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Gastbeitrag
Alles andere sind Fake News
Physio durchforstet die Aufsichtsakte zum BARMER-Heilmittelreport 2024 und findet die Zahl, gegen die die Aufsicht Bedenken hatte, in der Grundlage zum GKV-Sparpaket wieder.
13.10.2026 • 9 Kommentare

Der Absender ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) in Bonn. Der gelbe Umschlag lag mittags auf dem Küchentisch, meine Frau hatte ihn vom Postboten angenommen, förmliche Zustellung. Ich hatte mir für den Abend ein Bad vorgenommen. Wer mich kennt, weiß, dass ich Badeenten sammle und mich regelmäßig in der Wanne um sie kümmere. Daraus wurde nichts.

Angefangen hatte das gut zwei Wochen vorher mit einem Kommentar unter einem meiner Beiträge im Netz. Ich hatte über den Bericht der FinanzKommission Gesundheit geschrieben (die Grundlage für das Spargesetz) und darin stand ein Absatz über den Heilmittelreport der BARMER. Ich schrieb: Die Rechnung darin habe die Aufsichtsbehörde im Frühjahr 2025 beanstandet, die BARMER habe ihre Gehaltsanalyse daraufhin ausgesetzt aber im Bericht der Kommission stehe die Zahl trotzdem, ohne ein Wort dazu.

Darunter meldete sich Nikolaus Schmitt, einer der beiden Autoren des Reports und Forschungskoordinator am BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung. „Um der Wahrheit die Ehre zu geben“: Er habe den Report „intensiv mit dem BAS durchgesprochen“. Dass die Arbeitnehmer-Gehälter hinter den Vergütungen für Praxisinhaber zurückblieben, sei „auch vom BAS nicht bestritten“ worden.
„Daher ist diese Analyse nunmehr sogar mit amtlicher Bestätigung weiterhin im Report. Alles andere sind Fake News, ich war dabei.“
Ich war nicht dabei. Also habe ich am selben Abend die Behörde gefragt, was dabei war. Ein kurzer Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz, über die Plattform FragDenStaat.

Worum es geht
Der Heilmittelreport der BARMER erschien Ende Juli 2024. Seine Botschaft verbreitete sich schnell: Die Umsätze der Physiotherapiepraxen seien in fünf Jahren um fast 58 Prozent gestiegen, die Gehälter der Angestellten nur um gut 29. Nur etwa die Hälfte davon komme bei den Angestellten an. Die Klage der Praxisinhaber über den Fachkräftemangel sei deshalb „zu einem Teil selbst verursacht“. Die Zahl machte die Runde. In den Fachmedien, in sozialen Medien, im Pausenraum und irgendwann auch im Gehaltsgespräch. Das war damals der Tenor.

Was kaum jemand dazu sagte: Für die in den Praxen tatsächlich gezahlten Gehälter gibt es eine Statistik, die das Gesetz als Nachweis vorschreibt: die Statistik der Berufsgenossenschaft BGW, bei der jede Praxis ihre Beschäftigten zur Unfallversicherung anmeldet. Dort ist also jeder Angestellte erfasst, Vollzeit, Teilzeit, Minijob. Die BARMER hat diese Statistik nicht erwähnt. Sie hat Zahlen der Arbeitsagentur genommen, in denen lt. BAS nur Vollzeitkräfte zum Jahresende stehen – ein Bruchteil der in der Branche Beschäftigten also. Und nach den BGW-Zahlen lag die Gehaltssteigerung bei 43 Prozent (statt der 29,4 Prozent nach den Zahlen der Arbeitsagentur).

Die Heilmittelverbände beschwerten sich im Oktober 2024 bei der Aufsicht (wir berichteten). Im Mai 2025 meldeten Verbände und Fachpresse das Ergebnis: Das Bundesamt hat den Report beanstandet. Die BARMER überarbeitet ihn und setzt die Gehaltsanalyse aus (wir berichteten erneut). So weit war es öffentlich. Der Schriftwechsel dahinter blieb es nicht – also was die Behörde im Einzelnen kritisierte und was die BARMER darauf geantwortet hatte. Das kannten nur die Beteiligten. Herr Schmitt gehörte dazu, ich nicht.

