Liebe Physiotherapeut/innen
wir suchen zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eure Unterstützung in
unserer Privatpraxis in Gross
Flottbek, wer mag kann uns auch
zusätzlich in Barmbek im
Therapiezentrum Ankerplatz
unterstützen,
Was Dich erwartet:
Bringe dich gern in unser
neuen/alten Privatpraxis ein
mit abwechslungsreichem
Patientenklientel.
Wachse und gestalte mit uns
Mitgestaltung deiner Arbeitszeiten
30 Minuten-Taktung
Fortbildungsunterstützung
Faires Gehalt mit kleinen Extra...
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Mitgestaltung deiner Arbeitszeiten
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Fortbildungsunterstützung
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Ziel ist es, auffällige Abrechnungen und mögliche Betrugsmuster früher zu erkennen. Dafür ist auch eine enge Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Pflegeversicherungen, Kassenärztlicher Vereinigung und weiteren AkteurInnen vorgesehen. Ausgestattet wird die Zentralstelle mit fünf StaatsanwältInnen, einer medizinischen Abrechnungskraft und einem IT-Forensiker. Hintergrund sind nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums steigende Verdachtsmeldungen sowie erhebliche finanzielle Schäden durch Betrug und Korruption im Gesundheitswesen.
Die Spezialisierung soll insbesondere bei komplexen Ermittlungen helfen, bei denen genaue Kenntnisse der unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Vergütungssysteme erforderlich sind. Ähnliche spezialisierte Strukturen zur Bekämpfung von Abrechnungsbetrug gibt es bereits in Bayern (wir berichteten).
Die neue Zentralstelle soll ihre operative Arbeit Anfang 2027 aufnehmen. Die Kontaktaufnahme bis zur Bereitstellung spezifischer Meldekanäle findet zurzeit über die regulären Dienstwege der Behörde statt:
O.G. / physio.deStaatsanwaltschaft Braunschweig
Fritz-Bauer-Platz 1
38100 Braunschweig
Zentrale Telefonnummer: +49 (0) 531 488-0
E-Mail-Adresse: STBS-Poststelle@justiz.niedersachsen.de
BetrugGesundheitswesenNiedersachsen
Während sich die Rechtslage nicht geändert hat, trifft das für die Rechtsprechung nicht zu.
War es früher nur der PI, der haftbar gemacht wurde, sind es nunmehr auch die therapeutischen MA und auch die Rezeptionskräfte.
Erstreckt sich der Betrug über einen längeren Zeitraum (Monate, nicht Jahre!), spricht man von gewerbsmäßigem Betrug mit einer deutlichen Strafverschärfung.
Sind dann noch mehrere Leute beteiligt, (eine Person terminiert, eine stellt das Zertifikat zur Verfügung oder behandelt auf dem Zertifikat einer anderen Person und eine Person rechnet ab), spricht man zusätzlich von bandenmäßigem Betrug.
Da landet man dann bereits bei einer Mindeststrafe von 1 Jahr bis zu 10 Jahren.
Betrachtet werden im Falle einer Prüfung alle Rezepte 5 Jahre rückwirkend (Verjährungsfrist) und bei mehreren Beteiligten schon 10 Jahre.
Da ist der gewerbsmäßige Betrug dann bereits vorprogrammiert.
Der Hammer kommt aber anschließend in Form der Zulassungsbehörde, die für verurteilte Therapierende ein Tätigkeitsverbot verhängt, das de facto einem Berufsverbot entspricht.
Aufgerüstete Ermittlungseinheiten treffen auf eine Branche, die es sich im Unrechtsbewusstsein und in Rechtfertigungsstrategien bequem gemacht hat.
Man fragt sich, warum das erst in Zeiten knapper Kassen gemacht wird und nicht schon seit Jahren gängige Praxis ist.
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Aber wir benötigen endlich eine Digitales Rezept, wo der Therapeut sich zertifizieren muss und nicht die PRAXIS, dann bräuchten wir diesen Blödsinn gar nicht.
Präventiv diesen Praxen das HAndwerk legen und nicht im Nachgang.
Burufsurkunde, Zusatzqualifikation (sind ohnehin völlig unnötige Gängelein), Arbeitszeiten werden erfasst und der Therapeut erhält seine Chipkarten. Doppelkartenleser und dann los. Wenn fristen nicht eingehalten sind, kann nicht abgerechnet werden. Wenn Quali nicht vorhanden, kann nicht abgerechnet werden.
Ein Therapeut kann nicht dauerhaft Therapien abrechnen, ansonsten sperrt die Karte. Alles MAchbar, fragt mal bei Banken nach.
Gewollt nein!
Absetzungen ist halt ein lohnendes Geschäft der KK.
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Andreas Bock schrieb:
Im Grunde hat jedes Wort von dir Recht.
Aber wir benötigen endlich eine Digitales Rezept, wo der Therapeut sich zertifizieren muss und nicht die PRAXIS, dann bräuchten wir diesen Blödsinn gar nicht.
Präventiv diesen Praxen das HAndwerk legen und nicht im Nachgang.
Burufsurkunde, Zusatzqualifikation (sind ohnehin völlig unnötige Gängelein), Arbeitszeiten werden erfasst und der Therapeut erhält seine Chipkarten. Doppelkartenleser und dann los. Wenn fristen nicht eingehalten sind, kann nicht abgerechnet werden. Wenn Quali nicht vorhanden, kann nicht abgerechnet werden.
Ein Therapeut kann nicht dauerhaft Therapien abrechnen, ansonsten sperrt die Karte. Alles MAchbar, fragt mal bei Banken nach.
Gewollt nein!
Absetzungen ist halt ein lohnendes Geschäft der KK.
Die Karte könnte ich doch auch für einen anderen Therapeuten einstecken. Das wäre noch keine Garantie dafür, dass wirklich derjenige behandelt hat. Und wenn die TI (mal wieder) ausfällt, können keine Behandlungen durchgeführt werden? Wer kommt für den Schaden auf?
Meiner Meinung müssten weniger Daten gesammelt werden, nicht noch mehr. Private Krankenkassen zahlen die Rechnungen ohne Unterschriften oder Berufsausweise; und bei denen geht's auch ums Geld. Die zahlen das bestimmt nicht aus reiner Herzensgüte.
Auch sonst würde ich es mir nicht geben wollen, dass mein ganzer Arbeitstag aufgezeichnet und von jedem eingesehen werden kann.
