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Wir arbeiten mit der
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Bisher galt, dass ein Bone-Patellar-Tendon-Bone (BPTB)-Autograft (Patellaband-Plastik) die sicherste Methode mit der geringsten Rerupturrate darstellt. Ein südeuropäisches Forschungsteam untersuchte nun die bereits in den 1970er-Jahren entwickelte (aber selten genutzte) LEAP-OP-Technik (dazu unten mehr) in einer randomisiert kontrollierten Studie mit 5-Jahres-Follow-Up.
Methodik
Zwischen 2016 und 2020 wurden 638 ProbandInnen rekrutiert. Von diesen entschieden sich 593 zur Teilnahme an der Studie. Die Mehrheit (80 Prozent) waren Männer. Rund 84 Prozent der ProbandInnen betätigten sich in pivotierenden* Sportarten wie Fuß-, Hand- und Basketball sowie Tennis. Eine Hälfte diente als Kontrollgruppe und erhielt eine BPTB. Die Interventionsgruppe unterzog sich der sogenannten LEAP-Technik. Im Fokus der Untersuchung stand die Zuverlässigkeit des Transplantats anhand der Rerupturwahrscheinlichkeit.
Die Operationstechniken
Es existiert eine Vielzahl von möglichen Operationstechniken zur Wiederherstellung des vorderen Kreuzbandes. Die bekanntesten sind die BPTB und die Hamstring-Plastik. Selten – meist nur bei wiederholter Operation nach Reruptur – werden Achilles- oder Quadrizepssehnen für die Rekonstruktion genutzt. Die wohl älteste Technik (1914), bei der das Transplantat aus dem Iliotibialband gewonnen wird, ist heute kaum noch zu finden.
Patellarband-Plastik
Bei der Bone-Patellar-Tendon-Bone-Plastik werden jeweils ein Knochenblock aus der Patellaspitze und der Tuberositas Tibiae extrahiert. Der dazwischenliegende Bandanteil dient als Kreuzbandersatz. Die Vorteile dieser Technik sind die knöcherne Einheilung, die signifikant schneller verläuft und eine deutlich höhere Zuglastfähigkeit des Transplantats als bei anderen Techniken. Außerdem handelt es sich um eine Bandstruktur, die – vor allem sensorisch – einen ähnlichen Aufbau (Ruffini- und Vater-Pacini-Körperchen) wie das originale Kreuzband aufweist.
Hamstring-Plastik
In Deutschland wird die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes am häufigsten mithilfe der Semitendinosussehne durchgeführt. Bei Bedarf wird zusätzlich der Gracilis verwendet, um ein „dickeres“ Transplantat zu erhalten. Diese Technik bringt einige Probleme mit sich. Einerseits sind diese beiden Muskeln relevante Akteure gegen den typischen Unfallmechanismus einer Kreuzbandruptur (Valgus, Außenrotation und translatorischer Schub des Tibiakopfes). Andererseits ist dieses Transplantat deutlich schwächer (etwa halb so stark) als ein BPTB. Außerdem handelt es sich um eine Sehne statt eines Bandes, die vom Körper umfangreicher umgebaut werden muss als das Patellarband (vgl. unser Artikel "Wie aus Sehnen Bänder werden").
LEAP-Technik
Die Lateral-Extra-Articular-Procedure (LEAP) wurde bereits in den 1970er bis 80er-Jahren genutzt. Doch wissenschaftliche Daten sind bisher rar. Bei dieser Technik wird im Grunde eine Hamstringplastik durchgeführt. Die Gracilissehne wird dann allerdings genutzt, um ein anterolaterales Band herzustellen (siehe hier Abb. B). Dies soll der zusätzlichen Stabilisation gegen Rotationskräfte dienen.
Ergebnisse
Im primären Endpunkt – der Rerupturrate – zeigt sich die LEAP-Technik der BPTB statistisch signifikant überlegen. Während bei der Hamstringplastik nach fünf Jahren 10,3 Prozent (28 von 273) Transplantate wieder gerissen waren, stellten die ForscherInnen dies nur bei 4,2 Prozent (12 von 283) LEAP-ProbandInnen fest. Am stärksten war dieser Unterschied bei TeilnehmerInnen im Alter unter 25 Jahren zu beobachten. Die Chance auf eine Reruptur war bei ihnen mehr als dreimal so hoch, wenn sie einen BPTB statt einer LEAP erhielten. Allerdings nahmen mehr ProbandInnen mit einer Hamstringplastik ihren Sport wieder auf. Daher sind die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren, da das Risiko für eine Reruptur durch den Return to Sport in pivotierende Sportarten drei- bis fünfmal so hoch ausfallen kann.
Auch bei den sekundären Outcomes stellten sich einige Unterschiede zwischen den Gruppen ein. Insgesamt mussten bei einer BPTB mehr Reoperationen durchgeführt werden. Am häufigsten war dies aufgrund der Entwicklung eines Zyklops – einer narbigen Wucherung am Transplantat – nötig. Bei Symptomen und der Funktionsfähigkeit waren keine klinisch relevanten Differenzen messbar. Ebenso war die Laxität der Kniegelenke identisch.
Fazit
Sollte eine Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes unumgänglich sein, könnte die LEAP-Technik möglicherweise eine vielversprechende Methode sein. Sie zeigt vergleichbare Funktions- und Symptomergebnisse und bietet gleichzeitig ein geringeres Rerupturrisiko. Zu bedenken ist, dass nach fünf Jahren dreimal so viele TeilnehmerInnen weiterhin nicht in den Sport zurückgekehrt waren, wenn sie eine LEAP statt einer BPTB erhielten. Dies könnte die Wiederverletzungsrate massiv verzerrt haben. Daher bedarf es weiterer Forschung zu dieser Fragestellung, um die Ergebnisse zu überprüfen.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
*Im Sport bezieht sich der Begriff "pivotieren" (von franz. pivot „Drehpunkt“) primär auf eine Drehbewegung um die eigene Körperachse, bei der ein Fuß als fester Standpunkt (Drehpunkt) am Boden bleibt.
KreuzbandOPReturn to SportRupturStudiePatella
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