Während ich auf die Antwort aus Bonn wartete, legte Herr Schmitt in einem zweiten Kommentar nach. Er schrieb: Wer
„nach intensiver Prüfung durch das BVA schriftlich bestätigt bekommt, dass die Aussagen zur Gehaltsentwicklung weiterhin bestehen bleiben dürfen, hat eine quasi amtliche Freigabe“.
Die 43 Prozent der BGW würden zwar stimmen, enthielten nach seiner Darstellung aber den Zuwachs an Angestellten. Sachgerecht abgezogen lande man laut Schmitt ‚deutlich unter 40 Prozent‘. Auch deshalb, so Schmitt, habe das BAS die Zahl des Reports nicht beanstandet, „weil sie auch mit den BGW-Zahlen bestätigt wird“.

Aus der amtlichen Bestätigung war eine quasi amtliche Freigabe geworden. Und die Behörde hieß auf einmal BVA. Das Bundesversicherungsamt gibt es seit 2020 nicht mehr.

Dann lag der gelbe Umschlag auf dem Tisch.

Die Akte
Die Akte liegt mir vollständig vor. Hier nur die Stellen, die zu den beiden Kommentaren gehören.

Im Oktober 2024 antwortet die BARMER der Aufsichtsbehörde auf die Beschwerde. Ihr Fazit zur Gehaltsentwicklung endet mit dem Satz: „An keiner Stelle haben wir fachlich und sachlich unbelegte oder falsche Aussagen getroffen.“

Im Februar 2025 schreibt das Bundesamt zurück – sieben Seiten an den Vorstand der BARMER. Der Report stehe „bereits wiederholt“ in der Kritik. Durch das Weglassen der BGW-Statistik sei das Gesetz „verfälscht“ wiedergegeben, und die Zahlen der Arbeitsagentur erfassten nur einen Bruchteil der Beschäftigten, rund 61.000 Meldungen im Entgeltatlas 2024 gegenüber 246.117 Beschäftigten in der BGW-Statistik für 2022. Die BARMER hatte erklärt, die BGW zähle eben auch Angestellte ohne therapeutische Tätigkeit mit, und denen seien die größeren Gehaltssprünge zugebilligt worden. Antwort der Behörde: „Als abwegig erachten wir Ihre Schlussfolgerung.“

Zu den 43 Prozent, die Herr Schmitt in seinem zweiten Kommentar zu hoch fand, steht dort auch etwas: Die Zahl fußt auf dem Entgelt je Arbeitsstunde. Mehr Angestellte bedeuten mehr Stunden, der Zuwachs kürzt sich heraus. Die Behörde nennt die Rechnung „ein valides Ergebnis“, die Methode der BARMER ergebe „keine überlegene Aussage“. Selbst die BARMER-Methode kommt laut ihrer eigenen Stellungnahme auf 36,5 Prozent. Im Report stehen aber 29,4!

Dann die Videokonferenz, bei der Herr Schmitt dabei war. Am selben Nachmittag schickt sein Institut der Behörde eine Mail: Zwei Abbildungen im Report seien fehlerhaft, in einer seien die Werte vertauscht, eine Quellenangabe stimme nicht, man werde eine neue Fassung erstellen. Die Behörde legt nach: sie bittet sowohl das Gesetz vollständig zu zitieren als auch eine Quellenangabe zur Zahl der Betriebe zu korrigieren. Die BARMER sagt alles zu. Im April 2025 erscheint dann die korrigierte Fassung.

Das ist herausgekommen, als Herr Schmitt dabei war. Vier Monate vorher hatte die BARMER noch geschrieben, sie habe an keiner Stelle falsche Aussagen getroffen.

Am Ende hält die Behörde intern fest, was bleibt. Die BARMER habe die Bedenken gegen ihre Datengrundlage und gegen den Schluss, bei den Angestellten komme zu wenig an, „nicht ausräumen“ können. Im Abschlussbrief an den Vorstand der BARMER steht, die Analyse habe „eine beachtliche Unsicherheit“, die offengelegt hätte werden müssen, und die Vorwürfe erzeugten „ein negatives Image einer gesamten Gruppe“. Die BARMER plane für dieses Jahr keine Fortsetzung der Gehaltsanalyse. Bei einer Wiederaufnahme möchte die Behörde den Entwurf vorab sehen. Der Report 2025 der BARMER behandelt nur noch Hilfsmittel. Eine neue Gehaltsanalyse gibt es bis heute nicht.

