Wir sind ein Team von 12
Physiotherapeuten und 4
Rezeptionsfachkräften in
Garmisch-Partenkirchen.
Wöchentliche Fachbesprechung und
interne wie externe Fortbildungen
sind eine Selbstverständlichkeit.
Für den
orthopädischen/chirurgischen
Haupttätigkeitsbereich in moderner
physiotherapeutischen Praxis mit
computergestützter medizinischer
Trainingstherapie suchen wir
eine/en Physiotherapeut/in in
Vollzeit.
Manuelle Therapie und KGG
erforderlich, Bachelorabschluss
wäre wünschenswert.
...
Physiotherapeuten und 4
Rezeptionsfachkräften in
Garmisch-Partenkirchen.
Wöchentliche Fachbesprechung und
interne wie externe Fortbildungen
sind eine Selbstverständlichkeit.
Für den
orthopädischen/chirurgischen
Haupttätigkeitsbereich in moderner
physiotherapeutischen Praxis mit
computergestützter medizinischer
Trainingstherapie suchen wir
eine/en Physiotherapeut/in in
Vollzeit.
Manuelle Therapie und KGG
erforderlich, Bachelorabschluss
wäre wünschenswert.
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Alles gut?
Einige im Bericht genannte Zahlen beruhigen auf den ersten Blick. So liegt der durchschnittliche Jahresumsatz der Praxen inzwischen bei 471.000 Euro, der Umsatz pro Vollzeitkraft bei 115.200 Euro – Tendenz (ohne die anstehenden Kürzungen) steigend. Auch die Investitionsbereitschaft bleibt hoch: Rund 390 Millionen Euro flossen 2025 in die Branche, für 2026 sind bereits mehr als 370 Millionen Euro eingeplant. Wer nur diese Kennziffern liest, könnte meinen, der Physiotherapiemarkt sei vor allem eines: gesund.
Allerdings schrumpft die Menge an behandelten PatientInnen pro TherapeutIn stetig. Durchschnittlich arbeiten 5,6 therapeutische MitarbeiterInnen in einer Praxis. Wegen der hohen Teilzeitquote entspricht das schlussendlich allerdings nur 4,24 Vollzeitäquivalenten. 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit.
Gleichzeitig werden Praxen größer. Moderne Therapie findet nicht mehr im Kämmerlein mit Liege, sondern im Trainingsraum statt, der wesentlich mehr Platz benötigt. Die durchschnittliche Gesamtfläche beträgt 162,7 Quadratmeter, davon 85,3 Quadratmeter Therapiefläche. 362 der 500 Praxen gaben an, eine Trainingsfläche zu besitzen, die im Schnitt 46,5 Quadratmeter groß ist. Zunächst bedeutet das Mehrkosten, denn 63,8 Prozent der Einrichtungen arbeiten in gemieteten Räumen mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 9,54 Euro pro Quadratmeter.
Selbstzahlerleistungen steigen
Diese Fläche muss natürlich auch bespielt werden. Physiotherapiepraxen versuchen zunehmend Einnahmen zu generieren, die sie von den Krankenkassen unabhängig machen, wobei nach wie vor Wellnessangebote (vor allem Massagen) mit über 80 Prozent zu den am häufigsten angebotenen Leistungen zählen. Knapp ein Drittel der Praxen gibt an, Sport auf der Trainingsfläche zu verkaufen. Der durchschnittliche Monatsbeitrag liegt hier inzwischen bei 54,82 Euro, nach 51,57 Euro im Vorjahr und 36,65 Euro im Jahr 2023. Auffällig ist dabei nicht nur der Preisanstieg, sondern auch die Zahlungsbereitschaft: Der Report verweist darauf, dass der durchschnittliche Monatsumsatz pro Mitglied über dem Vergleichswert des Fitnessmarkts liegt.
Der Kampf ums Personal
Im Gegensatz zur Behauptung seitens der gesetzlichen Krankenversicherer stiegen die Honorare der Angestellten in den letzten Jahren erheblich an. Derzeit liegt das Einstiegsgehalt für Berufseinsteiger bei durchschnittlich 2.991 Euro brutto; für neue MitarbeiterInnen mit Berufserfahrung werden im Schnitt 3.773 Euro brutto gezahlt. Hier liegt ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 241 Euro beziehungsweise 6,8 Prozent vor.
Dabei herrschen deutschlandweit erhebliche Unterschiede zwischen den gezahlten Honoraren. Berufserfahrene erhalten in Sachsen durchschnittlich 3.600 Euro, während im teureren Hamburg im Mittel knapp 4.000 Euro Gehalt üblich sind. Insgesamt rangierten die gezahlten Gehälter für Berufserfahrene zwischen 2.700 und 4.900 Euro Brutto, Berufseinsteiger erhielten zwischen 2.200 und 3.800 Euro Brutto.
