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Sport, Bewegung und Sterblichkeit
Varianz gewinnt
Je vielgestaltiger sich Menschen bewegen, desto geringer ist ihr Sterblichkeitsrisiko.
24.04.2026 • 0 Kommentare

„Treiben Sie Sport?“ „Ja, ich gehe täglich mit dem Hund spazieren.“ – diese Dialogsequenz gehört wohl in die Physiotherapie-Lehrbücher, denn „mit dem Hund spazieren“ scheint wohl Volkssport Nummer eins zu sein. Dahinter verbirgt sich allerdings eine spannende Frage: Wie gesund ist das Spazierengehen (mit oder ohne Hund) denn wirklich, wie viel bräuchte es davon und welche Zusatzaktivitäten sind notwendig, um positiven Einfluss auf die Gesundheit zu nehmen? Daten dazu liefern nun Han et al.

Riesiger Datensatz
Für die Analyse nutzten die ForscherInnen Daten aus zwei großen Kohorten mit insgesamt mehr als 111.000 Frauen und Männern, die über 30 Jahre zu ihrem Bewegungsverhalten befragt wurden. Ihre subjektive Einschätzung wurde dann in MET (Metabolic Equivalent of Task) umgerechnet. Ein MET entspricht dabei der Ruhe-Stoffwechselrate einer Person. Die WHO empfiehlt mindestens 600 MET-Minuten, also ungefähr 10 MET-Stunden (MET-h) pro Woche, was wiederum 150 Minuten moderater Aktivität entspricht. Zugegeben, der Begriff ist ziemlich sperrig und für die Praxis eher ungeeignet, für große Kohortenstudien aber dennoch nützlich.

Die ForscherInnen verglichen die erfassten Zahlen mit dem Sterblichkeitsrisiko. Innerhalb des Studienzeitraums verstarben knapp 39.000 TeilnehmerInnen, davon 9.901 an kardiovaskulären Erkrankungen, 10.719 an Krebs und 3.159 an Atemwegserkrankungen.

Jedes bisschen zählt
Die gute Nachricht zuerst: Jedes bisschen Bewegung zählt! Im Grunde genommen reduziert sich das Mortalitätsrisiko durch Herzkreislauf-, Krebs- oder Atemwegserkrankungen bereits bei wenig Aktivität. Mehr ist besser, aber nur bis zu einem gewissen Punkt: Ab 20 MET-h pro Woche flachte der zusätzliche Nutzen in den Studiendaten zunehmend ab. Nahezu jede Form von Bewegung war dabei effektiv und hatte eine individuelle Grenze, bei der ein „Mehr“ keinen Vorteil mehr brachte (Plateau).

Im Gegensatz zu Menschen, die die jeweilige Sportart nicht durchführten, reduzierte sich das Sterblichkeitsrisiko

  • • beim „Joggen“ (Pace langsamer als 6:13 pro Kilometer) um 9 bis 12 Prozent (Plateau: 9 MET-h pro Woche).
    • beim „Laufen“ (Pace schneller als 6:13 pro Kilometer) um 10 bis 13 Prozent (Plateau: 3 MET-h pro Woche).
    • beim Radfahren um 4 bis 13 Prozent (Plateau: 7,5 MET-h pro Woche).
    • bei Tennis oder ähnlichen Sportarten um 11 bis 15 Prozent (Plateau: 5 MET-h pro Woche).
    • bei Rudern oder Calisthenics um 13 bis 16 Prozent (Plateau: 2,5 MET-h pro Woche).
    • beim Krafttraining um 11 bis 15 Prozent (Plateau: 7,5 MET-h pro Woche).*
Dazu kam:

  • • Wer viel geht, reduziert das Mortalitätsrisiko um 10 bis 17 Prozent im Gegensatz zu „Weniggehern“ (das Plateau lag bei 7,5 MET-h in der Woche).
    • Wer viele Treppen steigt, reduziert das Risiko um sieben bis zwölf Prozent im Gegensatz zu Menschen, die lieber den Aufzug nehmen.
    • Für Schwimmen zeigte sich keine klare dosisabhängige Reduktion der Gesamtsterblichkeit.
Ein variables Aktivitätsprofil konnte das Mortalitätsrisiko zusätzlich senken. Je nach Vielfalt reduzierte sich das Sterblichkeitsrisiko um 13 bis 19 Prozent. Wer wöchentlich zwischen 3 und 4 Aktivitätsformen ausübte, reduzierte die Sterblichkeit durch

    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 17 Prozent,
    • Krebs um 13 Prozent,
    • Atemwegserkrankungen um 41 Prozent und
    • sonstige Ursachen um 18 Prozent.
Fazit
Menschen, die regelmäßig mit dem Hund spazieren gehen, leben also länger. Je nach Tempo liegt das Optimum bei 5 bis 7 Stunden Gehen in der Woche. Wer dazu noch 3 weitere Aktivitäten in der Woche durchführt, lebt am längsten – so zumindest könnten die Ergebnisse der Studie interpretiert werden.

Die AutorInnen selbst merken an, dass die berechneten Werte auf Selbstauskünften basieren und daher etwas verfälscht sein könnten, was auch die geringe Wirksamkeit des Schwimmens erklären könnte. Zwischen einer Stunde Kraulen und Plantschen besteht ein Unterschied, der über die Selbstauskunft nicht erfasst werden kann (auch das kennt man aus der Physiotherapiepraxis). Dazu zeigen Kohortenstudien immer nur Assoziationen (Korrelation ist nicht gleich Kausalität). Hinter der Aussage „wer sich weniger, bewegt stirbt früher“ könnte sich auch verbergen, dass sich bereits vorerkrankte Menschen weniger bewegen. Wer viel mit dem Hund geht, ist auch so gesund, dass er in der Lage dazu ist. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Wer lange leben will, macht mit einem aktiven Lebensstil sicherlich nichts falsch.

Daniel Bombien / physio.de

* Wie viel MET 1 Stunde ihrer Lieblingssportart/Aktivität enthält, können Sie anhand der MET-Tabelle der medizinischen Hochschule Hannover ableiten und so berechnen, was für 20 MET für Sie pro Woche notwendig ist.

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