Physiotherapeut*in (m/w/d) gesucht
– weil dein Job mehr sein darf
als nur Termine
Praxis für Physiotherapie Ewa
Schreier | Köln-Marienburg
Du willst nicht einfach nur
„abarbeiten“, sondern wirklich
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Du wünschst dir Zeit für deine
Patient*innen, moderne Technik und
ein Team, dass harmoniert und sich
gegenseitig ergänzt.
Dann lies unbedingt weiter.
Unsere inhabergeführte Praxis im
schönen Köln-Marienburg sucht
dich – engagiert, empathisch und
mit Freude an dein...
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Nur, was ist gerecht?
Antwort hierauf können drei verschiedene Sichtweisen geben:
- der erste Schiedsspruch aus dem Frühjahr 2021
- der Durchschnittsverdienst aller Deutschen
- die Einordnung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)
Schiedsspruch aus dem Jahr 2021Im Frühjahr 2021 entschied die zuständige Schiedsstelle, dass ein Angestellter in freier Praxis so viel wie ein Angestellter im TVöD-Bund mit der Entgeltgruppe 7, Stufe 5 verdienen solle. Dies wären im Jahr 2025: ca. 4.150 Euro.
Durchschnittsverdienst in Deutschland
Laut Statistischem Bundesamt lag der Durchschnittsstundenlohn im Jahre 2025 bei 26,76 Euro. Hochgerechnet auf eine 39 Stundenwoche ergibt dies einen Monatslohn von: ca. 4.520 Euro.
Einordnung durch die Bundesagentur für Arbeit
Die Wertschätzung für Physiotherapeuten ist hoch – zumindest auf dem Papier. Abzulesen ist dies an der Tatsache, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) Physiotherapie als „komplexe Spezialistentätigkeiten“ einordnet. Und diese müssten lt. BA im Median monatlich verdienen: ca. 5.200 Euro.
Durchschnittsverdienst eines Physios
Bleibt die Frage, was ein Physiotherapeut denn nun im Jahre 2025 durchschnittlich verdient hat.
Um hier an reelle Zahlen zu kommen, ist es notwendig, sich mit der Berufsgenossenschaft (BGW) ins Benehmen zu setzen. Dies tun wir Jahr für Jahr für Sie; und für 2025 meldete uns die BGW (umgerechnet auf eine Vollzeitstelle) einen monatlichen Durchschnittsverdienst von: ca. 3.950 Euro.
Die Gerechtigkeitslücken
Somit lässt sich festhalten, dass Physiotherapeuten immer noch schlechter bezahlt werden als es eigentlich sein sollte – egal welche Referenzgröße man hernimmt. Es variiert lediglich der Grad der Unterbezahlung.
Konkret sieht es so aus:
Obwohl der Schiedsspruch mit der Maßgabe „Entgeltgruppe 7, Stufe 5“ mehr als 5 Jahre zurückliegt, ist es immer noch nicht gelungen, die Therapeuten in den freien Praxen dementsprechend zu bezahlen – geschweige denn auf dem Niveau des deutschen Durchschnittsniveaus und schon gar nicht auf dem Niveau, was ihnen laut BA zustünde.
Und das in einer Zeit
- • in der Physiotherapie der Beruf mit dem größten Fachkräftemangel ist,
Kommentieren können wir dies nur noch mit dem Ausspruch russischer Kriegsgefangener im II. Weltkrieg beim Anblick eines Eichhörnchens:• die Politik immer mehr von Ambulantisierung spricht,
• aber gleichzeitig die Vergütungserhöhungen in Zukunft per Gesetz deckelt.
„Armes Deutschland, kleines Fuchs!“
Friedrich Merz / physio.de
PS: Häufig lesen wir den Einwand, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrem Entgeltatlas andere Zahlen veröffentlicht hätte. Das ist richtig. Hier ist aber zu beachten, was BA auf der einen Seite und BGW auf der anderen Seite unter "Vollzeit" verstehen. Während die Berufsgenossenschaft genau die Stunden der Beschäftigten abfragt, stammen die Zahlen der BA aus den "Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung". Und an die Sozialversicherung kann ein Arbeitgeber lediglich nur melden, ob ein Mitarbeiter Teilzeit oder Vollzeit beschäftigt ist.
Wo also die Berufsgenossenschaft ganz klar definiert, dass "Vollzeit" 39 Stunden pro Wochen bedeuten, ist es bei der Meldung an die Sozialversicherung jedem Arbeitgeber freigestellt, ob er 35, 37, 39 oder 40 Stunden pro Woche als "Vollzeit" erachtet. Dies haben wir uns von der BA noch einmal bestätigen lassen.
GehaltAngestelltePhysiotherapie2025VergleichTVöDArbeitsagentur
Neuerdings kommt eine entscheidende Komponente hinzu: Berechenbarkeit!
Wenn ich als Unternehmer ständig damit rechnen muss, dass irgendwer quasi über Nacht die Rahmenbedingung z.B. bei der Blankoverordnung verändert, muss ich dafür einen Risikopuffer bilden.
