Mit über 170
Gesundheitseinrichtungen in 14
Bundesländern zählt Asklepios zu
den größten privaten
Klinikbetreibern in Deutschland.
Der Kern unserer
Unternehmensphilosophie: Es reicht
uns nicht, wenn unsere Patienten
gesund werden – wir wollen, dass
sie gesund bleiben. Wir verstehen
uns als Begleiter, der Menschen ein
Leben lang zur Seite steht.
WIR SIND eine Klinik für Akut- und
Rehabilitationsmedizin mit
insgesamt 372 Betten und 300
Mitarbeitern. Mit den
Fachabteilungen für Chirurgi...
Gesundheitseinrichtungen in 14
Bundesländern zählt Asklepios zu
den größten privaten
Klinikbetreibern in Deutschland.
Der Kern unserer
Unternehmensphilosophie: Es reicht
uns nicht, wenn unsere Patienten
gesund werden – wir wollen, dass
sie gesund bleiben. Wir verstehen
uns als Begleiter, der Menschen ein
Leben lang zur Seite steht.
WIR SIND eine Klinik für Akut- und
Rehabilitationsmedizin mit
insgesamt 372 Betten und 300
Mitarbeitern. Mit den
Fachabteilungen für Chirurgi...
Methodik
Die groß angelegte Arbeit untersuchte sowohl die TherapeutInnen- als auch die PatientInnenperspektive. Auf Seiten der therapeutischen TeilnehmerInnen wurde – neben den demografischen Daten – der Evidence Based Pracitice Inventory (EBPI) zur Ermittlung der Adhärenz zu wissenschaftlich-orientierter Therapie (EBP, für Evidence-Based Practice) erhoben. Bereits 2023 veröffentlichten die KollegInnen der BTU eine Studie zu einem ähnlichen Thema mit diesem Instrument. Außerdem sollten die TherapeutInnen den Work Design Questionnaire (WDQ) ausfüllen, der die wahrgenommene Gestaltungsmöglichkeit der eigenen Arbeit erfasst.
Zur Erfassung der Therapiegestaltung wurde die Therapiedokumentation ausgewertet. Dazu zählten die Anzahl und Art der Heilmittel, die Häufigkeit pro Woche sowie Begründungen zu Behandlungsunterbrechungen sowie Therapieabbrüchen und -beendigungen.
Die PatientInnen wurden auf funktioneller Ebene anhand des Shoulder Pain and Disability Index (SPADI) und des Single Assessment Numeric Evaluation (SANE)* evaluiert, um die therapeutische Wirkung zu untersuchen. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem EQ-5D gemessen. Außerdem bat man, sie einige Fragen zur Ergebnis- und Behandlungszufriedenheit zu beantworten, sowie die Tampa Scale of Kinesiophobia (TSK) für Bewegungs- und Belastungsangst auszufüllen.
Primäre Ergebnisse
Insgesamt füllten 701 TherapeutInnen den veröffentlichten Fragebogen vollständig aus. Von ihnen waren 554 bereit auch PatientInnen für die Teilnahme zu rekrutieren. Dieses Ziel erreichten allerdings lediglich 54 KollegInnen. Daher konnten letztlich vollständige Basisdaten plus:
erhoben und ausgewertet werden.• funktioneller Status (prä-post) für 65 PatientInnen,
• Versorgungsdaten für 71 PatientInnen und
• funktioneller Status (prä-post) + Versorgungsdaten für 40 PatientInnen
TherapeutInnen
Die meisten BehandlerInnen stammten aus Süddeutschland, NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen. Die Geschlechterverteilung war nahezu ausgeglichen (w = 57,8 Prozent) und ein Drittel hatte einen akademischen Abschluss. Die TherapeutInnen waren durchschnittlich Mitte Vierzig und hatten etwa 20 Jahre Berufserfahrung. Rund 75 Prozent aller TeilnehmerInnen hatten eine Weiterbildung in Manueller Therapie absolviert. Mit gleicher Häufigkeit war das Zertifikat Krankengymnastik am Gerät (KG-Gerät) und bei 69 Prozent die MLD vertreten. Die therapeutische Wochenarbeitszeit – an PatientInnen – lag bei 33,2 Stunden. Rund die Hälfte der KollegInnen war angestellt.
