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monatlich als Physiotherapeut/in
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Dessen stellvertretender Vorsitzender Dr. Pilsinger (von der CSU und selbst ausgebildeter Facharzt für Allgemeinmedizin) lässt sich nun an prominenter Stelle mit den Worten „Pilsinger will mehr Versorgung in nicht-ärztliche Hände verlagern“ zitieren. Grund für unsere Redaktion einmal nachzuhaken:
physio.de: Herr Dr. Pilsinger, wie stehen Sie zu der Forderung, im Rahmen des kommenden Primärversorgungssystems Physiotherapeuten den Direktzugang zu ermöglichen?
Dr. Pilsinger: Zur Entlastung der Arztpraxen im kommenden Primärversorgungssystem spreche ich mich klar für einen Direktzugang von GKV-Versicherten zur Physiotherapie als Regelleistung bei ausgewählten unkomplizierten Beschwerden aus. Dazu können beispielsweise muskuläre Verspannungen oder akute, nicht spezifische Rückenbeschwerden gehören. Hier kann eine kurze physiotherapeutische Behandlung ohne vorherigen Arztbesuch sinnvoll sein.
Voraussetzung sind entsprechend qualifizierte Physiotherapeuten, klare Behandlungspfade und eine ärztliche Abklärung bei Warnzeichen, unklaren oder anhaltenden Beschwerden. So nutzen wir die Kompetenzen der Physiotherapeuten und entlasten die Arztpraxen, ohne die Patientensicherheit aus dem Blick zu verlieren.
Weil Sie das Primärversorgungssystem eben ansprachen. Was mit einem PrimärARZTsystem (wie Koalitionsvertrag genannt) gemeint ist, ist uns bekannt. Nun soll aber doch ein PrimärVERSORGUNGSsystem kommen. Was darf man sich darunter konkret vorzustellen bzw. was verstehen Sie darunter, gerne mit zwei Beispielen?
Ich möchte die Idee eines Primärarztmodells nicht allein deshalb aufgeben, weil der Begriff des Primärversorgungssystems die Debatte mittlerweile dominiert. Im künftigen Patientensteuerungssystem muss klar geregelt sein, dass der Hausarzt grundsätzlich die erste ärztliche Anlaufstelle ist. Er soll die Versorgung koordinieren und unnötige Mehrfachuntersuchungen vermeiden. Medizinisch notwendige Zweitmeinungen und klar definierte Direktzugänge, beispielsweise zu Gynäkologen und Augenärzten, bleiben möglich.
Im Mittelpunkt muss die Versorgung der Patienten stehen. Dafür müssen wir die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen und das starre Denken in Sektoren überwinden. Ich halte viel vom Konzept der Team-Praxen: Entsprechend qualifizierte medizinische Fachangestellte und Physician Assistants können unter ärztlicher Verantwortung Aufgaben wie Blutabnahmen, Blutzuckermessungen oder die Durchführung von Impfungen übernehmen. Damit haben Ärzte mehr Zeit für persönliche Gespräche und komplexe medizinische Entscheidungen.
Eine wichtige Rolle kommt auch den Apotheken als niedrigschwellige Anlaufstelle zu. Mit der beschlossenen Apothekenreform haben wir ihre Kompetenzen erweitert. Dazu gehören Impfungen mit Totimpfstoffen bei Erwachsenen durch entsprechend qualifizierte Apotheker; die Verabreichung kann unter den vorgesehenen Voraussetzungen an geschultes pharmazeutisches Personal delegiert werden. Venöse Blutentnahmen sind an eine entsprechende ärztliche Schulung der Apotheker gebunden. Hinzu kommen zusätzliche Möglichkeiten zur Prävention und Früherkennung.
Diese Angebote können helfen, etwa Menschen mit einem erhöhten Diabetesrisiko frühzeitig zu erkennen und zur ärztlichen Abklärung weiterzuleiten. Gerade Menschen, die selten eine Arztpraxis aufsuchen, können wir auf diesem Weg besser erreichen.
Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsberufe bringen unterschiedliche Kompetenzen ein. Entscheidend ist, dass sie zum Wohl der Patienten zusammenarbeiten. Dafür brauchen wir klare Zuständigkeiten und gegenseitigen Respekt statt gegenseitiger Negativkampagnen.
Herr Dr. Pilsinger, wir danken für Ihre Antworten.