Weiter konnte die Behörde damals nicht gehen. Sie darf nur bei eindeutigen Rechtsverstößen eingreifen. Und eine Kasse darf eine Meinung haben. Die Gehaltsanalyse selbst bewertet sie „auch nicht als Falschaussage“, weil die BARMER ihre Datenquelle nennt. Ein Verbot gab es nie. So weit hat Herr Schmitt vom BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung recht.

Die Kommission
Im März 2026 legte dann die FinanzKommission Gesundheit ihren Bericht vor, 484 Seiten, im Auftrag der Bundesregierung. Auf Seite 197, im Kapitel Heilmittel, steht: Praxiseinnahmen plus 57 Prozent, Gehälter plus 29. Quelle: Schmitt und Wende 2024, der BARMER-Heilmittelreport.

Kein Wort davon, dass die Aufsicht ein Jahr vorher Bedenken gegen die Grundlage dieser Zahl hatte. Bedenken, die die BARMER auch nicht ausräumen konnten. Die BGW-Statistik, die das Gesetz als Nachweis der gezahlten Gehälter vorschreibt, kommt im ganzen Bericht nicht vor.

Aus der Empfehlung wurde das Spargesetz: Der Bundestag hat es im Juli beschlossen. Ab 2027 gilt eine Obergrenze für die Heilmittelpreissteigerungen in Höhe der Grundlohnsummenrate (Grundlohnsummen-Bindung). Zusätzlich wird in den Jahren 2027, 2028 und 2029 von der Grundlohnsummenrate noch ein Prozentpunkt abgezogen. Das ist das Maximum. Was die Verhandlungen bringen werden, kann auch deutlich weniger sein. Egal was Miete, Energie und Gehälter machen.

Für die BARMER hat sich der Report damit gelohnt. Die Zahl, die sie nach dem Verfahren selbst vorerst nicht mehr fortschreiben will, ging als Entscheidungsgrundlage an die Bundesregierung und von dort in das Gesetz, über das der Bundestag im Juli abgestimmt hat. Und wer die Ausgabenseite deckeln wollte, hatte eine Zahl, auf die er zeigen kann.

Ob die Kommission beim Schreiben von Seite 197 wusste, was in Bonn in der Akte steht, weiß ich nicht. Es steht in keinem Dokument, das ich kenne.

Abschlussfrage
Und dann bleibt die Frage, die größer ist als dieser Report. Ein Gesetz soll das Beste für die Versorgung der Menschen in diesem Land bringen. Wie sollen aber Bundestagsabgeordnete zu einer objektiven und realistischen Entscheidung kommen, wenn ihnen als Entscheidungsgrundlage eine Zahl vorgelegt wird, gegen deren Datengrundlage eine Bundesbehörde Bedenken hatte (welche die Kasse auch nicht ausräumen konnte) und jeder Hinweis darauf fehlt, dass es nicht die Statistik ist, die das Gesetz als Nachweis der gezahlten Gehälter vorschreibt?

Michael Malterer Physiotherapeut und Praxisinhaber aus München
Zur Person:

Michael Malterer

Malterer leitet seit 2010 eine der größten physiotherapeutischen Praxen Münchens (34 Mitarbeiter). Als Fachexperte ist er regelmäßig in Medien eingeladen: u. a. Süddeutsche Zeitung, Antenne Bayern und physiotherapeutische Fachzeitschriften.
Seinen Ansatz bezeichnet er als versorgungszentriert: "Es geht mir darum, dass auch in Zukunft genügend fachlich gute Heilmittelerbringer in die Versorgung kommen."