Die teilnehmenden TherapeutInnen zeigten mehrheitlich eine schwache Adhärenz zur wissenschaftlich-orientierten Therapie. In allen fünf Domänen des EBPI wiesen rund vier Fünftel der Befragten eine schwache EBP-Ausprägung auf, wobei Studierte** deutlich besser abschnitten. Im Work Design Questionnaire deutete eine breite Streuung über das gesamte Skalenniveau (1 bis 5) darauf hin, dass von starker Eigenverantwortung in der Arbeitsgestaltung bishin zu strikter Befolgung von vorgefertigten Arbeitsabläufen alles vertreten war.
Auf einer Skala von -5 bis +5 waren die TherapeutInnen mit einem Wert von +3,6 mit den Behandlungserfolgen und mit +3,3 Punkten mit der Verwaltung der Blankoverordnung zufrieden.
Therapiedaten
„Die mittlere Wartezeit bis zum ersten Behandlungstermin betrug 14 (Standardabweichung: 13; Spannweite: 0 – 63) Tage. Gründe für lange Wartezeiten wurden nicht erhoben.“ Die PatientInnen erhielten zwischen 3 und 33 (Mittelwert = 16) Termine.
Das häufigste primäre Heilmittel war die Manuelle Therapie (84,5 Prozent), gefolgt von der Krankengymnastik (56,3 Prozent) und KG-Gerät (36,6 Prozent). Rund zwei Drittel der PatientInnen erhielten zusätzlich ergänzende Heilmittel wie Elektrotherapie (29,6 Prozent), Fango (15,5 Prozent), Heiße Rolle (9,9 Prozent). Eine genaue Aufschlüsselung der jeweiligen Häufigkeit der Heilmittel liegt leider nicht vor. Diese Auswahl bestätigt die Ergebnisse im EBPI. Entsprechend der aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Daten sollten die MT und weitere passive Maßnahmen bei Schulterproblematiken nur selten vertreten sein.
Die meisten PatientInnen wurden im Schnitt zweimal wöchentlich behandelt. Nur ein Drittel wurde einmal pro Woche einbestellt. Bei rund 25 Prozent wurde die Behandlungsserie zwischenzeitlich für mehr als 14 Tage unterbrochen. Dies lag zumeist (61,2 Prozent) an der Urlaubsplanung oder Krankheit der TherapeutInnen oder PatientInnen.
Durchschnittlich wurde über einen Zeitraum von 12 Wochen behandelt, wovon rund die Hälfte nur deshalb nach dieser Zeit beendet wurde, weil die Gültigkeit der Verordnung auslief, die grüne Ampelphase erschöpft war oder individuelle PatientInnenbedürfnisse dies erforderten. Bei der anderen Hälfte wurde laut der Behandlungsdokumentation das Therapieziel bereits erreicht.
PatientInnen
Zur finalen Auswertung der Behandlungsergebnisse und Zufriedenheit der PatientInnen standen am Ende des Erhebungszeitraums 65 Vorher-Nachher-Vergleiche zur Verfügung. Die TeilnehmerInnen waren durchschnittlich 57 (20 bis 85) Jahre alt und rund zwei Drittel weiblichen Geschlechts. Auch hier waren die meisten TeilnehmerInnen aus Süddeutschland.
Im Shoulder Pain and Disability Index-Gesamtscore verbesserten sich die PatientInnen im Mittel um einen klinisch bedeutsamen Wert von 27,3 Punkten (großer Effekt: Cohen's d= 1.1). Dies spiegelt sich auch in den Subskalen für Schmerz (d = 1.3) und Behinderung (d = 0.9) wider. Beim Single Assessment Numeric Evaluation konnte eine Verbesserung um knapp 20 Punkte beobachtet werden. Diese überschritten allerdings nicht die Grenze der minimalen klinischen Relevanz (MCID) von 28 Punkten. Die TeilnehmerInnen wiesen bereits zu Behandlungsbeginn eine gute gesundheitsbezogene Lebensqualität (EQ-5D) auf, was eine Verbesserung im klinisch relevanten Bereich von vornherein unwahrscheinlicher machte. Dennoch zeigte sich eine moderate Verbesserung (d = 0.7) im Vorher-Nachher-Vergleich. Ein vergleichbares Bild zeichnet sich bei der Bewegungs- und Belastungsangst (TSK) ab.