Friedrich Merz / physio.de
Zur Person:
Dr. med. Stephan Pilsinger (Bild: Hendrik Steffens)
Dr. Stephan Nikolaus Pilsinger (Jahrgang 1987) kommt aus München und ist Facharzt für Allgemeinmedizin.
Er sitzt seit 2017 für die CSU im Bundestag und ist seit 2025 stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und gemeinsam mit einer Kollegin selbstständiger Hausarzt.
DirektzugangPrimärversorgungssystemCSUInterviewGesundheitsausschussPhysican AssistantApothekenachgehakt
,,Voraussetzung sind entsprechend qualifizierte Physiotherapeuten, klare Behandlungspfade und eine ärztliche Abklärung bei Warnzeichen, unklaren oder anhaltenden Beschwerden. So nutzen wir die Kompetenzen der Physiotherapeuten und entlasten die Arztpraxen, ohne die Patientensicherheit aus dem Blick zu verlieren."
Welche Kompetenzen der Physiotherapeuten denn?
Mal ein ganz einfacher Test:
a) Botulismus, b) Cholera, c) Diphtherie, d) humane spongiforme Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer Formen, e) akute Virushepatitis, f) enteropathisches hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), g) virusbedingtes hämorrhagisches Fieber, h) Keuchhusten, i) Masern, j) Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis, k) Milzbrand, l) Mumps, m) Pest, n) Poliomyelitis, o) Röteln einschließlich Rötelnembryopathie, p) Tollwut, q) Typhus abdominalis oder Paratyphus, r) Windpocken, s) zoonotische Influenza, u) durch Orthopockenviren verursachte Krankheiten,
Der Verdacht auf eine dieser Erkrankungen ist dem Gesundheitsamt jetzt schon namentlich zu melden. Welcher Physio kann das?
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mimikri schrieb:
Die Symptome dieser Erkrankungen sind aber auch keine, weswegen eine Physiopraxis aufgesucht wird.
ist doch aber egal. Man kann ja auch einfache Rückenschmerzen und Symptome einer Orthopockenvirenerkrankung haben.
Ein Physio, der im Jahr keine 60 Meldungen ans Gesundheitsamt macht arbeitet entweder nur 2h pro Woche oder er kennt die aktuellen Gesetze nicht. Und wenn man schon die aktuellen nicht kennt soll man noch mehr Kompetenzen bekommen?
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Halbtitan schrieb:
@mimikri
ist doch aber egal. Man kann ja auch einfache Rückenschmerzen und Symptome einer Orthopockenvirenerkrankung haben.
Ein Physio, der im Jahr keine 60 Meldungen ans Gesundheitsamt macht arbeitet entweder nur 2h pro Woche oder er kennt die aktuellen Gesetze nicht. Und wenn man schon die aktuellen nicht kennt soll man noch mehr Kompetenzen bekommen?
Schade das du die Erreger aus 7 nicht alle benannt hast:-)
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Andreas Bock schrieb:
Zumindest der die HP Prüfung gemacht hat und das Infektionschutzgesetz §6 runter beten durfte. Wobei ich c) hatte und schon jetzt es mir wiedre kalt den Rücken runter läuft.
Schade das du die Erreger aus 7 nicht alle benannt hast:-)
MfG
JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:
@Halbtitan Hallo Halbtitan...habe in meinem Berufsleben von 1965 bis ich 77Jahre alt wurde noch nie etwas beim Gesundheitsamt gemeldet...
MfG
JürgenK ;)
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Schippi schrieb:
@Halbtitan was soll ich denn ans Gesundheitsamt melden???Und ich arbeite 40 Stunden in der Woche!Deine Aussage ist leider völliger …..!Schade für deine Aussage,da disqualifizierst du dich erheblich
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mimikri schrieb:
@Halbtitan ich habe in 25 Jahren noch nix gemeldet, was hast Du denn für Klientel? Und was hast Du bislang denn alles gemeldet?
Infektionsschutzgesetz §8
(1) Zur Meldung sind verpflichtet:
5.im Falle des § 6 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 5 und Absatz 3 auch Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs, der für die Berufsausübung oder die Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung oder Anerkennung erfordert,
Und jetzt lest euch mal in §6 durch was da alles schon nur bei dem Verdacht zu melden ist.
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Halbtitan schrieb:
@mimikri @Schippi @JürgenK
Infektionsschutzgesetz §8
(1) Zur Meldung sind verpflichtet:
5.im Falle des § 6 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 5 und Absatz 3 auch Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs, der für die Berufsausübung oder die Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung oder Anerkennung erfordert,
Und jetzt lest euch mal in §6 durch was da alles schon nur bei dem Verdacht zu melden ist.
