzKommission auf diese Idee? Laut dem BED (Bundesverband für Ergotherapeut:innen in Deutschland) stützte sie sich bei ihrer Einschätzung v. a. auf Abrechnungsdaten des AOK-Bundesverbandes. Die bereits vorliegenden Daten aus der laufenden gemeinsamen Evaluierung der Blankoverordnung hat die Kasse aber der FinanzKommission nicht übermittelt, ergo fanden sie dort auch keine Berücksichtigung. (Alles schön fein hier nachzulesen).
Wie aus Berliner Kreisen zu erfahren ist, verbreiten die Kassen den alten Mythos von den gierigen Praxisinhabern immer noch und immer wieder: Selbst und ständig Arbeitende würden sich auf Kosten der Beitragszahler die Taschen füllen und ihre Angestellten mit unterdurchschnittlichen Löhnen abspeisen.Wir haben recherchiert.
Kostenentwicklung
Die Kosten einer Praxis setzen sich im Großen und Ganzen aus drei Blöcken zusammen:
- • Personalkosten: Diese sind laut Berufsgenossenschaft seit 2019 um 47 Prozent gestiegen.
Um fair zu bleiben, muss man diese Kostensteigerungen noch gemäß einem Entscheid der Schiedsstelle gewichten. Dann sehen die Werte wie folgt aus:• Sachkosten: Laut offizieller Inflationsrate sind diese seit 2019 um 23 Prozent gestiegen.
• Raumkosten: Gemäß vdp-Immobilienpreisindex für Büromieten fand hier seit 2019 eine Steigerung von 16 Prozent statt.
• + 38 Prozent Personalkosten
=> Macht in Summe eine Kostensteigerung von: 41 Prozent.• + 2 Prozent Sachkosten
• + 1 Prozent Raumkosten
Einnahmenentwicklung
Die Erhöhungen der Heilmittelpreise fand in den letzten sieben Jahren stets linear statt. Daher betrachten wir hier exemplarisch die Entwicklung der Brot-und-Butterposition „KG-Einzel“:
- • KG-Einzel Anfang 2019: 21,11 Euro
=> Entspricht einer Einnahmesteigerung von lediglich 32 Prozent!• KG-Einzel Anfang 2025: 27,80 Euro
Legt man also beide Entwicklungen nebeneinander, bleibt vom Vorwurf der Gier und der Einnahmeoptimierung nicht mehr viel übrig.
Im Gegenteil, all den foulspielenden Funktionären möchte man am liebsten die Grafik unter die Nase reiben und zuraunen: Seid doch froh über all die Leistungserbringer, die Jahr für Jahr Euren Versorgungsauftrag - zum Teil auch gegen jedwede betriebswirtschaftliche Vernunft - sicherstellen; zumal sich kaum einer dieser Praxisinhaber einen jährlichen Altersvorsorge-Zuschuss von über 100.000 Euro je leisten können dürfte.
Friedrich Merz / physio.de
GehaltVergütungVergleichAOKBarmerBEDnachgehaktFinanzKommission
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Unsichtbar schrieb:
Tja. BWL für Arme. Die Kosten steigen halt nicht auf 100% der Einnahmen. Den „Gewinn" nennt man Umsatzrendite und macht 30% bis 40% aus ( ohne fiktiven Unternehmerlohn ). Das heißt die Kosten steigen bei 60% bis 70% des Umsatzes, also um beim Beispiel zu bleiben um 25% bis 29% vom Umsatz, bei mehr als 50% Vergütungssteigerung in diesem Zeitraum.
Vielleicht sollte eine Zahl noch geändert werden?
"• Raumkosten: Gemäß vdp-Immobilienpreisindex für Büromieten fand hier seit 2029 eine Steigerung von 16 Prozent statt."
Vermutlich auch 2019
Ein entspanntes Wochenende!
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Friedrich Merz schrieb:
Danke ;) So eben korrigiert...
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pt ani schrieb:
Dankeschön. Tut doch gut, das mal so zu lesen..
Vielleicht sollte eine Zahl noch geändert werden?
"• Raumkosten: Gemäß vdp-Immobilienpreisindex für Büromieten fand hier seit 2029 eine Steigerung von 16 Prozent statt."
Vermutlich auch 2019
Ein entspanntes Wochenende!
Und? Werden diese Zahlen ebenso öffentlichkeitswirksam korrigiert? Nein! Erfolgt Gegenrede? Ja, aber im kleinen Kreis. Lesen Patienten und deren Angehörige Physio.de? Nein.
Folglich bleibt alles, wie es ist. Also manchmal frag' ich mich ....
