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Während der Koalitionsverhandlungen 2025 war Linnemann nicht Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege. Als CDU-Generalsekretär gehörte er jedoch zum politischen Führungskreis. Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz prägte er auch wichtige gesundheitspolitische Fragen mit.
„Schuster, bleib bei deinen Leisten“
Bemerkenswert ist ein phoenix-Interview vom 6. Mai 2025. Damals erklärte Linnemann, als Gesundheitsminister wäre er vermutlich nicht erfolgreich gewesen. Die Menschen hätten gefragt, was er mit dem Amt zu tun habe. Sein damaliges Fazit: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.* Mach das, was du kannst.“
Hier das besagte Video:
Das Zitat wird nun vielfach in sozialen Netzwerken geteilt. Linnemann räumt selbst ein, sich zunächst einarbeiten zu müssen. Er habe großen Respekt vor der Aufgabe. Gleichzeitig sieht er im Gesundheitssystem erheblichen politischen Gestaltungsspielraum.
Beiträge begrenzen, Strukturen verändern
Linnemann betrachtet Gesundheitspolitik vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Sozialabgaben sollen nicht weiter steigen. Versicherungsfremde Leistungen sollen stärker aus Steuern finanziert werden. Zudem fordert er deutlich weniger gesetzliche Krankenkassen.
Zwanzig Kassen könnten aus seiner Sicht ausreichen. Davon verspricht er sich weniger Verwaltung und niedrigere Kosten. Seine politische Linie ist klar: schneller entscheiden, Strukturen reformieren und Ausgaben begrenzen.
Kein Sparen um jeden Preis
Gleichzeitig lehnt Linnemann pauschale Leistungskürzungen ab. Als der CDU-Wirtschaftsrat forderte, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog zu streichen, widersprach er. Prävention und Früherkennung dürften nicht geschwächt werden.
Reformen müssten alle Versicherten im Blick behalten. Genau hier liegt ein möglicher Ansatzpunkt für die Heilmittelberufe. Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie verursachen nicht nur Kosten. Sie können Krankenhausaufenthalte, Pflegebedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit vermeiden.
Heilmittel bislang kein Thema
Zu Physiotherapie und anderen Heilmittelberufen hat sich Linnemann bisher kaum öffentlich geäußert. Das ist Risiko und Chance zugleich. Therapierende müssen früh zeigen, welchen wirtschaftlichen Nutzen ihre Arbeit hat. Ein konkreter Nachweis vermiedener Folgekosten dürfte bei ihm mehr bewirken als ein allgemeiner Appell an die Versorgung.
Carsten Linnemann ist promovierter Volkswirt.
O.G. / physio.de
* Unserer Redaktion ist natürlich bekannt, dass das Sprichwort im Deutschen korrekerweise wie folgt lautet: "Schuster, bleib bei deineM Leisten“
KrankenkassenBMG
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Stefan Arnold schrieb:
Bei mir ist da eher Pessimismus als Optimismus angesagt was den neuen Gesundheitsminister betrifft. Ich befürchte er wird die Reform von Warken voran treiben und keine großen Neuerungen bringen.
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Horatio72 schrieb:
Mich würde mal interessieren ob er oder auch die Vorgängerin persönlich mal Behandlungen in Anspruch nehmen durfte/musste! Es kommt mir immer so vor als wären wir für die immer noch einfach "Wellnessmasseure".
Ein Interview mit einem Satz, aus dem man ihm jetzt einen Strick dreht, sollte uns nicht davon abhalten, für unsere Sache zu werben.
Carsten Linnemann ist Volkswirt und wird sicher nicht nur Interessen moderieren wie Nina Warken, die am Ende nur mit dem Rasenmäher ins System gefahren ist.
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anika666 schrieb:
Hoffentlich hat er mehr Weitblick.
Sektorale Finanzierungssalden hat er komplett ignoriert. Irgendwas gefaselt wieviele Mrd er beim Bürgergeld spart... Ende kenne wir alle. Schuldenbremse aufgelockert (zurecht, weil sektorale Finanzierungssalden) und nix gespart (zurecht, weil (S − I) + (T − G) + (M − X) = 0 )
Also entweder lügt er bewusst im Pinocchiokabinett, oder er ist dumm. Beides ist schlecht.
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FoetorExOre schrieb:
@anika666 das ist n Witz oder?? Linnemann hat wöchentlich gezeigt, dass er nichtmal in einer der ersten VwL Vorlesungen gewesen sein kann.
Sektorale Finanzierungssalden hat er komplett ignoriert. Irgendwas gefaselt wieviele Mrd er beim Bürgergeld spart... Ende kenne wir alle. Schuldenbremse aufgelockert (zurecht, weil sektorale Finanzierungssalden) und nix gespart (zurecht, weil (S − I) + (T − G) + (M − X) = 0 )
Also entweder lügt er bewusst im Pinocchiokabinett, oder er ist dumm. Beides ist schlecht.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Wir hatten mit Jens Spahn einen ähnlichen Moment, der dann später offen für Argumente war.
Ein Interview mit einem Satz, aus dem man ihm jetzt einen Strick dreht, sollte uns nicht davon abhalten, für unsere Sache zu werben.
Carsten Linnemann ist Volkswirt und wird sicher nicht nur Interessen moderieren wie Nina Warken, die am Ende nur mit dem Rasenmäher ins System gefahren ist.
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