Diejenigen, die auf Basis der Rahmenbedingungen 2024 Verträge mit Therapierenden abgeschlossen haben, müssen nun die Einbußen anderweitig kompensieren.
Wie das funktioniert, konnte man bereits im Sparkassenreport 2025 (da gab es noch keine Veränderungen!) nachlesen: die Unternehmensgewinne brechen mit Ausnahme der größeren Therapieeinrichtungen ein, wobei letztere lediglich 8% des Gesamtmarktes ausmachen.
92% der Praxen geraten zunehmend unter Druck, während diejenigen, die das verursachen, via Barmerreport darauf verweisen, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden.
Fakt ist, dass Honorarkürzungen derzeit nicht weitergegeben werden können und der Druck zunimmt.
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Horatio72 schrieb:
Ich habe ende letzten Jahres wieder erhöht, diesmal sogar mehr als sonst. Jetzt bleibt das für die nächsten Jahre, grad weil mir wieder bewusst geworden ist wie schnell absprachen gekippt, Zuschläge gekürzt und Versprechen gebrochen werden.
Das wird heute immer wieder vergessen, wie schnell sich der Wind drehen kann und dass man dafür Rücklagen braucht.
Der Drittporsche, den mir die Barmer immer implizit unterstellt, liegt auf einem Rücklagenkonto und sichert die Arbeitsplätze im Unternehmen.
Die Krankenkassen müssen sich als öffentlicher Dienst ja keine Sorgen machen, weil die einfach die Versichertengelder für Verwaltungspaläste, 13 Monatsgehälter und Vorstandshonorare deutlich oberhalb des Bundeskanzlers verwenden können, ohne dass die sich von der hauseigenen Propagandapostille anmachen lassen müssen.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Horatio72Ich kann mich noch an die beschissene Zeit nach der Seehofer-Reform erinnern, wo wir fast in die Insolvenz gerutscht sind, weil innerhalb von 48 Stunden der Rezepteingang um 30% eingebrochen ist. Hat 6 Monate bis zur Normalisierung gedauert und bezahlt haben wir das ganz alleine.
Das wird heute immer wieder vergessen, wie schnell sich der Wind drehen kann und dass man dafür Rücklagen braucht.
Der Drittporsche, den mir die Barmer immer implizit unterstellt, liegt auf einem Rücklagenkonto und sichert die Arbeitsplätze im Unternehmen.
Die Krankenkassen müssen sich als öffentlicher Dienst ja keine Sorgen machen, weil die einfach die Versichertengelder für Verwaltungspaläste, 13 Monatsgehälter und Vorstandshonorare deutlich oberhalb des Bundeskanzlers verwenden können, ohne dass die sich von der hauseigenen Propagandapostille anmachen lassen müssen.
You made my day🤣
Bin damals bei Frau Fischer in die Physio eingestiegen, danach Schmidt etc.pp. Die Flachschippen haben das Vertrauen in die Politik längst zerstört.
In Sachsen-Anhalt wird in 2 Wochen ausbezahlt, da kann einem das Grausen kommen. Eigentlich wollte ich in 8 Jahren in Pension, Praxis verkaufen etc..
Kannsche mittlerweile knigge....
Quo vadis...?
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helmingas schrieb:
@Jens Uhlhorn hauseigene Postille!
You made my day🤣
Bin damals bei Frau Fischer in die Physio eingestiegen, danach Schmidt etc.pp. Die Flachschippen haben das Vertrauen in die Politik längst zerstört.
In Sachsen-Anhalt wird in 2 Wochen ausbezahlt, da kann einem das Grausen kommen. Eigentlich wollte ich in 8 Jahren in Pension, Praxis verkaufen etc..
Kannsche mittlerweile knigge....
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Jens Uhlhorn schrieb:
Die Kassen machen sich das sehr einfach. Sie rechnen ein Honorar einfach in einen Stundenlohn um und fertig. Nebenkosten der Leistungserbringung bleiben unberücksichtigt. Also Miete, Bürokratie und so ….
Neuerdings kommt eine entscheidende Komponente hinzu: Berechenbarkeit!
Wenn ich als Unternehmer ständig damit rechnen muss, dass irgendwer quasi über Nacht die Rahmenbedingung z.B. bei der Blankoverordnung verändert, muss ich dafür einen Risikopuffer bilden.
Diejenigen, die auf Basis der Rahmenbedingungen 2024 Verträge mit Therapierenden abgeschlossen haben, müssen nun die Einbußen anderweitig kompensieren.
Wie das funktioniert, konnte man bereits im Sparkassenreport 2025 (da gab es noch keine Veränderungen!) nachlesen: die Unternehmensgewinne brechen mit Ausnahme der größeren Therapieeinrichtungen ein, wobei letztere lediglich 8% des Gesamtmarktes ausmachen.
92% der Praxen geraten zunehmend unter Druck, während diejenigen, die das verursachen, via Barmerreport darauf verweisen, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden.