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Blumenkind schrieb:
Schön zu lesen! WIR wissen das und WIR können das auch belegen. Ich unterstelle: Die GKV'n, allen voran die AOK, wissen das auch. Aber sie lügen weiterhin und genau die Zahlen - öffentlichkeitswirksam präsentiert - bleiben in den Köpfen der Öffentlichkeit hängen. Das nennt man PR und diese Klaviatur beherrscht die AOK vorzüglich.
Und? Werden diese Zahlen ebenso öffentlichkeitswirksam korrigiert? Nein! Erfolgt Gegenrede? Ja, aber im kleinen Kreis. Lesen Patienten und deren Angehörige Physio.de? Nein.
Folglich bleibt alles, wie es ist. Also manchmal frag' ich mich ....
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Unsichtbar schrieb:
So ist es. Guck auf deinen Gehaltszettel von 2016 und heute und frag dich, ob sich dein Gehalt genauso wie die Vergütung annähernd verdoppelt hat?
von 16, 40 € ab Mai (AOK Bayern) bzw. 16,62 € ab März (VdEK) 2016 auf aktuell 29,63 € bei der "einfachen" KG sind es lt. meinem alten Texas Instruments- Taschenrechner 80,6 % bzw. 78,28 % an Mehr.
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GüSta schrieb:
@Unsichtbar
von 16, 40 € ab Mai (AOK Bayern) bzw. 16,62 € ab März (VdEK) 2016 auf aktuell 29,63 € bei der "einfachen" KG sind es lt. meinem alten Texas Instruments- Taschenrechner 80,6 % bzw. 78,28 % an Mehr.
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Unsichtbar schrieb:
@GüSta Es gibt halt nicht nur KG und nicht nur Bayern. Die fleißigen Verbände haben Durchschnittswerte vorliegen.
In den neuen Bundesländern sind es 100% und trotzdem wird dort schlecht bezahlt. Vielleicht liegt ja die Barmer nicht komplett daneben. Die Wahrheit liegt meist irgendwo in der Mitte.
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edith385 schrieb:
@GüSta
In den neuen Bundesländern sind es 100% und trotzdem wird dort schlecht bezahlt. Vielleicht liegt ja die Barmer nicht komplett daneben. Die Wahrheit liegt meist irgendwo in der Mitte.
ich liebe deinen Taschenrechner. Hat mich direkt an meinen Mathelehrer erinnert.
Und schon ist der Montag gerettet
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Andreas Bock schrieb:
@GüSta
ich liebe deinen Taschenrechner. Hat mich direkt an meinen Mathelehrer erinnert.
Und schon ist der Montag gerettet
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GüSta schrieb:
Frage: der Wegfall der Grundlohnsummenbindung erfolgte bereits (schrittweise) ab 2017. Warum bezieht sich dann der statistische Vergleich nicht auf diesen Zeitpunkt? Der Preis für 1 x KG belief sich bis 31.10.2017 bei unser AOK (Bayern) auf 16,40 € (danach auf 17,73 €) und beim VdEK bis 30.11.2017 auf 16,62 €, danach auf 17,80 €.
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pt ani schrieb:
@484 Ich habe mich nicht entschieden, eine große Immobilie zu kaufen. Ich zahle auch Miete. Wie vermutlich die meisten Arbeitgeber hier. Meine Güte.
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Papa Alpaka schrieb:
Dein Arbeitgeber kann sich einen Verbrenner als Dienstwagen leisten?!?
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JürgenK schrieb:
hm...hast du zuviel am Benbzin geschnüffelt???
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484 schrieb:
Ja das die Immobilien Preise gestiegen sind ist aber nicht das Problem des an Physio,… den du hast dich ja entschieden eine große Immobilie zu kaufen . Das ist ja dein privat Sache. Der an muss auch seine Miete zahlen können und essen. Vielleicht noch Auto damit er gut zur Arbeit kommt. Hausbesuche willst auch noch machen ,… dann muss Chef auch das Auto und Benzin stellen . Alles andere ist ein großes minusgeschäft für den an . Den das Auto kostet ja auch was . Und Versicherung . Am besten sagt man nö ich habe kein Auto.
Bleibt die Frage, wo die fehlenden neun Punkte herkommen sollen. Es gibt genau einen Bereich, in dem eine Praxis den Preis selbst festlegt: Privatpatienten und Selbstzahler. Nur ist der weniger frei, als er aussieht.
Private Krankenversicherer bemessen ihre Erstattung für Heilmittel zu einem erheblichen Teil an den GKV-Vergütungssätzen — das liegt mir schriftlich von einem Versicherer vor. In der Beihilfe ist die Kopplung teils vollständig: In Nordrhein-Westfalen werden die GKV-Sätze als Höchstbeträge übernommen. Und ab 2027 ist diese Bezugsgröße selbst gedeckelt, auf Grundlohnrate minus einen Prozentpunkt.