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GKV-SparpaketHeilmittelreportBarmerKritikGastbeitragBAS


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MikeL
Vor einer Woche
Lieber Michael,

ich finde es toll, dass Du dir die Mühe machst, die Machenschaften aufzudecken, die letztlich dazu geführt haben, dass uns Physios wieder als letztes Glied der Nahrungskette die Existenzgrundlage geschmälert wurde. Die Respektlosigkeit, die Vertrags"partner" wie die BARMER uns entgegen bringen, ist geradezu unverschämt. In Zeiten immer längerer Wartezeiten für freie Behandlungskapazitäten wundert es mich überhaupt nicht, dass immer mehr Praxen der GKV den Mittelfinger zeigen.
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Lieber Michael, ich finde es toll, dass Du dir die Mühe machst, die Machenschaften aufzudecken, die letztlich dazu geführt haben, dass uns Physios wieder als letztes Glied der Nahrungskette die Existenzgrundlage geschmälert wurde. Die Respektlosigkeit, die Vertrags"partner" wie die BARMER uns entgegen bringen, ist geradezu unverschämt. In Zeiten immer längerer Wartezeiten für freie Behandlungskapazitäten wundert es mich überhaupt nicht, dass immer mehr Praxen der GKV den Mittelfinger zeigen.
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MikeL schrieb:

Lieber Michael,

ich finde es toll, dass Du dir die Mühe machst, die Machenschaften aufzudecken, die letztlich dazu geführt haben, dass uns Physios wieder als letztes Glied der Nahrungskette die Existenzgrundlage geschmälert wurde. Die Respektlosigkeit, die Vertrags"partner" wie die BARMER uns entgegen bringen, ist geradezu unverschämt. In Zeiten immer längerer Wartezeiten für freie Behandlungskapazitäten wundert es mich überhaupt nicht, dass immer mehr Praxen der GKV den Mittelfinger zeigen.

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Stefan Arnold
Vor einer Woche
Zu sagen die Einnahmen sind um 58% gestiegen und daraus zu schlussfolgern die Gehälter hätten auch um 58% steigen müssen, ist doch Schildbürgerdenkweise.

Das in den letzten Jahren eine Inflation von 3-7% pro Jahr war wird doch gar nicht mit einbezogen. Nebenkosten, Miete, sämtliche Dienstleistungen, alles was du für deine Praxis kaufst ist gefühlt doppelt so teuer geworden. Sei es Desinfektionsmittel, Ultraschallgel, neues Fango, die Preise für Therapieliegen oder Rollhocker haben eine absurde Höhe erreicht, selbst für popelige Gymnastikmatten legst du Mondpreise wenn du was brauchbares haben willst.

Viel von den jährlichen Erhöhungen wird von diesem ganzen kleinen Mist drum herum aufgefressen und trotzdem gibt es für meine Mitarbeiter jedes Jahr eine Gehaltserhöhung aber an den 2-3% mehr im Jahr was wir von der Kasse bekommen, bleibt für mich nicht mehr hängen.
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Zu sagen die Einnahmen sind um 58% gestiegen und daraus zu schlussfolgern die Gehälter hätten auch um 58% steigen müssen, ist doch Schildbürgerdenkweise. Das in den letzten Jahren eine Inflation von 3-7% pro Jahr war wird doch gar nicht mit einbezogen. Nebenkosten, Miete, sämtliche Dienstleistungen, alles was du für deine Praxis kaufst ist gefühlt doppelt so teuer geworden. Sei es Desinfektionsmittel, Ultraschallgel, neues Fango, die Preise für Therapieliegen oder Rollhocker haben eine absurde Höhe erreicht, selbst für popelige Gymnastikmatten legst du Mondpreise wenn du was brauchbares haben willst. Viel von den jährlichen Erhöhungen wird von diesem ganzen kleinen Mist drum herum aufgefressen und trotzdem gibt es für meine Mitarbeiter jedes Jahr eine Gehaltserhöhung aber an den 2-3% mehr im Jahr was wir von der Kasse bekommen, bleibt für mich nicht mehr hängen.
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Stefan Arnold schrieb:

Zu sagen die Einnahmen sind um 58% gestiegen und daraus zu schlussfolgern die Gehälter hätten auch um 58% steigen müssen, ist doch Schildbürgerdenkweise.

Das in den letzten Jahren eine Inflation von 3-7% pro Jahr war wird doch gar nicht mit einbezogen. Nebenkosten, Miete, sämtliche Dienstleistungen, alles was du für deine Praxis kaufst ist gefühlt doppelt so teuer geworden. Sei es Desinfektionsmittel, Ultraschallgel, neues Fango, die Preise für Therapieliegen oder Rollhocker haben eine absurde Höhe erreicht, selbst für popelige Gymnastikmatten legst du Mondpreise wenn du was brauchbares haben willst.