Der globale Behandlungserfolg (Skala: -5 bis +5) wurde mit 4,4 Punkten für die allgemeine Zufriedenheit mit der Behandlung und 3,8 Punkten für die Veränderung der Schulterproblematik bewertet. Diese Werte deuten auf eine hohe Zufriedenheit und deutlich wahrgenommene Verbesserung hin.
Sekundäre Ergebnisse – Einflussfaktoren
Die ForscherInnen analysierten zusätzlich, welche Faktoren einerseits einen möglichen Einfluss auf die Therapieergebnisse und andererseits auf die Therapiegestaltung hatten.
Schmerz und Funktion – SPADI
Aus den soziodemografischen Daten der PatientInnen war das Alter der einzige Prädiktor (Einflussfaktor) der das Ergebnis signifikant beeinflusste. Je älter PatientInnen waren, desto stärker profitierten sie von der Behandlung. Die Behandlungsfrequenz wies keinen signifikanten Effekt auf die Therapieerfolge auf.
Demgegenüber verschlechterten sich die Ergebnisse bei PatientInnen, wenn die behandelnden TherapeutInnen ein MT-Zertifikat hatten. Wiesen die TherapeutInnen hingegen eine hohe wissenschaftsorientierte Adhärenz bei der Dimension Entscheidungsfindung (EBPI, Dimension 4) auf, verbesserte sich das Outcome der PatientInnen signifikant.
Versorgungsdaten
Weibliche und TherapeutInnen mit einer MT-Weiterbildung tendierten dazu, ihre PatientInnen mit deutlich mehr Terminen zu versorgen. Nahmen die TherapeutInnen eine höhere Abhängigkeit von der Arbeit anderer (WDQ – rezipierte Interdependenz) wahr, verordneten sie ebenfalls mehr Behandlungseinheiten. Eine hohe Ausprägung der EBPI-Dimension 3 – Verhaltenskontrolle – führte hingegen zu weniger Terminen. Hinsichtlich der Gesamtbehandlungsdauer stellten sich keine Einflussfaktoren als signifikant heraus.
Wie bereits bei der Anzahl der Termine, erwies sich die MT-Fortbildung als Prädiktor für eine höhere Therapiefrequenz. Die Daten zum EBPI streuten sehr stark, weshalb die Interpretation dieser Ergebnisse mit besonderer Vorsicht erfolgen muss. Beim WDQ konnte keine Dimension als Einflussfaktor auf die Frequenz ermittelt werden.
Je länger TherapeutInnen bereits im Beruf waren und je mehr therapeutische Wochenarbeitsstunden sie erbrachten, umso häufiger setzten sie ergänzende Heilmittel ein. Weitere Prädiktoren konnten hierzu nicht ermittelt werden.
Limitationen
Die wohl stärkste methodische Limitation der Arbeit besteht darin, dass keine Kontrollgruppe mit regulärer (Nicht-Blanko-) Verordnung vorlag, um die Ergebnisse mit einer ärztlich gesteuerten Therapie zu vergleichen. Daher kann die Studie „als nicht-randomisierte Beobachtungsstudie [...] keine kausalen Aussagen zur Wirksamkeit der BVO […]“ liefern. Ebenso fehlt zum aktuellen Zeitpunkt ein Langzeit-Follow-up zur Ermittlung der Nachhaltigkeit.
PHYSIO-DEUTSCHLAND dazu
„Studie bestätigt: Die Blankoverordnung stärkt die physiotherapeutische Versorgung!“, so titelt der Berufsverband Physio Deutschland (ZVK) in einem Post und führt aus: „Die Studie […] belegt unter anderem: weniger Schmerzen, bessere Funktion, mehr Lebensqualität und nur sehr selten unerwünschte Ereignisse.“ So gerne man als TherapeutIn diesem Fazit zustimmen möchte, entspricht dies leider – wie in den vorherigen Absätzen (besonders den Limitationen!) erkennbar – nicht dem, was die Studie tatsächlich aussagt.