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rabeabieleke schrieb:
@Andreas Bock
Die Karte könnte ich doch auch für einen anderen Therapeuten einstecken. Das wäre noch keine Garantie dafür, dass wirklich derjenige behandelt hat. Und wenn die TI (mal wieder) ausfällt, können keine Behandlungen durchgeführt werden? Wer kommt für den Schaden auf?
Meiner Meinung müssten weniger Daten gesammelt werden, nicht noch mehr. Private Krankenkassen zahlen die Rechnungen ohne Unterschriften oder Berufsausweise; und bei denen geht's auch ums Geld. Die zahlen das bestimmt nicht aus reiner Herzensgüte.
Auch sonst würde ich es mir nicht geben wollen, dass mein ganzer Arbeitstag aufgezeichnet und von jedem eingesehen werden kann.
So ein realitätsfremder Schwachsinn. Das klappt doch schon nachweislich bei den Banken nicht. Dann soll das mit senilen Hausbesuchen auf dem Land ohne Internetempfang klappen? Mach dich nicht lächerlich.
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frank691 schrieb:
@Andreas Bock "Ich bezahle dann mal mit Mama's Kreditkarte."
So ein realitätsfremder Schwachsinn. Das klappt doch schon nachweislich bei den Banken nicht. Dann soll das mit senilen Hausbesuchen auf dem Land ohne Internetempfang klappen? Mach dich nicht lächerlich.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Für eine Branche, die es sich seit Jahrzehnten im Unrechtsbewusstsein (das machen doch alle) und in Rechtfertigungsstrategien (wir wollen nur das Beste für die Patienten) bequem gemacht hat, kommen diese Ermittlungsgruppen sehr spät.
Während sich die Rechtslage nicht geändert hat, trifft das für die Rechtsprechung nicht zu.
War es früher nur der PI, der haftbar gemacht wurde, sind es nunmehr auch die therapeutischen MA und auch die Rezeptionskräfte.
Erstreckt sich der Betrug über einen längeren Zeitraum (Monate, nicht Jahre!), spricht man von gewerbsmäßigem Betrug mit einer deutlichen Strafverschärfung.
Sind dann noch mehrere Leute beteiligt, (eine Person terminiert, eine stellt das Zertifikat zur Verfügung oder behandelt auf dem Zertifikat einer anderen Person und eine Person rechnet ab), spricht man zusätzlich von bandenmäßigem Betrug.
Da landet man dann bereits bei einer Mindeststrafe von 1 Jahr bis zu 10 Jahren.
Betrachtet werden im Falle einer Prüfung alle Rezepte 5 Jahre rückwirkend (Verjährungsfrist) und bei mehreren Beteiligten schon 10 Jahre.
Da ist der gewerbsmäßige Betrug dann bereits vorprogrammiert.
Der Hammer kommt aber anschließend in Form der Zulassungsbehörde, die für verurteilte Therapierende ein Tätigkeitsverbot verhängt, das de facto einem Berufsverbot entspricht.
Aufgerüstete Ermittlungseinheiten treffen auf eine Branche, die es sich im Unrechtsbewusstsein und in Rechtfertigungsstrategien bequem gemacht hat.
Man fragt sich, warum das erst in Zeiten knapper Kassen gemacht wird und nicht schon seit Jahren gängige Praxis ist.
Was kosten die höchst spekulativen Geschäfte (z.B. Verius-Skandal) der GKVen, KVen als Körperschaften des öffentliche Rechts den Beitrags- und Steuerzahlern ?
Womöglich über 500.000.000 € versenkt !
Da gilt es ein Totalversagen der internen Revision, bzw. der Kontrollorgane, Vorstände zuzüglich der übergeordneten Aufsichtsbehörden anzuführen.
Aber wehe es finden sich auf einer Verordnung auch nur eine minimale Abweichung, schon reitet die Kavallerie der oben genannten Institutionen ein und macht mit Absetzungen / Retaxierungen und Drohgebärden ein übergroßes Fass auf.
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In einem "Rechtsstaat" wie dem unseren, gehen KK ohne Gnade und Kulanz vor.
Vergisst man im Kopf rechnerisch den 29.2. in einem Schaltjahr und landet deswegen bei 29 Tagen bis Beginn, wird gleich das ganze Rezept nicht bezahlt. Eine fehlende Arztunterschrift kann nicht nachgeholt werden, etc. pp. Alles Rechtens im Rahmen des Vertrages. In diesem System dürfen die KK ohne jegliche Konsequenzen Fehler machen. Der Leistungserbringer wird geprüft und gegängelt bis zum Abwinken. Wir sind eigentlich Vertragspartner der KK. Partner.
Mit diesem pflegt man ein wohlwollendes und gutes Verhältnis.
Das ist leider schon sehr lange nicht mehr der Fall.
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edith385 schrieb:
Man spricht von 1,3 Milliarden Euro die versenkt wurden. Diese neue Zentralstelle kostet Summa sumarum auch locker 1 Million Euro pro Jahr. Das muss mindestens wieder reinkommen.
In einem "Rechtsstaat" wie dem unseren, gehen KK ohne Gnade und Kulanz vor.
Vergisst man im Kopf rechnerisch den 29.2. in einem Schaltjahr und landet deswegen bei 29 Tagen bis Beginn, wird gleich das ganze Rezept nicht bezahlt. Eine fehlende Arztunterschrift kann nicht nachgeholt werden, etc. pp. Alles Rechtens im Rahmen des Vertrages. In diesem System dürfen die KK ohne jegliche Konsequenzen Fehler machen. Der Leistungserbringer wird geprüft und gegängelt bis zum Abwinken. Wir sind eigentlich Vertragspartner der KK. Partner.
Mit diesem pflegt man ein wohlwollendes und gutes Verhältnis.
Das ist leider schon sehr lange nicht mehr der Fall.
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Horatio72 schrieb:
@edith385 der 29.2. hat mich mal 800 euro gekostet.!
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regiologo schrieb:
Welch ein "nettes" mediales Ablenkungsmanöver !
Was kosten die höchst spekulativen Geschäfte (z.B. Verius-Skandal) der GKVen, KVen als Körperschaften des öffentliche Rechts den Beitrags- und Steuerzahlern ?
Womöglich über 500.000.000 € versenkt !
Da gilt es ein Totalversagen der internen Revision, bzw. der Kontrollorgane, Vorstände zuzüglich der übergeordneten Aufsichtsbehörden anzuführen.