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Inche schrieb:
In der Regel leite ich an den Arzt weiter und die Melden dann ans Amt .Aktuell liegt mir eine bestätigte Hepatitis C vor und ja klar melde ich notfallas über die Webseite oder telefonisch.
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Schippi schrieb:
@Halbtitan und wie stelle ich einen Verdacht auf eine Infektionskrankheit fest,bin ich darin ausgebildet Infektionskrankheiten zu erkennen,nein?und daher interessiert mich das ziemlich peripher!wenn du keine anderen Probleme hast,bitte,deine Praxis,deine Reaktion!Ich nicht!ehrlich:mir egal ob es diesen Paragraphen gibt,ich habe keine medizinische Ausbildung dafür!
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Schippi schrieb:
@Halbtitan und paragraph 6 spricht die Ärzte an,Oder kannst du zb tuberkulosezeichen erkennen,wow!!!
Was ist an ,,Zur Meldung sind verpflichtet" nicht zu verstehen?
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Halbtitan schrieb:
@Schippi
Was ist an ,,Zur Meldung sind verpflichtet" nicht zu verstehen?
Gemäß Infektionsschutzgesetzt jegliche Inektionskrankheit oder der passende Erreger laut Paragraf 7. Das ist ein Gesetz. Und wenn der direktzugang kommt, würde ein Schaden and er Volksgesundheit entstehen, wenn du dem nicht nachkommst. Das möchte er uzns sagen.
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Andreas Bock schrieb:
@Schippi
Gemäß Infektionsschutzgesetzt jegliche Inektionskrankheit oder der passende Erreger laut Paragraf 7. Das ist ein Gesetz. Und wenn der direktzugang kommt, würde ein Schaden and er Volksgesundheit entstehen, wenn du dem nicht nachkommst. Das möchte er uzns sagen.
komm schon, dass war richtig ätzend zum lernen. DA hatte wirklich niemand Spaß dran
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Andreas Bock schrieb:
@Halbtitan
komm schon, dass war richtig ätzend zum lernen. DA hatte wirklich niemand Spaß dran
Ich hoffe zumindest das auch du dies erkennen kannst, sonst würdest du unweigerlich zum Überträger einer offenen TB.
Dies ist auch ein Grund warum das Mykobakterium die Welt so im Griff hat und jeder dritte dies schon in sich trägt und es zum Reausbruck kommen kann.
Aber wie sage ich immer so schön, einer dehnt die Ischios und der andere macht Therapie
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Andreas Bock schrieb:
@Schippi
Ich hoffe zumindest das auch du dies erkennen kannst, sonst würdest du unweigerlich zum Überträger einer offenen TB.
Dies ist auch ein Grund warum das Mykobakterium die Welt so im Griff hat und jeder dritte dies schon in sich trägt und es zum Reausbruck kommen kann.
Aber wie sage ich immer so schön, einer dehnt die Ischios und der andere macht Therapie
" Aber wie sage ich immer so schön, einer dehnt die Ischios und der andere macht Therapie"
Wozu dieser Schlag unter die Gürtellinie?
Das Eine hat doch mit dem Anderen erstmal nichts zu tun!
Zu den Seuchen.
Ich bin ein altgedienter Physio, der in verschiedenen Praxen an unterschiedlichen Orten gearbeitet hat und dies auch weiterhin tut.
Ich kann mich an keinen einzigen meldepflichtigen Fall erinnern. Und ich habe immer im Team gearbeitet, so daß dies nicht nur meiner mangelnde Aufmerksamkeit und mangelnden Kenntnissen geschuldet sei.
Wir Physios sind weisungsgebunden.
Eine der wichtigste Aufgabe des verordnenden Arztes besteht darin, im Vorfeld abzuklären, das der Patient an sonsten gesund und therapiefähig ist.
Nur auf Grund meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten sehe ich mich nicht ausreichend vorbereitet, diesen Part umfänglich auszufüllen.
Das ändert sich, sobald ich den Direktzugang habe. Für den sHP-Physiotherapie muß ich dann ja auch zur Überprüfung meiner weiterführenden Fachkompetenz.
Es steht auser Frage, sollte der Direktzugang kommen, müsste die Examensprüfung um einiges erweitert werden!