Fazit
Die WissenschaftlerInnen ziehen ein klares Fazit für die Praxis: „Die Befunde […] verdeutlichen, dass die neu gewonnene Therapiefreiheit unterschiedlich genutzt wird […]“. Die Erkenntnisse deuten zusätzlich darauf hin, dass eine wissenschaftlich orientierte Bildung Einfluss auf die Adäquanz und Therapieerfolge haben kann. „Dies legt nahe, dass eine gezielte Förderung von EBP-Kompetenzen in der physiotherapeutischen Aus- und Weiterbildung […] und […] auch im Zusammenhang einer Novellierung des Berufsgesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung der Physiotherapie beachtet werden sollte.“
Aus den Daten wird erkennbar, dass eine geringere Therapiefrequenz (1x/Woche) zu den gleichen Ergebnissen führt wie eine höhere. Es wird auch deutlich, dass passive Maßnahmen und Manuelle Therapie keinen Mehrwert bieten und teilweise zu schlechteren Outcomes führen. Dies bestätigt ein weiteres Mal die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen in Leitlinien.
Die komplette Studie finden sie hier.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
*Der SANE wird – wie das „Single“ verrät – durch nur eine einzige Frage erhoben: “Wie würden Sie Ihr Gelenk (in diesem Fall: Ihre Schulter) heute im Vergleich zum Normalzustand bewerten (0 % bis 100 %, wobei 100 % normal entspricht)?“.
** Eines der größten Probleme im deutschen System der akademischen „Ausbildung“ von PhysiotherapeutInnen ist der völlig deregulierte Bildungsmarkt. Durch die Unzahl an privaten Hochschulen mit teilweise fragwürdiger Akkreditierung der Studiengänge ist, inhaltlich betrachtet, ein Bachelorabschluss nicht gleich ein Bachelorabschluss. Dies spiegelt sich häufig in solchen Studien wider. So schneiden auch in dieser Erhebung die Studierten zwar im EBPI durchschnittlich besser ab, doch die Streuung offenbart eine starke Diversität in der wissenschaftlichen Festigkeit.
BlankoverordnungStudieManuelle TherapieKGGZVK
Ist eine Studie mit einer Patientenzahl im mittleren 2-Stelligen Bereich tatsächlich in irgendeiner Art und Weise wert, ausdiskutiert zu werden?
Wenn ich lese, dass es auch keine Vergleichswerte gibt, frage ich mich, welcher Sinn hier in der Tiefe abgelesen werden kann?
Gefällt mir
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Christoph CO schrieb:
Deine Frage ist verständlich und zeigt wie wichtig die Statistik in der akademischen Ausbildung ist. In der Studie müssen die Forschenden die statistische Power Analyse nachweisen. Je nach Fragestellung und Messmethode ist die Probandenzahl ausreichend.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Dorsovolar schrieb:
Ich bin ja kein Akademiker, wie man vielleicht bisher erahnen konnte, aber als reine Interessensfrage:
Ist eine Studie mit einer Patientenzahl im mittleren 2-Stelligen Bereich tatsächlich in irgendeiner Art und Weise wert, ausdiskutiert zu werden?
Wenn ich lese, dass es auch keine Vergleichswerte gibt, frage ich mich, welcher Sinn hier in der Tiefe abgelesen werden kann?
Ich habe dazu mal eine Frage. Warum ist es dann in der MT Ausbildung vertreten? Warum ist in jeder von der Krankenkasse zertifizierten Leistung eines Anbeiters zu dieser Fobi die Schulter im Curriculum?
Und wenn man bedenkt, dass die Manuelle Therapie eine Befund und Untersuchungstechnik darstellt, diese ABER nicht zur Physiotherapeutischen Diagnostik oder zur Bedarsfdiagnostik hinzuziehen soll, dann bitte ich dem REALSCHÜLER es zu erklären.
Diese ganze Messmethodik ohne Kontrollgruppe oder eine Studie mit einer Anzahl von 50 Personen als deckend zu betrachten ist schon schwach. Ich hatte in meiner Praxis schon 5 Studierte Physios. 2 waren brilliant und 3 wussten nach dem Studium jedes Testverfahren, aber nicht eine Behandlungstechnik!!! Die Frage die sich nun stellt, sind wir Therapeuten oder Diagnostiker? Und nicht studierte oder gute Physiotherapeuten?
Gefällt mir
Ich mach jedes Mal am Anfang einen kurzen manuellen Befund und Retests und dann überlege ich mir eine entsprechende Maßnahme.