Aber wehe es finden sich auf einer Verordnung auch nur eine minimale Abweichung, schon reitet die Kavallerie der oben genannten Institutionen ein und macht mit Absetzungen / Retaxierungen und Drohgebärden ein übergroßes Fass auf.
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Viele Praxis betrügen, also sollen sie bestraft werden. 🤷♂️
Und ich begrüße es, dass die Staatsanwaltschaften im Nachgang nicht nur die finanziellen Auswirkungen rechtlich prüfen wollen, sondern auch potenzielle versuchte, vollendete, fahrlässige und vorsätzliche Körperverletzung.
Nach einer Verurteilung erfolgt der lebenslange Entzug der Therapieerlaubnis.
Und womit?
Mit Recht!
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LeviathanPT schrieb:
Es ist doch völlig unerheblich, ob die Kassen auch Mist bauen.
Viele Praxis betrügen, also sollen sie bestraft werden. 🤷♂️
Und ich begrüße es, dass die Staatsanwaltschaften im Nachgang nicht nur die finanziellen Auswirkungen rechtlich prüfen wollen, sondern auch potenzielle versuchte, vollendete, fahrlässige und vorsätzliche Körperverletzung.
Nach einer Verurteilung erfolgt der lebenslange Entzug der Therapieerlaubnis.
Und womit?
Mit Recht!
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TOP-PRAXIS schrieb:
Toll, dass die "braven Krankenkassen" gegen die "bösen Nutznießer" (so bezeichnete Herr Merz die Leistungserbringer) des Gesundheitswesens jetzt endlich vorgehen. Das beruhigt und lenkt ab. Ich finde, dass ist eine pauschale Vorverurteilung, anstatt, dass sich die Krankenkassen mal an die eigene Nase packen. Da gibt es nämlich bei einigen Herrschaften (nicht bei allen) keinerlei Unrechtsbewusstsein.
Wenn es sich um schwerwiegende Missstände im beruflichen Kontext handelt, steht das Bundesamt für Justiz als zentrale externe Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz zur Verfügung.
Bei gravierenden Verstößen gegen Mindestarbeitsbedingungen oder illegale Arbeitszeiten (z. B. im Bereich des Mindestlohns) ist der Zoll zuständig."
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TOP-PRAXIS schrieb:
Und was willst Du uns bezüglich des oben stehenden Thema "Abrechnungsbetrug" damit sagen?
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Schippi schrieb:
@TOP-PRAXIS na lass ihn/sie doch sein Fachwissen weitergeben😂😂😂
Bitte Tom Trolle doch bitte mal andere Foren.
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Andreas Bock schrieb:
und bei manchen Kommentaren sollten alle sofort in den Zirkus.
Bitte Tom Trolle doch bitte mal andere Foren.
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Horatio72 schrieb:
@Andreas Bock Es hat sich gebessert. Früher hat er dauernd gegen PI geschossen. Jetzt kann ich dem Kauderwelsch irgendwie nicht mehr entnehmen um was es überhaupt geht. Macht es deutlich erträglicher. ;)
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Unsichtbar schrieb:
„Arbeitszeitverstöße melden Sie in Deutschland an das jeweils zuständige Gewerbeaufsichtsamt bzw. die Staatliche Arbeitsschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
Wenn es sich um schwerwiegende Missstände im beruflichen Kontext handelt, steht das Bundesamt für Justiz als zentrale externe Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz zur Verfügung.
Bei gravierenden Verstößen gegen Mindestarbeitsbedingungen oder illegale Arbeitszeiten (z. B. im Bereich des Mindestlohns) ist der Zoll zuständig."
Man muss bitte immer beide Seiten sehen und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren und eventuelle Fehler zusammen in den Griff bekommen, aber dieses gegeneinander agieren führt doch nur zu schlechter Versorgung unserer Patienten.
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Jose Omar Valencia schrieb:
Mir wurden € 2000. - von der GKK nichts bezahlt, weil ich 4 Rezepte nach 10 Monaten zur Abrechnung eingereicht habe und nichts innerhalb von 9 Monaten. Die haben leider alle Rechten.
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Vincent Papke schrieb:
Wir hatten in unserer Praxis vor nicht allzu langer Zeit eine 1.500€ Absetzung weil die KK bei einer KG VO auf der Maßnahmen Spalte der Rückseite die Abkürzung „UG“ gelesen haben wollte.. da wird mit einer Willkür existenzbedrohende Zahlungen einbehalten und es herrscht überhaupt kein Unrechtsbewusstsein von Seiten der GKV.
Man muss bitte immer beide Seiten sehen und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren und eventuelle Fehler zusammen in den Griff bekommen, aber dieses gegeneinander agieren führt doch nur zu schlechter Versorgung unserer Patienten.
Mich macht diese Diskussion einfach nur fassungslos!
Natürlich muss echter Abrechnungsbetrug verfolgt werden. Aber seit wann ist eine tatsächlich erbrachte, fachgerechte Behandlung automatisch Betrug, nur weil beispielsweise eine vorgeschriebene Zusatzqualifikation fehlt? Hat der Therapeut dem Patienten geschadet oder ihn vielleicht mit zu viel Aufmerksamkeit und Empathie behandelt? Zwischen vorsätzlichem Betrug, einem Abrechnungsfehler und einer fehlenden formalen Voraussetzung muss klar unterschieden werden!
Wir reden über Therapeuten, die drei bis dreieinhalb Jahre ausgebildet werden, ständig Fortbildungen absolvieren, körperlich hart arbeiten und für ihre Verantwortung häufig gerade einmal 2.500–3.000 Euro brutto verdienen. Gleichzeitig kämpfen Praxen um jede Verordnung, jede Absetzung und jede Minute Behandlungszeit. Steigende Kosten, Bürokratie, schlechte Vergütung und Fachkräftemangel machen den Beruf immer unattraktiver.
Und jetzt sollen ausgerechnet diese Menschen die großen Nutznießer und potenziellen Betrüger des Gesundheitssystems sein?
Wenn Krankenkassen für Manuelle Therapie, Lymphdrainage oder Bobath zwingend Zertifikate verlangen, warum werden diese Qualifikationen nicht direkt in die Berufsausbildung integriert oder vollständig finanziert?