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Stefan Preißler schrieb:
@Andreas Bock
" Aber wie sage ich immer so schön, einer dehnt die Ischios und der andere macht Therapie"
Wozu dieser Schlag unter die Gürtellinie?
Das Eine hat doch mit dem Anderen erstmal nichts zu tun!
Zu den Seuchen.
Ich bin ein altgedienter Physio, der in verschiedenen Praxen an unterschiedlichen Orten gearbeitet hat und dies auch weiterhin tut.
Ich kann mich an keinen einzigen meldepflichtigen Fall erinnern. Und ich habe immer im Team gearbeitet, so daß dies nicht nur meiner mangelnde Aufmerksamkeit und mangelnden Kenntnissen geschuldet sei.
Wir Physios sind weisungsgebunden.
Eine der wichtigste Aufgabe des verordnenden Arztes besteht darin, im Vorfeld abzuklären, das der Patient an sonsten gesund und therapiefähig ist.
Nur auf Grund meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten sehe ich mich nicht ausreichend vorbereitet, diesen Part umfänglich auszufüllen.
Das ändert sich, sobald ich den Direktzugang habe. Für den sHP-Physiotherapie muß ich dann ja auch zur Überprüfung meiner weiterführenden Fachkompetenz.
Es steht auser Frage, sollte der Direktzugang kommen, müsste die Examensprüfung um einiges erweitert werden!
so wie du selbst schreibst und oben stehend auch bereits mehrfach beantwortet, kommen bei Direktzugang eben nicht die Ärtze hin und verordnen. Wenn dann nicht schwerste Erkrankungen erkannt und anhand von Symptomen ausgeschlossen werden, dann gute Nacht.
DAs Thema Infektionskrankheiten war hier auch nur ein Beispiel. Aber wieviel Tumore schlummernd auf den Nerv drücken und Patient bekommt 18 Mal den Rcüken mit MT behandelt und es wird tatsächlich nicht besser. Das ist mir alleine schon mehrmals zu Ohren gekommen. Die b- Symptome nicht imm Schlaf zu können und die spezifischen Symptome zuzuordnen, dass ist schon ein DIng, dass Bedarf es sicher der Zusatzquliafikation.
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Andreas Bock schrieb:
@Stefan Preißler
so wie du selbst schreibst und oben stehend auch bereits mehrfach beantwortet, kommen bei Direktzugang eben nicht die Ärtze hin und verordnen. Wenn dann nicht schwerste Erkrankungen erkannt und anhand von Symptomen ausgeschlossen werden, dann gute Nacht.
DAs Thema Infektionskrankheiten war hier auch nur ein Beispiel. Aber wieviel Tumore schlummernd auf den Nerv drücken und Patient bekommt 18 Mal den Rcüken mit MT behandelt und es wird tatsächlich nicht besser. Das ist mir alleine schon mehrmals zu Ohren gekommen. Die b- Symptome nicht imm Schlaf zu können und die spezifischen Symptome zuzuordnen, dass ist schon ein DIng, dass Bedarf es sicher der Zusatzquliafikation.
Das klingt bei Halbtitan anders.
Das man sich auf die auf der Verordnung stehende Diagnose allein nicht verlassen sollte, ist vollkommen klar. Und ich verstehe dein Beispiel mit dem Ischosdehnen im entsprechenden Kontext sehr gut. Sind da einer Meinung.
Und die nötige Fachkompetenz hierfür sollte nicht erst mit dem Direktzugang sebstvertändlich sein!
Ich bin mir sicher, daß viele Physios sich der Verantwortung nicht bewusst sind, welche mit dem Direktzugang auf uns zukommen würde.
Da würde sich z.B. auch einiges bei der Berufshaftpflicht ändern.
Ich für meinen Teil wäre schon mal mit der Einführung der allgemeinen BV zufrieden!
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Stefan Preißler schrieb:
@Andreas Bock
Das klingt bei Halbtitan anders.
Das man sich auf die auf der Verordnung stehende Diagnose allein nicht verlassen sollte, ist vollkommen klar. Und ich verstehe dein Beispiel mit dem Ischosdehnen im entsprechenden Kontext sehr gut. Sind da einer Meinung.
Und die nötige Fachkompetenz hierfür sollte nicht erst mit dem Direktzugang sebstvertändlich sein!
Ich bin mir sicher, daß viele Physios sich der Verantwortung nicht bewusst sind, welche mit dem Direktzugang auf uns zukommen würde.
Da würde sich z.B. auch einiges bei der Berufshaftpflicht ändern.