Was trage ich dann ein? Ist das dann beides oder darf ich nur KG weil ich hab ja hauptsächlich Übungen gemacht - was darf ich denn dann wie machen?
Und dann suchen wir wieder wo wir wegen 3€ hin oder her die Fehler gemacht haben. Und das bei 2% vom gesamten KK Budget, ist doch eine Farce..
Nennt es Physiotherapie bezahlt es bisschen besser - verändert den Fortbildungswahnsinn - dann können wir besser helfen
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Niklas Streng schrieb:
Das System ist hier wohl eher das Problem. Warum soll man sich denn überhaupt im Vorhinein ausdenken was man heute für eine Therapieart wählt, wenn man doch eine maßgeschneiderte patientenzentrierte Behandlung anstrebt. Dann müsste ich doch generell die Möglichkeit haben nicht nur vor der Therapie sondern auch mehrmals während der Therapie das "Heilmittel" zu wechseln. In einer Welt in der ich mich zwischen KG MT ... entscheiden muss, sieht es ja wirklich so aus als ob ich das die einzige Möglichkeit wäre und am Anfang der Therapie klar ein entsprechender Handwerkskoffer ausgepackt werden muss der entweder für das Eine oder das Andere gut ist. Ist doch in der Realität einfach totaler Blödsinn.
Ich mach jedes Mal am Anfang einen kurzen manuellen Befund und Retests und dann überlege ich mir eine entsprechende Maßnahme.
Was trage ich dann ein? Ist das dann beides oder darf ich nur KG weil ich hab ja hauptsächlich Übungen gemacht - was darf ich denn dann wie machen?
Und dann suchen wir wieder wo wir wegen 3€ hin oder her die Fehler gemacht haben. Und das bei 2% vom gesamten KK Budget, ist doch eine Farce..
Nennt es Physiotherapie bezahlt es bisschen besser - verändert den Fortbildungswahnsinn - dann können wir besser helfen
Danke
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Andreas Bock schrieb:
@Niklas Streng
Danke
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Andreas Bock schrieb:
"Entsprechend der aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Daten sollten die MT und weitere passive Maßnahmen bei Schulterproblematiken nur selten vertreten sein."
Ich habe dazu mal eine Frage. Warum ist es dann in der MT Ausbildung vertreten? Warum ist in jeder von der Krankenkasse zertifizierten Leistung eines Anbeiters zu dieser Fobi die Schulter im Curriculum?
Und wenn man bedenkt, dass die Manuelle Therapie eine Befund und Untersuchungstechnik darstellt, diese ABER nicht zur Physiotherapeutischen Diagnostik oder zur Bedarsfdiagnostik hinzuziehen soll, dann bitte ich dem REALSCHÜLER es zu erklären.
Diese ganze Messmethodik ohne Kontrollgruppe oder eine Studie mit einer Anzahl von 50 Personen als deckend zu betrachten ist schon schwach. Ich hatte in meiner Praxis schon 5 Studierte Physios. 2 waren brilliant und 3 wussten nach dem Studium jedes Testverfahren, aber nicht eine Behandlungstechnik!!! Die Frage die sich nun stellt, sind wir Therapeuten oder Diagnostiker? Und nicht studierte oder gute Physiotherapeuten?
Zitat Aus Anlage 1 Leistungsbeschreibung: "X1201 Manuelle Therapie
Definition:
Von Therapeuten durchgeführter Teil der manuellen Medizin auf der Grundlage der Biomechanik und Reflexlehre zur Behandlung von Dysfunktionen der Bewegungsorgane mit reflektorischen
Auswirkungen. Sie beinhaltet aktive und passive Dehnung verkürzter muskulärer und neuraler
Strukturen, Kräftigung der abgeschwächten Antagonisten und Gelenkmobilisationen durch
translatorische Gelenkmobilisationen. Anwendung einer gezielten impulslosen Mobilisation oder von Weichteiltechniken. Die krankengymnastische manuelle Therapie enthält keine passiven
Manipulationstechniken von blockierten Gelenkstrukturen an der Wirbelsäule.
Therapeutische Wirkung:........." usw.
