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Apps: Verbracherzentrale testet Gesundheitsapps
Gefahr durch Gesundheits-Apps
Verbraucherzentrale deckt bei 17 getesteten Apps deutliche Mängel auf.
26.09.2017 • 0 Kommentare

Bei einem Test der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kam es zu ernüchternden Ergebnissen. Es wurden 17 verschiedene Apps für unterschiedliche Gesundheitsprobleme wie (Rücken-) Schmerzen oder Rheuma getestet. Herausgeber waren unter anderem Pharmaunternehmen und Selbsthilfeorganisationen.

Die Mitarbeiter des Verbraucherschutzes überprüften, inwiefern die Zielsetzung/-gruppe der Apps definiert, die Qualität und Herkunft der Inhalte belegt und der Hinweis auf die vorherige Konsultation eines Fachmanns gegeben waren. Die Ergebnisse waren ernüchternd:

- bei vier Apps wurde keine Zielgruppe definiert.
- elf Apps wurden für Schmerzpatienten entwickelt, lediglich vier davon wiesen auf das Hinzuziehen eines Arztes und die wissenschaftlichen Belege der Inhalte hin.
- drei Apps nennen keine Quellen.
- bei vier Apps gibt es keinen Hinweis darauf, dass bei allen ernsthaften Erkrankungen zunächst ein Arztbesuch ratsam ist.

Aufgrund der Testergebnisse fordert die Verbraucherzentrale neue Gesetze und eine einheitliche Zertifizierung der Apps, sowie der jeweiligen Anbieter. Dieser Antrag wurde von Gesundheitsminister Herrmann Gröhe allerdings abgewiesen.


Ca.Hei. / physio.de

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