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Schulter: Vorteile des exzentr.Ktafttrainings bei subacromialen Problemen
Exzentrisches Krafttraining bei subakromialem Schmerzsyndrom
Die Spezifizierung schneidet im Vergleich zu allgemeinem Übungsprogramm erfolgreicher ab.
23.05.2019 • 0 Kommentare

Verschiedene Bewegungsprogramme bei subakromialem Schmerzsyndrom (SAPS) zeigten in vielen Studien eindeutig ihre Wirksamkeit und standen den operativen Eingriffen in nichts nach. Nun wollten die Autoren Burkhart, Morgan und Kibler wissen, ob ein spezifisches Krafttraining der Schulteraußenrotatoren eine besonders effektive Wirkung hat.

An der Studie nahmen 48 Probanden mit der Diagnose SAPS teil. Die Forscher teilten 25 Teilnehmer randomisiert der Interventionsgruppe zu, 23 der Kontrollgruppe. Die Testungen erfolgten zu Beginn nach Woche drei und sechs sowie sechs Monate nach Beendigung der Intervention. In den sechs Wochen Aktivität leitete ein Physiotherapeut die Probanden viermal an. Die täglichen Übungen mussten die Patienten eigenständig ausführen.

Programm der Interventionsgruppe:
• Exzentrisches Training der Schuteraußenrotatoren mit 3 x 15 Wiederholungen täglich
• Skapularetraktion gegen den Wiederstand eines elastischen Bandes mit 2 x 10 Wiederholungen täglich
• Dehnung der posterioren Schulter mit 3 x 30-45 Sekunden täglich

Programm der Kontrollgruppe:
• Aktives Bewegungsausmaß im Stand ohne Wiederstand für Flexion in der Sagittalebene und Abduktion in der Frontalebene mit 2 x 10 Wiederholungen täglich
• Scapularetraktion gegen den Wiedertand eines elastischen Bandes mit 2 x 10 Wiederholungen täglich
• Dehnung der posterioren Schulter mit 3 x 30-45 Sekunden täglich

Die Patienten übten im maximalen tolerierbaren Bewegungsausmaß mit angepassten Stärken der Gymnastikbänder. Verschlimmerten sich die Symptome, senkten die Betreuer die Belastung. Das Band war ab der Startposition gespannt. Während des Trainings assistierte die kontralaterale Hand bei der konzentrischen Phase und brachte den Übungsarm in die endgradige Außenrotation. Diese Position hielt der Patient zwei Sekunden, bevor er innerhalb drei Sekunden eine abbremsende Bewegung zurück in die Startposition vollzog. Der Widerstand bzw. die Stärke des Gymnastikbandes war so gewählt, dass der Proband nicht mehr als 15 bis 18 Wiederholungen schaffte.
Die Dehnung des posterioren Teiles der Schulter vollzog sich in einer horizontalen Adduktion, den Oberkörper kreuzend gedehnt. Der kontralaterale Arm hielt den Arm in der Dehnung.

Ergebnis:
Zu allen Zeitpunkten der Testung konnte in der Hauptmessung ein signifikanter Unterschied zu Gunsten der Interventionsgruppe gemessen werden. Auch bei der Kraftmessung der Außenrotatoren, Innenrotatoren und Abduktoren schnitt die Interventionsgruppe signifikant besser ab. Nicht profitieren konnte das Bewegungsausmaß, das in beiden Gruppen die gleichen Ergebnisse erzielte.

Zusammenfassung:
Kraft, Schmerz und Funktion zeigten beim exzentrischen Trainingsprogramm für die Schulteraußenrotatoren nach sechs Monaten bessere Ergebnisse als bei der Kontrollgruppe. Ein exzentrisches Training für die SAPS ist deshalb empfehlenswert.
Experten kritisieren die eher unspezifische Dehnung der posterioren Schulter. Die Verkürzung der posterioren Schulterkapsel stehe aber nach Untersuchungen eng im Zusammenhang mit einem Impingement-Syndrom. Eine spezifischere Dehnung sei demnach erfolgversprechender.

Literatur:
[1] Burkhart SS, Morgan CD, Kibler WB. The disabled throwing shoulder: spectrum of pathology Part I: pathoanatomy and biomechanics. Arthroscopy. 2003;19:404-420?


Ul.Ma. / physio.de

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