Solche Weiterbildungen kosten Tausende Euro! Rechnet man Kursgebühren, Reise- und Übernachtungskosten, bezahlte Ausfallzeiten und entgangene Umsätze zusammen, können einer Praxis schnell 5.000–10.000 Euro oder mehr an Gesamtbelastung entstehen. Bei Manueller Therapie summieren sich die Fortbildungstage über zahlreiche Module. Der Mitarbeiter behandelt währenddessen keine Patienten, die Praxis zahlt möglicherweise trotzdem sein Gehalt, finanziert die Weiterbildung und trägt weiterhin sämtliche Fixkosten.
Wer Qualifikationen verpflichtend verlangt, sollte auch ihre Finanzierung sicherstellen! Warum verlassen Physiotherapeuten ihre Ausbildung nicht bereits mit den notwendigen Qualifikationen für Manuelle Therapie, Lymphdrainage und mindestens ein neurologisches Behandlungskonzept? Weitere Spezialisierungen könnten freiwillig bleiben.
Und währenddessen erleben Praxen Absetzungen von Hunderten oder Tausenden Euro wegen kleinster formaler Fehler! Hier berichtet jemand von 1.500 Euro wegen einer Abkürzung, ein anderer von 800 Euro wegen eines Schaltjahres. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?
Wir müssen Patienten erklären, warum sie trotz Krankenversicherung 10 % Zuzahlung plus 10 Euro pro Verordnung bezahlen müssen. Wir kassieren, diskutieren, dokumentieren, behandeln und bekommen den ganzen Frust ab. Gleichzeitig reichen 15–20 Minuten kaum aus, um Patienten wirklich gerecht zu werden.
Wer kontrolliert eigentlich die andere Seite? Wie viel Geld verschwindet durch ineffiziente Verwaltung, fragwürdige wirtschaftliche Entscheidungen und unnötige Bürokratie? Warum wird über Abrechnungsfehler so intensiv diskutiert, während Probleme bei Personalqualifikation, Sprachkenntnissen, Medikamentengabe und Patientensicherheit in anderen Versorgungsbereichen ebenfalls dringend Aufmerksamkeit benötigen?
Immer mehr Praxen stehen wirtschaftlich unter Druck. Fachkräfte verlassen den Beruf, andere müssen aus dem Ausland angeworben werden und stellen irgendwann fest, dass die Gehälter angesichts der deutschen Lebenshaltungskosten und Verantwortung alles andere als paradiesisch sind.
Ich verteidige keinen Betrüger! Wer Leistungen erfindet oder absichtlich falsch abrechnet, muss dafür geradestehen. Aber eine tatsächlich erbrachte Behandlung, die wegen fehlender Abrechnungsvoraussetzungen nicht vergütet werden darf, ist nicht automatisch mit vorsätzlichem Betrug gleichzusetzen.
Statt immer neue Kontrollbehörden aufzubauen, sollte man gleichzeitig untersuchen, wie viel Geld und Patientenversorgung durch Bürokratie, unverhältnismäßige Absetzungen und schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen verloren gehen.
Und an diejenigen, die hier begeistert über Bandenkriminalität, Gefängnisstrafen und Berufsverbote diskutieren: Beschäftigt euch bitte genauso intensiv mit der wirtschaftlichen Realität einer Physiotherapiepraxis!
Macht ruhig weiter mit Kürzungen, Kontrollen und Generalverdacht. Aber wundert euch nicht, wenn irgendwann niemand mehr da ist, der eure Patienten behandelt.
Denn ohne Therapeuten gibt es keine Therapie. Und von Zertifikaten, Absetzungen und Staatsanwälten allein wird kein einziger Patient gesund!
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Dies ist nicht fair !
- dies sind private Zusatzvereinbarung/ eigentl. Zivilrecht von Praxis zu GKV !
- dagegen muß es doch rechtliche Mittel geben ?(!) …? Warum wehren wir uns nicht ?!! … So machen die gesetzlichen Krankenkassen was sie wollen mit dieser übertriebenen, formaljuristischen Bürokratie, das hört nie auf !!
Bin genervt ; - hab unter anderer Voraussetzung und Einstellung/ ("Vision“) angefangen ! INHALTLICH: (Anatomie/Physiologie/'Bewegung'/MTT/,etc…) und MENSCHLICH - HUMANISTISCH (Psychologie/Empathie/Pädagogik/ Unterstützen=Helfen=Therapie) der beste Beruf (Berufung) der Welt !!!!!! ;
…ABER: bei dieser Politik und Bürokratie,
kann ich diese Arbeit/diesen Beruf niemanden mehr
empfehlen ; eher äußerst dringlichst davon abraten !
SORRY
P.S.: als Angestellter kann man eine Familie damit nicht ernähren / versorgen - finanziell, als auch vom Bewußtsein, wenn man dauernd Angst/Streß haben muß , wegen formaljuristischer Kleinkariertheit, ständig evtl Fehler gemacht zu haben ! -> wie soll man da fachlich auf Dauer gut seine Therapie machen. …?
Pardon
Nachtrag: ein Beispiel: nur weil auf dem Rezept nicht 'KG am Gerät‘ auf der Rückseite als Leistung steht , sondern 'KKG‘ , wird das Rezept nicht bezahlt , bzw. rückwirkend evtl. bis zu 4 Jahre, alle 'Anderen' zurück gefordert,
bis alle Rezepte ordnungsgemäß geändert wurden - formaljuristisch ist die KrankenKasse im Recht , aber was für ein Wahnsinn !!!!
…hoffentlich ändert sich dieses System evtl. noch rechtzeitig , …. (?) ….
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J. Bahr schrieb:
Das ist die entscheidende Sicht: … warum bin ich nach der Ausbildung, ohne weitere Qualifikation(en), weniger wert ; dies gleicht einem/einer teilweisen "Berufsverbot“/Berufseinschränkung !
Dies ist nicht fair !
- dies sind private Zusatzvereinbarung/ eigentl. Zivilrecht von Praxis zu GKV !
- dagegen muß es doch rechtliche Mittel geben ?(!) …? Warum wehren wir uns nicht ?!! … So machen die gesetzlichen Krankenkassen was sie wollen mit dieser übertriebenen, formaljuristischen Bürokratie, das hört nie auf !!