Damit wandert der Deckel mit. Was auf der GKV-Seite beschlossen wird, wirkt über die Bezugsgröße auch auf die private Seite — nur zeitversetzt und ohne dass es jemand so benennt. Die Differenz landet beim Patienten, und die Diskussion darüber führt die Praxis am Empfang: mit jemandem, der die Abrechnung seiner Versicherung in der Hand hält und nicht versteht, warum ein Rest übrig bleibt.
Über die GKV-Seite wissen wir dank Ihrer Recherche jetzt ziemlich genau Bescheid. Über die andere Seite weiß kaum jemand etwas — was ein Tarif tatsächlich erstattet, veröffentlichen die wenigsten Versicherer.
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pm-ps schrieb:
Die Gegenüberstellung 41 zu 32 könnte man weiterdenken, denn sie beschreibt nur einen Teil des Betriebs.
Bleibt die Frage, wo die fehlenden neun Punkte herkommen sollen. Es gibt genau einen Bereich, in dem eine Praxis den Preis selbst festlegt: Privatpatienten und Selbstzahler. Nur ist der weniger frei, als er aussieht.
Private Krankenversicherer bemessen ihre Erstattung für Heilmittel zu einem erheblichen Teil an den GKV-Vergütungssätzen — das liegt mir schriftlich von einem Versicherer vor. In der Beihilfe ist die Kopplung teils vollständig: In Nordrhein-Westfalen werden die GKV-Sätze als Höchstbeträge übernommen. Und ab 2027 ist diese Bezugsgröße selbst gedeckelt, auf Grundlohnrate minus einen Prozentpunkt.
Damit wandert der Deckel mit. Was auf der GKV-Seite beschlossen wird, wirkt über die Bezugsgröße auch auf die private Seite — nur zeitversetzt und ohne dass es jemand so benennt. Die Differenz landet beim Patienten, und die Diskussion darüber führt die Praxis am Empfang: mit jemandem, der die Abrechnung seiner Versicherung in der Hand hält und nicht versteht, warum ein Rest übrig bleibt.
Über die GKV-Seite wissen wir dank Ihrer Recherche jetzt ziemlich genau Bescheid. Über die andere Seite weiß kaum jemand etwas — was ein Tarif tatsächlich erstattet, veröffentlichen die wenigsten Versicherer.
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Horatio72 schrieb:
Danke. Das die Kassen das behaupten stört mich relativ wenig, Das ein Teil meiner Mitarbeiter das allerdings glauben macht es mir nicht unbedingt einfacher. 2 Davon haben in den letzten Jahren meine Praxis verlassen weil sie dachten es ginge noch mehr. Das beide mittlerweile schon die 3. Stelle haben und auch dort nicht glücklich sind mag mir im ersten Moment etwas Genugtuung verschaffen und auch den Beweis erbringen das es doch ganz gut war bei mir, hat mich damals allerdings fast meine Praxis gekostet. Und auch die Toms, Unsichtbars etc hier tun ihr seiniges dazu. Ich bin mir sicher das es wie überall schwarze Schafe gibt, aber die Verallgemeinerung das ALLE PI Ausbeuter sind mag als Argumenr für unsre Lügenkassen gelten. Untereinander ist es nichts anderes als niederträchtige Nestbeschmutzung, möglich durch Anonymität.
Weil selbst der größte Stuß (Barmer-Report) Widerhall in den Medien findet, ist er wirksam.
Am Ende glauben das sogar Vertreter politischer Parteien und diskutieren entsprechend.
Uns muss klar sein, dass wir das Hase und Igel-Spiel regelmäßig verlieren, weil die Kassen Versichertengelder in nahezu unbegrenzter Höhe gegen uns einsetzen können, während uns nur die Mittel der Berufsverbände zur Verfügung stehen.
Uns bleibt nur, unsere Handlungen auf den Umstand abzustellen und uns entsprechend unternehmerisch zu verhalten. Sprich: wir dürfen keine Leistungen verschenken, auch wenn die Patienten das noch so sehr brauchen.
Außerdem müssen wir aufhören, unsere Kräfte auf die Empörung über derlei Dinge zu verschwenden.
Die Kassen verbreiten absichtlich und fortlaufend die Unwahrheit um ein politisches Ziel zu verfolgen.
Es wird Zeit, nicht auch noch die andere Wange hinzuhalten.
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Jytte schrieb:
@Jens Uhlhorn Verstehe ich das unternehmerische Verhalten richtig im Sinne, dass es wieder (wie schon 1995 und 2004) um die Erweiterung des sekundären Gesundheitsmarktes geht, wenn ich als Physio meine Existenz erhalten muss? Wer versorgt die multimorbiden Pat., die auch interdisziplinäre Arbeit erfordern, im ländlichen Raum? Es sind die kleinen Praxen und wir werden die zweite Wange hinhalten müssen.