Ich lese die Leistungsbescheibung so, daß es eine Kombination aus passiven manualtherapeutischen Techniken ist, die dann aktiv durch gezielte Übungen und ein gezieltes Heimprogramm untermauert wird. Für mich ist laut Leistungsbeschreibung die MT eine Erweiterung der KG. Es darf durchaus aktiv gearbeitet werden mit dem Zusatz, daß ich gezielt an den Gelenken mit manualtherapeutischen Techniken arbeiten darf.
Gefällt mir
Der Teufel steckt im Detail.
Du darfst bei der MT NUR die Antagonisten kräftigen.
Die Agonisten oder Synergisten NICHT.
MT ist keine Erweiterung der KG sondern eine Reduktion.
Bei der KG hingegen steht:
,,Krankengymnastik umfasst alle Behandlungsmethoden und -techniken unter Berücksichtigung der neurophysiologischen Kontrollmechanismen am Bewegungssystem einerseits sowie der funktionellen Steuerungsmechanismen der Organsysteme andererseits, mit bewusster Ausnutzung der vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems, zur Förderung der sensomotorischen Funktionen."
Bei der KG darfst du ALLES machen. Bei der MT nicht.
(Zusatz: Es kommt natürlich immer auf die Definition an und für wen diese gilt. Hier reden wir davon, was die GKV unter KG und MT verstehen. Was KG und MT wirklich umfasst spielt dabei keine Rolle.)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Halbtitan schrieb:
Leider nicht.
Der Teufel steckt im Detail.
Du darfst bei der MT NUR die Antagonisten kräftigen.
Die Agonisten oder Synergisten NICHT.
MT ist keine Erweiterung der KG sondern eine Reduktion.
Bei der KG hingegen steht:
,,Krankengymnastik umfasst alle Behandlungsmethoden und -techniken unter Berücksichtigung der neurophysiologischen Kontrollmechanismen am Bewegungssystem einerseits sowie der funktionellen Steuerungsmechanismen der Organsysteme andererseits, mit bewusster Ausnutzung der vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems, zur Förderung der sensomotorischen Funktionen."
Bei der KG darfst du ALLES machen. Bei der MT nicht.
(Zusatz: Es kommt natürlich immer auf die Definition an und für wen diese gilt. Hier reden wir davon, was die GKV unter KG und MT verstehen. Was KG und MT wirklich umfasst spielt dabei keine Rolle.)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
massu schrieb:
@Halbtitan dann müsste die KG ja noch besser als die MT vergütet werden!! Umfasst sie doch ALLE Behandlungsmethoden😊
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
FoetorExOre schrieb:
das ist mir egal.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Kevin Rein schrieb:
Also wer Patienten mit einem MT Rezept anders behandelt als mit einem KG Rezept hat diesen Beruf doch komplett verfehlt... Diese Aufteilung der Heilmittel ist so ein riesen Schmarrn und gehört endlich abgeschafft
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Lucky2004 schrieb:
Wow, was für ein sinnvoller Beitrag.Sarkasmus aus.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Lucky2004 schrieb:
Was ich bei den vorherigen Ausführungen nicht verstehe: Warum ist die manuelle Therapie eine rein passive Maßnahme?
Zitat Aus Anlage 1 Leistungsbeschreibung: "X1201 Manuelle Therapie
Definition:
Von Therapeuten durchgeführter Teil der manuellen Medizin auf der Grundlage der Biomechanik und Reflexlehre zur Behandlung von Dysfunktionen der Bewegungsorgane mit reflektorischen
Auswirkungen. Sie beinhaltet aktive und passive Dehnung verkürzter muskulärer und neuraler
Strukturen, Kräftigung der abgeschwächten Antagonisten und Gelenkmobilisationen durch
translatorische Gelenkmobilisationen. Anwendung einer gezielten impulslosen Mobilisation oder von Weichteiltechniken. Die krankengymnastische manuelle Therapie enthält keine passiven
Manipulationstechniken von blockierten Gelenkstrukturen an der Wirbelsäule.
Therapeutische Wirkung:........." usw.
Ich lese die Leistungsbescheibung so, daß es eine Kombination aus passiven manualtherapeutischen Techniken ist, die dann aktiv durch gezielte Übungen und ein gezieltes Heimprogramm untermauert wird. Für mich ist laut Leistungsbeschreibung die MT eine Erweiterung der KG. Es darf durchaus aktiv gearbeitet werden mit dem Zusatz, daß ich gezielt an den Gelenken mit manualtherapeutischen Techniken arbeiten darf.
also ich kann nur von meiner Erfahrung berichten , dass für ALLE PATIENTEN das nur positiv sein kann. Und selbst wenn der Patient doch operiert werden muss, profitiert er anschließend von einer schnelleren Genesung !!!
