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Leitplanken, patientenorientiert und finanzierbar
GKV-Spitzenverband: Positionen zur Bundestagswahl.
02.07.2013 • 0 Kommentare

Stehen Wahlen ins Haus, treten auch Lobbyisten gerne einmal vor die Türe. Die sonst eher in Hintergrundgesprächen um Einfluss buhlenden Themensetzer, wollen dann ihre Standpunkte dem Wählervolk in den Mund legen. Weniger als ein Vierteljahr haben sie noch vor sich, Politiker und Interessenvertreter. Im September wird entschieden, wer uns in den kommenden vier Jahren sagen wird, wohin der Hase läuft. Erste Gedanken hat jetzt der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu Papier gebracht.

"Die konkrete gesundheitliche Versorgung muss sich zukünftig viel stärker an dem Nutzen für die Patienten messen lassen", fordert Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des obersten Gremiums aller 134 gesetzlichen Krankenkassen. Die Verbandschefin plädiert für Effektivitätsnachweise für Produkte und Leistungen. "Leitplanken" für Reformen in der nächsten Legislaturperiode hat sie aufgestellt: die am medizinischen Bedarf orientierte Versorgung, das Solidaritätsprinzip, das Sachleistungsprinzip und die Steuerung durch Selbstverwaltung.

Gleichzeitig beschwört Pfeiffer den im Sozialgesetzbuch V verankerten Dreiklang für Kassenleistungen: ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich müssten sie sein. Alles dies sichere ein "patientenorientiertes und dauerhaft finanzierbares Gesundheitswesen", erklärte der GKV-Verwaltungsratsvorsitzende Volker Hansen.

Gemeinsam mit seinem Co-Verwaltungsratschef, Christian Zahn, singt Hansen das hohe Lied der Selbstverwaltung. Nicht der Staat noch marktwirtschaftliche Interessen entschieden darüber, welche Leistungen die GKV anbiete, betonen die beiden Funktionäre. Es sei die gemeinsame Selbstverwaltung mit Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen, der Ärzteschaft und der Krankenhäuser, die beispielsweise im Gemeinsamen Bundesausschuss "nach Beratungen mit den Patientenvertretern" Vereinbarungen schließen. Die GKV-Verwaltungsräte sind überzeugt: "Weder ein staatliches noch ein rein marktwirtschaftliches Gesundheitssystem können eine vergleichbare hochwertige und bezahlbare Versorgung sicherstellen".



Peter Appuhn
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