Es wird aber nicht nur um den Selbstzahlermarkt gehen. Es geht um die Kürzung von Therapiezeiten und Ausdünnung des Leistungsspektrums bei z.B. bei MLD und Hausbesuchen.
Das ist für jede Therapeutenseele äußerst schwierig aber wenn der Spielraum mit mathematischer Präzision schrumpft, ist nur noch die Frage, ob Patienten oder Therapeuten den Preis zahlen.
Das wird man dann vor Ort entscheiden müssen und ich befürchte, die Antwort auf die Frage wird überwiegend zu Lasten der Therapierenden getroffen.
Wir laufen in den gleichen Flaschenhals wie vor 10 Jahren und wir wissen, wie das ausgeht.
Niedrigere Einkommen, niedrigere Renten und Rücklagen und Praxiswerte, die auf null fallen.
Den Preis werden erneut besonders die Frauen zahlen, die "nebenbei" noch Care-Tätigkeiten leisten.
Ich berate seit 27 Jahren auch betriebswirtschaftlich Therapiepraxen und kann gar nicht ausdrücken, wie satt ich die Gespräche bei weinenden Menschen in der Küche habe, die plötzlich erkennen, dass sie selbst den Preis zahlen und das auch nicht mehr reversibel ist.
Es ist, als stellte man eine Quittung über 300.000€ und noch viel mehr aus, die diese Menschen für das System geleistet aber nicht bezahlt bekommen haben.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Jytte Ich weiß, wie schwierig das ist.
Es wird aber nicht nur um den Selbstzahlermarkt gehen. Es geht um die Kürzung von Therapiezeiten und Ausdünnung des Leistungsspektrums bei z.B. bei MLD und Hausbesuchen.
Das ist für jede Therapeutenseele äußerst schwierig aber wenn der Spielraum mit mathematischer Präzision schrumpft, ist nur noch die Frage, ob Patienten oder Therapeuten den Preis zahlen.
Das wird man dann vor Ort entscheiden müssen und ich befürchte, die Antwort auf die Frage wird überwiegend zu Lasten der Therapierenden getroffen.
Wir laufen in den gleichen Flaschenhals wie vor 10 Jahren und wir wissen, wie das ausgeht.
Niedrigere Einkommen, niedrigere Renten und Rücklagen und Praxiswerte, die auf null fallen.
Den Preis werden erneut besonders die Frauen zahlen, die "nebenbei" noch Care-Tätigkeiten leisten.
Ich berate seit 27 Jahren auch betriebswirtschaftlich Therapiepraxen und kann gar nicht ausdrücken, wie satt ich die Gespräche bei weinenden Menschen in der Küche habe, die plötzlich erkennen, dass sie selbst den Preis zahlen und das auch nicht mehr reversibel ist.
Es ist, als stellte man eine Quittung über 300.000€ und noch viel mehr aus, die diese Menschen für das System geleistet aber nicht bezahlt bekommen haben.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Hier liegt ein Missverständnis vor. Es handelt sich nicht um eine fehlinterpretierte Faktenlage, sondern um gezielt verbreitete Informationen im Umfeld von Verhandlungen.
Weil selbst der größte Stuß (Barmer-Report) Widerhall in den Medien findet, ist er wirksam.
Am Ende glauben das sogar Vertreter politischer Parteien und diskutieren entsprechend.
Uns muss klar sein, dass wir das Hase und Igel-Spiel regelmäßig verlieren, weil die Kassen Versichertengelder in nahezu unbegrenzter Höhe gegen uns einsetzen können, während uns nur die Mittel der Berufsverbände zur Verfügung stehen.
Uns bleibt nur, unsere Handlungen auf den Umstand abzustellen und uns entsprechend unternehmerisch zu verhalten. Sprich: wir dürfen keine Leistungen verschenken, auch wenn die Patienten das noch so sehr brauchen.
Außerdem müssen wir aufhören, unsere Kräfte auf die Empörung über derlei Dinge zu verschwenden.
Die Kassen verbreiten absichtlich und fortlaufend die Unwahrheit um ein politisches Ziel zu verfolgen.
Es wird Zeit, nicht auch noch die andere Wange hinzuhalten.
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Shia schrieb:
?
Was willst du damit sagen?
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Akede schrieb:
KGG Satz jetzt einheitlich für alle Behandlungen...
Geteilt und ausgedruckt. Die Druckversion kommt auf den Tresen und in den Wartebereich.
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Jytte schrieb:
Danke Herr Merz! thumbsup
Geteilt und ausgedruckt. Die Druckversion kommt auf den Tresen und in den Wartebereich.
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