Bin genervt ; - hab unter anderer Voraussetzung und Einstellung/ ("Vision“) angefangen ! INHALTLICH: (Anatomie/Physiologie/'Bewegung'/MTT/,etc…) und MENSCHLICH - HUMANISTISCH (Psychologie/Empathie/Pädagogik/ Unterstützen=Helfen=Therapie) der beste Beruf (Berufung) der Welt !!!!!! ;
…ABER: bei dieser Politik und Bürokratie,
kann ich diese Arbeit/diesen Beruf niemanden mehr
empfehlen ; eher äußerst dringlichst davon abraten !
SORRY
P.S.: als Angestellter kann man eine Familie damit nicht ernähren / versorgen - finanziell, als auch vom Bewußtsein, wenn man dauernd Angst/Streß haben muß , wegen formaljuristischer Kleinkariertheit, ständig evtl Fehler gemacht zu haben ! -> wie soll man da fachlich auf Dauer gut seine Therapie machen. …?
Pardon
Nachtrag: ein Beispiel: nur weil auf dem Rezept nicht 'KG am Gerät‘ auf der Rückseite als Leistung steht , sondern 'KKG‘ , wird das Rezept nicht bezahlt , bzw. rückwirkend evtl. bis zu 4 Jahre, alle 'Anderen' zurück gefordert,
bis alle Rezepte ordnungsgemäß geändert wurden - formaljuristisch ist die KrankenKasse im Recht , aber was für ein Wahnsinn !!!!
…hoffentlich ändert sich dieses System evtl. noch rechtzeitig , …. (?) ….
Umständliche Eigenbeteiligung einkassieren etc. etc. ab - statt dessen wirbelt es Staub in Therapeutenrichtung auf.
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simona schrieb:
Seh ich genauso - denn ich bin jetzt seit mehr als 20 Jahren Physio und seit 32 Jahren im Präventions- und Kursbereich und denke mir: Na Klasse - das lenkt super von 6 Wochen Wartelisten, fast „O“ Hausbesuchskapazitäten, MLD oft in vielen Praxen nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen möglich, Fachkräftemangel Nr.1,
Umständliche Eigenbeteiligung einkassieren etc. etc. ab - statt dessen wirbelt es Staub in Therapeutenrichtung auf.
Niemand wehrt sich…wir Therapeuten nehmen alles hin…keine Lobby…nichts!!
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Klaus Böhm schrieb:
Ich stimme dir voll und ganz zu….es ist nur noch traurig und es macht einfach keinen spaß mehr…ein wunderschöner Beruf…aber es wird alles kaputt gemacht…
Niemand wehrt sich…wir Therapeuten nehmen alles hin…keine Lobby…nichts!!
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evaso schrieb:
Ich denke, es werden zwei Themenbereiche hier zu stark gemischt. Die Qualifikation der Therapeuten, die nachgewiesen werden soll, auf der einen Seite und auf der anderen Seite, der Betrug, etwas vorzugeben, was nicht existent ist, wie eine abgeschlossene Fachausbildung und dies dennoch erhöht abzurechnen. Haben wir uns im Berufsverband Regeln ausgedacht, bestimmte Qualifikationen zu fordern, um eine gute Behandlungsqualität zu garantieren, dann kann die Einhaltung auch eingefordert werden und ein Verstoss stellt Betrug dar. Spielregeln, die wir selbst aufstellen, müssen dann einfach auch für alle gelten.
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TOP-PRAXIS schrieb:
@evaso Wusstest Du, wie es zu dieser Zertifikatsregel kam? Eigentlich sind nämlich die Krankenkassen für eine Qualitätssicherung zuständig und müssten uns unsere Zertifikate bezahlen. So habe die Krankenkassen die Regel aufgestellt, dass sie unsere Zertifikate rückwirkend abstottern...So geben wir den Krankenkassen Kredite und lassen uns dafür noch ständig verdächtigen...Regeln könnte man auch ändern! Auch im beidseitigen Einverständnis und nicht nur einseitig von den Krankenkassen, wie gerade geschehen..
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Eugen Kloos schrieb:
Wer sind hier eigentlich die Betrüger – die Therapeuten oder das System selbst?
Mich macht diese Diskussion einfach nur fassungslos!
Natürlich muss echter Abrechnungsbetrug verfolgt werden. Aber seit wann ist eine tatsächlich erbrachte, fachgerechte Behandlung automatisch Betrug, nur weil beispielsweise eine vorgeschriebene Zusatzqualifikation fehlt? Hat der Therapeut dem Patienten geschadet oder ihn vielleicht mit zu viel Aufmerksamkeit und Empathie behandelt? Zwischen vorsätzlichem Betrug, einem Abrechnungsfehler und einer fehlenden formalen Voraussetzung muss klar unterschieden werden!
Wir reden über Therapeuten, die drei bis dreieinhalb Jahre ausgebildet werden, ständig Fortbildungen absolvieren, körperlich hart arbeiten und für ihre Verantwortung häufig gerade einmal 2.500–3.000 Euro brutto verdienen. Gleichzeitig kämpfen Praxen um jede Verordnung, jede Absetzung und jede Minute Behandlungszeit. Steigende Kosten, Bürokratie, schlechte Vergütung und Fachkräftemangel machen den Beruf immer unattraktiver.
Und jetzt sollen ausgerechnet diese Menschen die großen Nutznießer und potenziellen Betrüger des Gesundheitssystems sein?
Wenn Krankenkassen für Manuelle Therapie, Lymphdrainage oder Bobath zwingend Zertifikate verlangen, warum werden diese Qualifikationen nicht direkt in die Berufsausbildung integriert oder vollständig finanziert?
Solche Weiterbildungen kosten Tausende Euro! Rechnet man Kursgebühren, Reise- und Übernachtungskosten, bezahlte Ausfallzeiten und entgangene Umsätze zusammen, können einer Praxis schnell 5.000–10.000 Euro oder mehr an Gesamtbelastung entstehen. Bei Manueller Therapie summieren sich die Fortbildungstage über zahlreiche Module. Der Mitarbeiter behandelt währenddessen keine Patienten, die Praxis zahlt möglicherweise trotzdem sein Gehalt, finanziert die Weiterbildung und trägt weiterhin sämtliche Fixkosten.
Wer Qualifikationen verpflichtend verlangt, sollte auch ihre Finanzierung sicherstellen! Warum verlassen Physiotherapeuten ihre Ausbildung nicht bereits mit den notwendigen Qualifikationen für Manuelle Therapie, Lymphdrainage und mindestens ein neurologisches Behandlungskonzept? Weitere Spezialisierungen könnten freiwillig bleiben.