Gewinne ausreichend für die Zukunft?
Die wirtschaftliche Lage wird von 58,8 Prozent der Praxen als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet. Das ist besser als im Vorjahr. Zugleich erzielen rund 80 Prozent der Einrichtungen, die Angaben zum Gewinn machten, einen Jahresgewinn von bis zu 100.000 Euro – eine solide Zahl, bei der natürlich bedacht werden muss, dass diese in vielen inhabergeführten Praxen zugleich Unternehmerlohn, Risikoprämie, Vorsorgebasis und Investitionsreserve darstellen.
Unter Wert verkauft?
Als sehr praxisrelevant stellen sich die Zahlen zur Gestaltung der Privatpreise dar, da hier immer wieder über „branchenunübliche“ Forderungen diskutiert werden muss. Hier herrscht eine bemerkenswerte Diskrepanz in der Praxislandschaft: 43,4 Prozent der Praxen berechnen ihren Tarif auf Grundlage der Beihilfepreise, 39,5 Prozent auf Grundlage der GKV-Preise – mit erheblichen Unterschieden in der Preispolitik.
35 Prozent der „Beihilfe orientierten“ Praxen gaben an, den Faktor 1, also den bloßen Beihilfesatz zu berechnen, 47 Prozent berechneten den 1,2-fachen Satz. Damit liegt eine KG bei diesen Praxen zwischen 29,70 Euro (und damit auf dem Niveau des GKV-Preises!) und 34,80 Euro.
Wer sich an den GKV-Honoraren orientiert, kalkuliert einem „Spezialistenberuf“ angemessener: 33,1 Prozent dieser Praxen berechnen einen Preis des 1,5 bis 1,7-fachen des GKV-Preises, 25,7 Prozent verlangen das 1,8-fache des GKV-Honorars. Bei einer KG, die derzeit mit 29,63 Euro vergütet wird, entspricht das zwischen 44,44 Euro und 53,30 Euro pro Behandlung.
Das erklärt natürlich, warum letztere sich regelmäßig über zu hohe Preise rechtfertigen müssen – Versicherer werden liebend gern die Dumping-Preise als „branchenüblich“ betiteln.
Abseits davon geben 41 Prozent der Praxen an, keine Ausfallrechnungen auszustellen. Sind das alles Zeichen geringer Wirtschaftskompetenz? 8 Prozent der Befragten sehen sich lediglich als UnternehmerIn, 92 Prozent vor allem als TherapeutIn, nur 9,4 Prozent der TeilnehmerInnen geben an, über betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu verfügen.
Ein wachsender Graben oder ein Zeichen von Entwicklung?
Der Bericht illustriert, was beim aufmerksamen Blick durch die Branche schon lange auffällt: Physiotherapie verändert sich. Auf der einen Seite wirtschaftlich immer stärker unter Druck geratende Kleinstpraxen, auf der anderen Seite florierende Zentren mit zahlreichen MitarbeiterInnen. Hier steht noch die vergilbte Behandlungsbank, dort betritt der Besucher die topmoderne Trainingsfläche. An der einen Stelle haben TherapeutInnen Angst, zu viel Geld zu verlangen (schließlich will man ja den Menschen helfen) eine Straße weiter wird fast das Doppelte gezahlt, denn professionelles Personal soll auch anständig bezahlt werden.
Der Trend ist klar: Während neue Praxen größer und wirtschaftlicher werden, wird es den kleinen „traditionellen“ Praxen in Zukunft immer schwerer fallen, auf dem Markt zu überleben. Zu groß ist der Kostendruck und der Anspruch nachrückender KollegInnen aus Ausbildung und Studium an ein ansprechendes Arbeitsumfeld, zu attraktiv die Möglichkeit, in großen Praxen bürokratische Prozesse zu bündeln und so die Marge zu erhöhen.
Was das für den ländlichen Bereich bedeutet, muss diskutiert werden. Hier ist es oft schon üblich, mehr als eine Stunde zum Facharzt zu fahren. Bei der Physiotherapie wird das wohl in naher Zukunft nicht anders sein.
Wer sich die detaillierten Zahlen anschauen möchte, findet die gesamte Studie hier. Dafür muss eine kostenlose Registrierung vorgenommen werden.
Daniel Bombien / physio.de
EckdatenstudieWirtschaftslageKalkulationSelbstständigePhysiotherapieGehalt
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marc525 schrieb:
Deshalb ist eine ein Personenpraxis optimal, einfach 40 Stunden pro Woche arbeiten und alles ist gut
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