Fakt ist, dass Honorarkürzungen derzeit nicht weitergegeben werden können und der Druck zunimmt.
Wir haben uns als Kleinpraxis mit 30-Minuten-Takt(!) und ohne Tresenkraft (seit 1981) schon immer am TVöD (kommunal) orientiert, konnten diesem aber mit der um 1990 aufkommenden Grundlohnsummenbindung dann immer weniger folgen. Wir sind mit der Abkehr von der Grundlohnsummenbindung (2017, 2019) entsprechend den anschließenden schrittweisen deutlichen Erhöhungen unserer Vergütungen für die Angestellten zum TVöD-Niveau zurückgekehrt. Je nach abrechnungrelevanten Zusatzqualifikationen reichen die Monatsgehälter einer Vollzeitkraft bis zu den Medianwerten für eine Pflegefachkraft/einen Krankenpfleger und dies 12,8 mal im Jahr. Wir halten dies für angemessen. Können oder wollen viele Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen? Und wenn ja, warum?
Die erneute Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung ab 2027 kann es aktuell noch nicht sein. Der Wegfall der Versorgungspauschale bei der Blankoverordnung kann es mangels Volumen auch nicht sein.
Für die Zukunft wird eine erneute schleichende Abkehr vom TVöD-Niveau unausweichlich sein, sollte die Grundlohnsummenbindung über einen längeren Zeitraum beibehalten werden.
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anika666 schrieb:
Kommt drauf an, wie hoch der Fixkostenanteil pro Arbeitsstunde ist. Da zählt auch rein, wie viele Angestellte man hat, bzw. wieviele Arbeitsstunden geleistet werden. Und wohl auch, wo die Praxis liegt. Was man immer so hört, wird im Osten immer noch deutlich weniger bezahlt ( warum auch immer), das drückt natürlich auch das Medianentgelt.
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Papa Alpaka schrieb:
@anika666 👍 "kommt drauf an" - einer 39,5h-Therapeutin zahle ich in 30-Minuten-Taktung aktuell €4.360 monatlich; in der Zeit "dazwischen" haben sie die Freiheit, noch etwas Umsatz für die eigene Tasche zu generieren oder die Arbeit entspannter angehen zu lassen.
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anika666 schrieb:
@Papa Alpaka Da bist du aber wirklich am Maximum angekommen, was bezahlbar ist. Unter Umständen aber sicher machbar. Ich zahl etwas schlechter mit 25 Minutentakt, aber bei mir sind die Fixkosten pro Arbeitsstunde wahrscheinlich höher, da ich, wie die meisten, zu wenige Mitarbeiter habe.
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GüSta schrieb:
In Ergänzung zu der von Friedrich Merz aufgezeigten „Gerechtigkeitslücke“ verweise ich auch auf die aktuellen Zahlen im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Danach beträgt das Medianentgelt (= das Durchschnittsgehalt der mittleren 50 % der Einkommensbezieher) für einen Physiotherapeuten 3.452 € mtl., für eine Pflegefachkraft 4.438 € und für einen Krankenpfleger 4.587 €. Die beiden letzteren Berufsgruppen werden weit überwiegend nach TVöD entlohnt, die Physiotherapeuten offensichtlich nicht. Frage: Können oder wollen viele (Physio)Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen?
Wir haben uns als Kleinpraxis mit 30-Minuten-Takt(!) und ohne Tresenkraft (seit 1981) schon immer am TVöD (kommunal) orientiert, konnten diesem aber mit der um 1990 aufkommenden Grundlohnsummenbindung dann immer weniger folgen. Wir sind mit der Abkehr von der Grundlohnsummenbindung (2017, 2019) entsprechend den anschließenden schrittweisen deutlichen Erhöhungen unserer Vergütungen für die Angestellten zum TVöD-Niveau zurückgekehrt. Je nach abrechnungrelevanten Zusatzqualifikationen reichen die Monatsgehälter einer Vollzeitkraft bis zu den Medianwerten für eine Pflegefachkraft/einen Krankenpfleger und dies 12,8 mal im Jahr. Wir halten dies für angemessen. Können oder wollen viele Praxisinhaber nicht adäquat bezahlen? Und wenn ja, warum?
Die erneute Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung ab 2027 kann es aktuell noch nicht sein. Der Wegfall der Versorgungspauschale bei der Blankoverordnung kann es mangels Volumen auch nicht sein.
Für die Zukunft wird eine erneute schleichende Abkehr vom TVöD-Niveau unausweichlich sein, sollte die Grundlohnsummenbindung über einen längeren Zeitraum beibehalten werden.
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edith385 schrieb:
Aus meiner Sicht spielt das Lebensalter eine sehr große Rolle. In meinen 30ern waren 40 oder 50 Stunden kein Problem. Mit 60 ist Vollzeit für viele PT sehr schwierig. Bis dahin muss man sich fast schon zwangsläufig in eigener Praxis selbständig gemacht haben. FM ist auch eine tolle Möglichkeit. Dies wird aber bekanntermaßen von der DRV bis aufs Messer bekämpft. Deutschland halt.
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