Und währenddessen erleben Praxen Absetzungen von Hunderten oder Tausenden Euro wegen kleinster formaler Fehler! Hier berichtet jemand von 1.500 Euro wegen einer Abkürzung, ein anderer von 800 Euro wegen eines Schaltjahres. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?
Wir müssen Patienten erklären, warum sie trotz Krankenversicherung 10 % Zuzahlung plus 10 Euro pro Verordnung bezahlen müssen. Wir kassieren, diskutieren, dokumentieren, behandeln und bekommen den ganzen Frust ab. Gleichzeitig reichen 15–20 Minuten kaum aus, um Patienten wirklich gerecht zu werden.
Wer kontrolliert eigentlich die andere Seite? Wie viel Geld verschwindet durch ineffiziente Verwaltung, fragwürdige wirtschaftliche Entscheidungen und unnötige Bürokratie? Warum wird über Abrechnungsfehler so intensiv diskutiert, während Probleme bei Personalqualifikation, Sprachkenntnissen, Medikamentengabe und Patientensicherheit in anderen Versorgungsbereichen ebenfalls dringend Aufmerksamkeit benötigen?
Immer mehr Praxen stehen wirtschaftlich unter Druck. Fachkräfte verlassen den Beruf, andere müssen aus dem Ausland angeworben werden und stellen irgendwann fest, dass die Gehälter angesichts der deutschen Lebenshaltungskosten und Verantwortung alles andere als paradiesisch sind.
Ich verteidige keinen Betrüger! Wer Leistungen erfindet oder absichtlich falsch abrechnet, muss dafür geradestehen. Aber eine tatsächlich erbrachte Behandlung, die wegen fehlender Abrechnungsvoraussetzungen nicht vergütet werden darf, ist nicht automatisch mit vorsätzlichem Betrug gleichzusetzen.
Statt immer neue Kontrollbehörden aufzubauen, sollte man gleichzeitig untersuchen, wie viel Geld und Patientenversorgung durch Bürokratie, unverhältnismäßige Absetzungen und schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen verloren gehen.
Und an diejenigen, die hier begeistert über Bandenkriminalität, Gefängnisstrafen und Berufsverbote diskutieren: Beschäftigt euch bitte genauso intensiv mit der wirtschaftlichen Realität einer Physiotherapiepraxis!
Macht ruhig weiter mit Kürzungen, Kontrollen und Generalverdacht. Aber wundert euch nicht, wenn irgendwann niemand mehr da ist, der eure Patienten behandelt.
Denn ohne Therapeuten gibt es keine Therapie. Und von Zertifikaten, Absetzungen und Staatsanwälten allein wird kein einziger Patient gesund!
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jürgen553 schrieb:
Ist doch optimal sind mehrere hochqualifizierte und gut dotierte Fachkräfte beschäftigt. Mal schauen was dann zum Schluss wirklich übrig bleibt
Wer eine ganze Berufsgruppe pauschal beschuldigt, sie habe es sich seit Jahrzehnten „im Unrechtsbewusstsein bequem gemacht“, offenbart vor allem eines: eine tief sitzende Arroganz und eine völlige Entkopplung von der Realität in den Praxen. Tausende Therapeuten schuften täglich unter körperlicher Höchstbelastung, tragen enorme Verantwortung und fangen den Frust eines kranken Systems ab. Eine ganze Branche wegen formaler Bürokratiefehler unter Kriminalisierungs- und Generalverdacht zu stellen und mit juristischer Keule zu bedrohen, ist nicht nur beleidigend, sondern schlicht schäbig.
Aber wer nach den Ursachen sucht, warum solche herablassenden Töne überhaupt möglich sind und warum das finanzielle wie bürokratische Desaster der Physiotherapie so weit kommen konnte, darf den Blick nicht nur auf schadenfrohe Beobachter oder die Krankenkassen richten. Man muss vor allem auf die eigenen Verbände und deren Vorstände schauen.
Seit Jahrzehnten verhindern Eitelkeiten, Pfründesicherung und der Drang, im eigenen Verbandsschlösschen der alleinige „Chef“ zu sein, eine starke, einheitliche Vertretung. Anstatt eine schlagkräftige, gesetzliche Kammer wie die Ärzte aufzubauen, zerstritten sich die Funktionäre im Kampf um Posten und Lufthoheit. Das bitterböse Ergebnis dieser Verbandsegomanie: Eine völlig zersplitterte Branche ohne politisches Gewicht, mit der die Krankenkassen nach Belieben Katz und Maus spielen können. Dass Kürzungen, Schikanen und lächerliche Honoraranpassungen klaglos geschluckt werden, ist die direkte Quittung für dieses eklatante Versagen der Führungsebenen.
Besonders absurd wird die Lage beim Zertifikatswahn. Während Ärzte nach ihrer Approbation weitgehende Behandlungs- und Abrechnungsfreiheiten genießen, ohne für jede Leistung jahrelange, teure Zusatzprüfungen nachweisen zu müssen, wird Therapeuten nach dreieinhalb Jahren Ausbildung jegliche Kernkompetenz abgesprochen.
Man muss sich diese Absurdität einmal an einem einfachen Praxisvergleich klar machen: Wenn ein KFZ-Schlosser einen LKW repariert, stellt die Werkstatt die Arbeitszeit selbstverständlich in Rechnung – und der Kunde zahlt. Niemand käme auf die Idee, die Bezahlung nachträglich zu verweigern oder gerichtlich anzufechten, nur weil der Schlosser kein Extra-Zertifikat für genau diese Baugruppe vorweisen kann. In der Physiotherapie passiert genau das jeden Tag: Die Behandlung ist fachgerecht erbracht, der Patient ist beschwerdefrei, aber die Krankenkasse verweigert die Vergütung oder zieht das Geld Jahre später wieder ab, weil ein bürokratisches Stempelchen fehlt.
Dass die Verbände gegen diesen Zustand nicht längst Sturm laufen, hat einen einfachen Grund: Es ist knallhartes finanzielles Eigeninteresse.
Über verbandseigene Weiterbildungsinstitute und nahestehende Bildungsstätten verdienen die Verbände an jedem einzelnen Kurs für Manuelle Therapie, Bobath oder Lymphdrainage kräftig mit. Sie kassieren die Therapeuten gleich doppelt ab: Erst über den monatlichen Mitgliedsbeitrag – und danach über vierstellige Kursgebühren für Qualifikationen, die längst Bestandteil der normalen Grundausbildung sein müssten. Würde man diese Zertifikate kostenfrei in die Ausbildung integrieren oder ersatzlos streichen, würde den Verbänden eine ihrer lukrativsten Einnahmequellen wegbrechen. Man sägt eben nicht an dem Ast, auf dem man so hervorragend sitzt.