Viel von den jährlichen Erhöhungen wird von diesem ganzen kleinen Mist drum herum aufgefressen und trotzdem gibt es für meine Mitarbeiter jedes Jahr eine Gehaltserhöhung aber an den 2-3% mehr im Jahr was wir von der Kasse bekommen, bleibt für mich nicht mehr hängen.

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Andreas Bock
Vor einer Woche
Kann man hier nicht von Bandenmässigen Betrug sprechen?

SInd hier nicht Daten bewusst gefälscht worden?

Ich frag für einen Freund
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Andreas Bock schrieb:

Kann man hier nicht von Bandenmässigen Betrug sprechen?

SInd hier nicht Daten bewusst gefälscht worden?

Ich frag für einen Freund

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Jens Uhlhorn
Vor einer Woche
Die Lehre aus solchen Vorgängen ist offensichtlich.
Es handelt sich nicht um ein Versehen und auch nicht um individuelles Versagen, sondern um eine gezielte Kampagne, um eigene Interessen durchzusetzen.
Bei der Wahl der Mittel ist man nicht zimperlich.

Das sollte sich auch der eine oder andere Berufsverband hinter die Ohren schreiben, der vertrauliche Gespräche nicht durch öffentliche Einlassungen stören will, während wir andererseits so am Nasenring durch die Arena gezogen werden.

Die Kassen haben viel Vertrauen verspielt und steuern auf eine andere Ordnung zu, da sie mit anderen Berufsgruppen genauso umgehen.

Es ist, wie MikeL schreibt: die Praxen ziehen sich aus der GKV zurück und Leistungen werden eingeschränkt.
Das mag den Kassen egal sein aber die Debatte, warum Versicherte Höchstbeiträge zahlen und keine Termine bekommen, läuft bereits und damit ist die Geschäftsgrundlage der Kassen berührt.

Den Kassen fehlt der Sachverstand, den Bumerang zu erkennen, den sie selbst geworfen haben.
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Die Lehre aus solchen Vorgängen ist offensichtlich. Es handelt sich nicht um ein Versehen und auch nicht um individuelles Versagen, sondern um eine gezielte Kampagne, um eigene Interessen durchzusetzen. Bei der Wahl der Mittel ist man nicht zimperlich. Das sollte sich auch der eine oder andere Berufsverband hinter die Ohren schreiben, der vertrauliche Gespräche nicht durch öffentliche Einlassungen stören will, während wir andererseits so am Nasenring durch die Arena gezogen werden. Die Kassen haben viel Vertrauen verspielt und steuern auf eine andere Ordnung zu, da sie mit anderen Berufsgruppen genauso umgehen. Es ist, wie MikeL schreibt: die Praxen ziehen sich aus der GKV zurück und Leistungen werden eingeschränkt. Das mag den Kassen egal sein aber die Debatte, warum Versicherte Höchstbeiträge zahlen und keine Termine bekommen, läuft bereits und damit ist die Geschäftsgrundlage der Kassen berührt. Den Kassen fehlt der Sachverstand, den Bumerang zu erkennen, den sie selbst geworfen haben.
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Jens Uhlhorn schrieb:

Die Lehre aus solchen Vorgängen ist offensichtlich.
Es handelt sich nicht um ein Versehen und auch nicht um individuelles Versagen, sondern um eine gezielte Kampagne, um eigene Interessen durchzusetzen.
Bei der Wahl der Mittel ist man nicht zimperlich.

Das sollte sich auch der eine oder andere Berufsverband hinter die Ohren schreiben, der vertrauliche Gespräche nicht durch öffentliche Einlassungen stören will, während wir andererseits so am Nasenring durch die Arena gezogen werden.

Die Kassen haben viel Vertrauen verspielt und steuern auf eine andere Ordnung zu, da sie mit anderen Berufsgruppen genauso umgehen.

Es ist, wie MikeL schreibt: die Praxen ziehen sich aus der GKV zurück und Leistungen werden eingeschränkt.
Das mag den Kassen egal sein aber die Debatte, warum Versicherte Höchstbeiträge zahlen und keine Termine bekommen, läuft bereits und damit ist die Geschäftsgrundlage der Kassen berührt.