Gefällt mir
Link
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
Apropos Impingement
Link
Danke mbone, das Ding kannte ich noch nicht, hab herrlich gelacht...
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@mbone Lovely, ich bin ja nicht mehr allzu viel am Patienten, allerdings ist dieses Video die beste Grundlage für eine Diskussion über die BV. Genau hier sehe ich das Problem: wir kriegen endlos viele BV mit Diagnose Impingement-Syndrom, am Ende stellen sich komplett andere Diagnosen raus, und wir können uns in Bezug auf Wirtschaftlichkeitsprüfungen noch in diesem Forum anlesen: "Also bei mir ist so´n Impingement nach 12 Behandlungen spätestens durch..."
Danke mbone, das Ding kannte ich noch nicht, hab herrlich gelacht...
Nur mal so zum Nachdenken.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Sarah Gerbert schrieb:
@Dorsovolar ein rein muskulär bedingtes Supraspinatusimpingement ist etwas völlig anderes als ein Impingement bei einem Berufsgeiger. Was wiederum nicht dasselbe Impingement ist wie bei einem Knochensporn am Schulterdach, welcher die Supraspinatussehne zerstört.
Nur mal so zum Nachdenken.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Alexander Lack schrieb:
Ja das ist die eigentliche Wette im Bezug auf die richtige Bewertung der Erfolge im Bezug auf die Blankoverordnung. Da verliert die Studie an Wert wenn man diese Dinge nicht berücksichtigt. Die richtige Diagnose ist der entscheidende Hinweis. Das ist aber wieder ein anderes Thema ;)
Hier gehts ja nicht darum dass du ein gutes differentialdiagnostisches Wissen im Bereich der Schulter hast, sondern dass die verschreibenden Orthopäden selbiges oft zur Gänze vermissen lassen....
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
@Sarah Gerbert
Hier gehts ja nicht darum dass du ein gutes differentialdiagnostisches Wissen im Bereich der Schulter hast, sondern dass die verschreibenden Orthopäden selbiges oft zur Gänze vermissen lassen....
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Alexander Lack schrieb:
Es liegt nicht an den Ärzten - das hab ich vor Jahren aufgegeben. Es geht um eine Studie die in meinen Augen nicht transparent sein kann, weil die Diagnosen nicht eindeutig gestellt werden … Eine Studie ist immer so gut wie die Daten die diese Studie umfasst.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Sarah Gerbert schrieb:
@mbone das stimmt allerdings
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@Sarah Gerbert Liebe Sarah, mir war in diesem Kontext nicht die fachliche Auseinandersetzung wichtig, sondern der Umstand, dass wir keine differenzierten Diagnosen erhalten, an denen wir dann allerdings in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit von den Krankenkassen bemessen werden.
Jetzt ist es klar
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Sarah Gerbert schrieb:
@Dorsovolar hab den Link von mbone nicht gelesen. Da könnte man deinen Post anders verstehen.
Jetzt ist es klar
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Alexander Lack schrieb:
Was glaub hier nicht ganz passt ist die Einsortierumg der Diagnose und die gewählten Heilmittel. Also man muss schon unterscheiden - einen Patienten mit Frozen sholder mit Patienten mit Impingenentsyndrom und selbst da ist auch die Frage was das impingenent ausmacht. Ich weiß nicht nicht meine Freunde, die Auswertungen müssen anders erfolgen. Das ist so nicht haltbar. Man kann nicht alle Patienten in einem Topf schmeißen und nur positive Ergebnisse erhoffen. Das hängt von so vielen Faktoren ab, die gar nicht berücksichtigt werden. Zbsp. Patientenmotivation. Weiß der Patient überhaupt was sein Problem ist ?
also ich kann nur von meiner Erfahrung berichten , dass für ALLE PATIENTEN das nur positiv sein kann. Und selbst wenn der Patient doch operiert werden muss, profitiert er anschließend von einer schnelleren Genesung !!!
Mein Profilbild bearbeiten