Doch die Tragödie reicht noch weiter: Das schleichende Sterben der Physiotherapie-Praxen als notwendige Einsparung zu verkaufen, ist ein gewaltiger volkswirtschaftlicher Trugschluss.
Für die Krankenkassen ist dieses Spiel jedoch ein bequemes Rechenkunststück: Da die Kosten für die Folgen aus völlig anderen Titeln bezahlt werden, kann die Kasse in ihrer Heilmittelstatistik stolz eine Kostensenkung vorweisen. Dass der Patient wegen der fehlenden Physiotherapie zwei Wochen später beim Facharzt sitzt, teure Schmerzmittel schluckt oder im Krankenhaus landet, taucht in dieser Statistik gar nicht auf.
Glauben Politik, Krankenkassen und vorlaute Besserwisser wirklich, man spare Geld, wenn Patienten mangels Therapeuten keine Behandlungen mehr bekommen? Die Schmerzen verschwinden nicht einfach. Wer eine Heilmittelverordnung für 200 Euro kaputtspart, riskiert am Ende eine Krankenhausrechnung von 8.000 Euro.
Indem die Kassen das Heilmittelbudget kaputtkürzen, verlagern sie das Problem nur in die Schulmedizin – wo die Kosten um ein Vielfaches höher liegen. Solange unsere Verbände lieber Pfründe verwalten und am Fortbildungsmarkt mitverdienen, anstatt geschlossen gegen diesen Kontroll- und Sparwahn aufzustehen, bleiben die Praxen die Melkkühe eines völlig verdrehten Gesundheitssystems.
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annette1007 schrieb:
Sehr gut erkannt.....
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Anna Kremmudas schrieb:
Genau so ist es !
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Beyer schrieb:
Ja das sehe ich genauso…persevere
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Ute F. schrieb:
Ich fände es ganz toll, wenn genau dieser Beitrag mal öffentlich gemacht würde: Presse, Funk- und Fernsehen. Leider kenne ich keinen Journalisten. 😩. Kann das vielleicht jemand, mit Genehmigung des Verfassers, organisieren? (Wenn er/sie das auch möchte?!) Ich kann mich den ganzen Schilderungen der Absurditäten im Zusammenhang mit Absetzungen nach 30 Jahren Praxis mit Mitarbeterinnen nur anschließen. Was das für Zeit und Kraft bindet!!! Das sollte dringend öffentlich gemacht werden! Hier sind wir uns ja im Prinzip einig. Hört nur keiner.
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michael730 schrieb:
Die hausgemachte Misere: Überheblicher Generalverdacht, Egomanie und die Zerstörung der Physiotherapie
Wer eine ganze Berufsgruppe pauschal beschuldigt, sie habe es sich seit Jahrzehnten „im Unrechtsbewusstsein bequem gemacht“, offenbart vor allem eines: eine tief sitzende Arroganz und eine völlige Entkopplung von der Realität in den Praxen. Tausende Therapeuten schuften täglich unter körperlicher Höchstbelastung, tragen enorme Verantwortung und fangen den Frust eines kranken Systems ab. Eine ganze Branche wegen formaler Bürokratiefehler unter Kriminalisierungs- und Generalverdacht zu stellen und mit juristischer Keule zu bedrohen, ist nicht nur beleidigend, sondern schlicht schäbig.
Aber wer nach den Ursachen sucht, warum solche herablassenden Töne überhaupt möglich sind und warum das finanzielle wie bürokratische Desaster der Physiotherapie so weit kommen konnte, darf den Blick nicht nur auf schadenfrohe Beobachter oder die Krankenkassen richten. Man muss vor allem auf die eigenen Verbände und deren Vorstände schauen.
Seit Jahrzehnten verhindern Eitelkeiten, Pfründesicherung und der Drang, im eigenen Verbandsschlösschen der alleinige „Chef“ zu sein, eine starke, einheitliche Vertretung. Anstatt eine schlagkräftige, gesetzliche Kammer wie die Ärzte aufzubauen, zerstritten sich die Funktionäre im Kampf um Posten und Lufthoheit. Das bitterböse Ergebnis dieser Verbandsegomanie: Eine völlig zersplitterte Branche ohne politisches Gewicht, mit der die Krankenkassen nach Belieben Katz und Maus spielen können. Dass Kürzungen, Schikanen und lächerliche Honoraranpassungen klaglos geschluckt werden, ist die direkte Quittung für dieses eklatante Versagen der Führungsebenen.
Besonders absurd wird die Lage beim Zertifikatswahn. Während Ärzte nach ihrer Approbation weitgehende Behandlungs- und Abrechnungsfreiheiten genießen, ohne für jede Leistung jahrelange, teure Zusatzprüfungen nachweisen zu müssen, wird Therapeuten nach dreieinhalb Jahren Ausbildung jegliche Kernkompetenz abgesprochen.
Man muss sich diese Absurdität einmal an einem einfachen Praxisvergleich klar machen: Wenn ein KFZ-Schlosser einen LKW repariert, stellt die Werkstatt die Arbeitszeit selbstverständlich in Rechnung – und der Kunde zahlt. Niemand käme auf die Idee, die Bezahlung nachträglich zu verweigern oder gerichtlich anzufechten, nur weil der Schlosser kein Extra-Zertifikat für genau diese Baugruppe vorweisen kann. In der Physiotherapie passiert genau das jeden Tag: Die Behandlung ist fachgerecht erbracht, der Patient ist beschwerdefrei, aber die Krankenkasse verweigert die Vergütung oder zieht das Geld Jahre später wieder ab, weil ein bürokratisches Stempelchen fehlt.
Dass die Verbände gegen diesen Zustand nicht längst Sturm laufen, hat einen einfachen Grund: Es ist knallhartes finanzielles Eigeninteresse.
