München/Unterschleissheim
Hallo Kolleg(innen)!
Wir suchen Dich ab sofort oder
später als Verstärkung für unser
Team in unserer sehr gut
ausgestatteten Praxis.
Unsere Philosophie ist: Miteinander
ans Ziel!
Patienten, Therapeuten,
Kolleg(innen), Ärzte. Zusammen
wollen wir den Menschen auf ihrem
Weg zu ihrer Gesundheit, ihrer
Selbstständigkeit, ihrer
Lebensqualität begleiten.
Dafür wurden wir ausgebildet,
dafür sind wir da.
Wir arbeiten ganzheitlich in den
verschiedenst...
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Das größte Problem der aktuellen Evidenz liegt in der selektierten Altersgruppe. Da sich die Problematik häufig im Jugendalter manifestiert, umfasst die aktuelle Datenlage vor allem dieses Klientel. Für (junge) Erwachsene ist sie hingegen sehr dünn. In einer retrospektiven (zurückblickenden) Studie befragte daher ein dänisches Forschungsteam 228 PatientInnen zu Kniefunktion, Beschwerden und sportbezogenen Leistungsfähigkeit.
Methodik
Unter den TeilnehmerInnen befanden sich 66 einmalige, 88 rezidivierende und 74 operativ versorgte Patellaluxationen. Die letzte Luxation lag bei allen ProbandInnen im Median zwei bis drei Jahre zurück. Das primäre Assessment war der Kujala-Score. Dieser erfasst sowohl Funktionen und Beschwerden im Alltag als auch Symptome wie Schwellung und Einschränkung der Kniebeweglichkeit. Die Werte reichen von 0 (schlechteste) bis 100 (beste) Punkten. Außerdem wurde betrachtet, wie viel ProbandInnen nach der Luxation wieder in ihren ursprünglichen Sport zurückkehrt waren.
Ergebnisse
Die schlechtesten Werte (Median 78 Punkte) im Kujala-Score erzielte die chirurgisch versorgte Gruppe. Demgegenüber hatten die Personen mit konservativ versorgter wiederkehrender 82 oder einmaliger Luxation 89 Punkte. Dieser Unterschied war statistisch signifikant. Eine klinisch relevante Differenz (MCID) besteht nur zwischen der OP- und der einmaligen Luxationsgruppe.
Besonders auffällig ist, dass auch die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr in den ursprünglichen Sport nicht durch die chirurgische Versorgung erhöht wird. Während rund 60 Prozent der TeilnehmerInnen vor ihrer Verletzung einen „High-impact“ Sport ausführten, waren dies zum Erhebungszeitpunkt in den Gruppen der rezidivierenden oder operativ behandelten Luxationen nur 25 Prozent. Bei Fuß- und Handball war die Wahrscheinlichkeit der Operierten sogar noch deutlich geringer.
Fazit
Anhand der Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass die Funktion, Symptome und Alltagsfähigkeit sowie die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr in den Sport durch eine chirurgische Versorgung langfristig nicht verbessert werden.
Limitierend ist allerdings anzumerken, dass zwischen den Gruppen teilweise statistisch signifikante Unterschiede in den soziodemografischen Daten vorliegen. So bestand beispielsweise ein starkes Ungleichgewicht bei der Geschlechterverteilung. Während in der Gruppe mit einmaliger Luxation über 54 Prozent Männer waren, befanden sich in den beiden anderen Gruppen weniger als ein Drittel. Ebenso bestand ein massiver Unterschied beim Zeitpunkt der ersten Verletzung von mehr als fünf Jahren. Diese Einschränkungen hätten mit einer multivariaten Regressionsrechnung eliminiert werden können – wurde von der Forschungsgruppe allerdings nicht umgesetzt.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
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MikeL schrieb:
Vielen Dank für den Bericht. Da ich gerade eine junge Patientin habe, die vor der Entscheidung pro oder contra OP steht, ist dieser sehr hilfreich.
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