Den Kassen fehlt der Sachverstand, den Bumerang zu erkennen, den sie selbst geworfen haben.

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Unsichtbar
Vor einer Woche
Und dabei ist das so einfach. Der Mindestlohn ist in den besagten fünf Jahren von 8,84€ auf 12€ gestiegen. Also 35,75% Steigerung, die unfreiwillig (!) durch die Arbeitgeber passieren musste, denn traurigerweise orientiert sich unser Einkommen am Mindestlohn bzw. dem kleinen Abstand dazu.
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Und dabei ist das so einfach. Der Mindestlohn ist in den besagten fünf Jahren von 8,84€ auf 12€ gestiegen. Also 35,75% Steigerung, die unfreiwillig (!) durch die Arbeitgeber passieren musste, denn traurigerweise orientiert sich unser Einkommen am Mindestlohn bzw. dem kleinen Abstand dazu.
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Unsichtbar
Vor einer Woche
„Als Spillover-Effekt (oder Übertragungseffekt) bezeichnet man bei einer Mindestlohnerhöhung das Phänomen, dass auch die Löhne von Beschäftigten steigen, die ohnehin schon mehr als den Mindestlohn verdienen.

Die Erhöhung der gesetzlichen Lohnuntergrenze wirkt somit wie ein Hebel, der die gesamte Lohnstruktur im unteren und mittleren Segment nach oben verschiebt." AI
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„Als Spillover-Effekt (oder Übertragungseffekt) bezeichnet man bei einer Mindestlohnerhöhung das Phänomen, dass auch die Löhne von Beschäftigten steigen, die ohnehin schon mehr als den Mindestlohn verdienen. Die Erhöhung der gesetzlichen Lohnuntergrenze wirkt somit wie ein Hebel, der die gesamte Lohnstruktur im unteren und mittleren Segment nach oben verschiebt." AI
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Unsichtbar schrieb:

„Als Spillover-Effekt (oder Übertragungseffekt) bezeichnet man bei einer Mindestlohnerhöhung das Phänomen, dass auch die Löhne von Beschäftigten steigen, die ohnehin schon mehr als den Mindestlohn verdienen.

Die Erhöhung der gesetzlichen Lohnuntergrenze wirkt somit wie ein Hebel, der die gesamte Lohnstruktur im unteren und mittleren Segment nach oben verschiebt." AI

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Unsichtbar
Vor einer Woche
Oder aus der Praxis: „ Hey, ich verdiene zwei Euro mehr als die Putzfrau mit ihrem Mindestlohn. Das soll auch bitte so bleiben."
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Oder aus der Praxis: „ Hey, ich verdiene zwei Euro mehr als die Putzfrau mit ihrem Mindestlohn. Das soll auch bitte so bleiben."
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Unsichtbar schrieb:

Oder aus der Praxis: „ Hey, ich verdiene zwei Euro mehr als die Putzfrau mit ihrem Mindestlohn. Das soll auch bitte so bleiben."

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Unsichtbar schrieb:

Und dabei ist das so einfach. Der Mindestlohn ist in den besagten fünf Jahren von 8,84€ auf 12€ gestiegen. Also 35,75% Steigerung, die unfreiwillig (!) durch die Arbeitgeber passieren musste, denn traurigerweise orientiert sich unser Einkommen am Mindestlohn bzw. dem kleinen Abstand dazu.

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Michael Woelky
Vor einer Woche
Keine weiteren Fragen euer.......;- !!!!
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Keine weiteren Fragen euer.......;- !!!!
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Michael Woelky schrieb:

Keine weiteren Fragen euer.......;- !!!!

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edith385
Vor einer Woche
Das grundsätzliche Problem ist die Sichtweise der KK auf die Therapeuten bzw. wahrscheinlich auf alle Leistungserbringer im System. Keine Wertschätzung, kein Respekt, keine Kulanz. So kann man als Vertragspartner eigentlich nicht miteinander arbeiten.
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edith385 schrieb:

Das grundsätzliche Problem ist die Sichtweise der KK auf die Therapeuten bzw. wahrscheinlich auf alle Leistungserbringer im System. Keine Wertschätzung, kein Respekt, keine Kulanz. So kann man als Vertragspartner eigentlich nicht miteinander arbeiten.



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