Über verbandseigene Weiterbildungsinstitute und nahestehende Bildungsstätten verdienen die Verbände an jedem einzelnen Kurs für Manuelle Therapie, Bobath oder Lymphdrainage kräftig mit. Sie kassieren die Therapeuten gleich doppelt ab: Erst über den monatlichen Mitgliedsbeitrag – und danach über vierstellige Kursgebühren für Qualifikationen, die längst Bestandteil der normalen Grundausbildung sein müssten. Würde man diese Zertifikate kostenfrei in die Ausbildung integrieren oder ersatzlos streichen, würde den Verbänden eine ihrer lukrativsten Einnahmequellen wegbrechen. Man sägt eben nicht an dem Ast, auf dem man so hervorragend sitzt.
Doch die Tragödie reicht noch weiter: Das schleichende Sterben der Physiotherapie-Praxen als notwendige Einsparung zu verkaufen, ist ein gewaltiger volkswirtschaftlicher Trugschluss.
Für die Krankenkassen ist dieses Spiel jedoch ein bequemes Rechenkunststück: Da die Kosten für die Folgen aus völlig anderen Titeln bezahlt werden, kann die Kasse in ihrer Heilmittelstatistik stolz eine Kostensenkung vorweisen. Dass der Patient wegen der fehlenden Physiotherapie zwei Wochen später beim Facharzt sitzt, teure Schmerzmittel schluckt oder im Krankenhaus landet, taucht in dieser Statistik gar nicht auf.
Glauben Politik, Krankenkassen und vorlaute Besserwisser wirklich, man spare Geld, wenn Patienten mangels Therapeuten keine Behandlungen mehr bekommen? Die Schmerzen verschwinden nicht einfach. Wer eine Heilmittelverordnung für 200 Euro kaputtspart, riskiert am Ende eine Krankenhausrechnung von 8.000 Euro.
Indem die Kassen das Heilmittelbudget kaputtkürzen, verlagern sie das Problem nur in die Schulmedizin – wo die Kosten um ein Vielfaches höher liegen. Solange unsere Verbände lieber Pfründe verwalten und am Fortbildungsmarkt mitverdienen, anstatt geschlossen gegen diesen Kontroll- und Sparwahn aufzustehen, bleiben die Praxen die Melkkühe eines völlig verdrehten Gesundheitssystems.
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fitandeasy schrieb:
Und am Ende stellt sich heraus, wie vor einigen Jahren bei der Finanzdirektion NRW - 10 Mio€ Steuern gefunden und 50 Mio verblasen. Wieder haben sich, dem System nichts produktives beitragende Bürokraten, gesund gestoßen. 😤
ich melde mich hier mal zu Wort, auch wenn mich die oben genannte Stelle zumindest vorerst noch nicht betrifft. Ich gehe allerdings davon aus, dass solche oder ähnliche Stellen alsbald in allen Bundesländern aus dem Boden wachsen werden.
Ich habe eine ganz grundsätzliche Frage und möchte dabei gar nicht bewerten, sondern tatsächlich eine ehrliche Antwort.
Wie hoch, gemessen am Gesamtbudget der GKV, ist der Anteil den wir Physiotherapeuten an Kosten verursachen?
Ich habe eine Zahl im Kopf, die allerdings schon einige Jahre alt ist und von der ich nicht weiß, ob sie überhaupt jemals gestimmt hat: 1-1,5%
Nehmen wir mal an, nur für den Moment, dass diese Zahl stimmt, oder zumindest mal gestimmt hat.
Wenn ich jetzt annähme, dass ein nicht unerheblicher Prozentsatz aller Rezepte - aus völlig unterschiedlichen Gründen ( Fristen, Qualifikationen, vorhandenes Material / Gerätschaften ) "nicht ordnungsgemäß" abgerechnet werden, und dass diese Kommissionen, wenn sie ihre Arbeit "bundesweit" aufnähmen, irgendwo zwischen 50 und 75% dieser "falsch" abgerechneten Rezepte finden ( wir unterstellen hier gar nicht mal dass die absichtlich "falsch" abgerechnet wurden ) ... dann würde das im Besten Fall 0,25 - 0,5% des Gesamtbudgets ausmachen, richtig?
Und es würde in der Folge zu "unzähligen" Urteilen und Tätigkeitsverboten kommen...
Wem ist damit geholfen?
Der GKV, die vielleicht 1% ( Whooozaaa ) ihres Budgets spart und hundertausende Patienten vor das Problem stellt, dass es jetzt noch weniger Physios gibt ...
Herzlichen Glückwunsch...
BITTE... BITTE... sagt mir das ich falsch liege.
Mit besten Grüßen und euch allen ein schönes Wochenende
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Dominik Derckum schrieb:
Guten Abend,
ich melde mich hier mal zu Wort, auch wenn mich die oben genannte Stelle zumindest vorerst noch nicht betrifft. Ich gehe allerdings davon aus, dass solche oder ähnliche Stellen alsbald in allen Bundesländern aus dem Boden wachsen werden.
Ich habe eine ganz grundsätzliche Frage und möchte dabei gar nicht bewerten, sondern tatsächlich eine ehrliche Antwort.
Wie hoch, gemessen am Gesamtbudget der GKV, ist der Anteil den wir Physiotherapeuten an Kosten verursachen?
Ich habe eine Zahl im Kopf, die allerdings schon einige Jahre alt ist und von der ich nicht weiß, ob sie überhaupt jemals gestimmt hat: 1-1,5%
Nehmen wir mal an, nur für den Moment, dass diese Zahl stimmt, oder zumindest mal gestimmt hat.
Wenn ich jetzt annähme, dass ein nicht unerheblicher Prozentsatz aller Rezepte - aus völlig unterschiedlichen Gründen ( Fristen, Qualifikationen, vorhandenes Material / Gerätschaften ) "nicht ordnungsgemäß" abgerechnet werden, und dass diese Kommissionen, wenn sie ihre Arbeit "bundesweit" aufnähmen, irgendwo zwischen 50 und 75% dieser "falsch" abgerechneten Rezepte finden ( wir unterstellen hier gar nicht mal dass die absichtlich "falsch" abgerechnet wurden ) ... dann würde das im Besten Fall 0,25 - 0,5% des Gesamtbudgets ausmachen, richtig?
Und es würde in der Folge zu "unzähligen" Urteilen und Tätigkeitsverboten kommen...
Wem ist damit geholfen?
Der GKV, die vielleicht 1% ( Whooozaaa ) ihres Budgets spart und hundertausende Patienten vor das Problem stellt, dass es jetzt noch weniger Physios gibt ...
Herzlichen Glückwunsch...
BITTE... BITTE... sagt mir das ich falsch liege.
Mit besten Grüßen und euch allen ein schönes Wochenende
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