Ich für meinen Teil wäre schon mal mit der Einführung der allgemeinen BV zufrieden!
Denn wenn jemand z.B. TBC hat dann sieht man ihm das nicht an und auch viele Kinderkrankheiten wie Masern ,Windpocken ,Keuchhusten oder Röteln usw. sind nicht sofort sichtbar und über Tröpfcheninfektion schon ausgebreitet.Die Inkubationszeit ist meistens relativ unterschiedlich ABER die Symptome treten Zeitversetzt meistens erst nach einigen Tagen auf und nicht sofort.
Also lass mal die Kirche im Dorf .
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eim schrieb:
@Halbtitan Also ich bin seit mehr als 10 Jahren VollHP und seit 25 Jahren Physio und und ich habe bisher noch keine Patienten mit diesen Infektionskrankheiten gehabt. Pat. mit diesen Erkrankungen melden sich aufgrund ihrer massiven Beschwerden meistens direkt beim HA oder beim Notdienst.Und grundsätzlich gibt es Infektionskrankheiten die du dir auch direkt selber einfangen kannst und überall wo grviele Menschen sind Einkaufsmarkt,Restaurant,Schwimmbad etc.
Denn wenn jemand z.B. TBC hat dann sieht man ihm das nicht an und auch viele Kinderkrankheiten wie Masern ,Windpocken ,Keuchhusten oder Röteln usw. sind nicht sofort sichtbar und über Tröpfcheninfektion schon ausgebreitet.Die Inkubationszeit ist meistens relativ unterschiedlich ABER die Symptome treten Zeitversetzt meistens erst nach einigen Tagen auf und nicht sofort.
Also lass mal die Kirche im Dorf .
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Problem beschreiben
Halbtitan schrieb:
Zitat:
,,Voraussetzung sind entsprechend qualifizierte Physiotherapeuten, klare Behandlungspfade und eine ärztliche Abklärung bei Warnzeichen, unklaren oder anhaltenden Beschwerden. So nutzen wir die Kompetenzen der Physiotherapeuten und entlasten die Arztpraxen, ohne die Patientensicherheit aus dem Blick zu verlieren."
Welche Kompetenzen der Physiotherapeuten denn?
Mal ein ganz einfacher Test:
a) Botulismus, b) Cholera, c) Diphtherie, d) humane spongiforme Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer Formen, e) akute Virushepatitis, f) enteropathisches hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), g) virusbedingtes hämorrhagisches Fieber, h) Keuchhusten, i) Masern, j) Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis, k) Milzbrand, l) Mumps, m) Pest, n) Poliomyelitis, o) Röteln einschließlich Rötelnembryopathie, p) Tollwut, q) Typhus abdominalis oder Paratyphus, r) Windpocken, s) zoonotische Influenza, u) durch Orthopockenviren verursachte Krankheiten,
Der Verdacht auf eine dieser Erkrankungen ist dem Gesundheitsamt jetzt schon namentlich zu melden. Welcher Physio kann das?
Stünde morgen im Gesetz, der DA käme, müssten unsere Verbände dafür mit den Kassen ein Model aushandeln. Die Kassen wollen das nicht, weil sie eine Mengenausweitung befürchten.
Also bewegen sich die Preise leicht über dem derzeitigen Niveau, während die Mengen drastisch nach unten korrigiert werden.
(im weiteren Verlauf werden die Kassen versuchen, auch alle anderen Bereiche nach unten zu drücken).
Wenn das geschafft ist, biete ich mit meiner Praxis den DA an und meine zuweisenden Ärzte klatschen in die Hände...?
Wir würden in dem Modell deutlich weniger Rezepte zugewiesen bekommen, weil die Ärzte uns dann als Konkurrenz sehen und uns entsprechend behandeln.
Also müssten wir aus unserer Praxis die Leute, die den DA anbieten, herauslösen und in eine eigene Praxis verfrachten mit dann zusätzlichen Kosten für Räume etc.
Die Preise müssten also von Beginn an deutlich höher sein, damit sich das Risiko überhaupt lohnt.
Die Mengen werden sich erst über einen langen Zeitraum einpendeln und so etwas Ähnliches wie eine berechenbare Größe hervorbringen.
Also werden sich nur Einzelkämpfer und Idealisten in das Modell begeben. Und das soll dann einen substanziellen Beitrag zur Versorgung leisten?
Von den fachlichen Voraussetzungen fange ich gar nicht erst an. Bis das ausgehandelt ist, vergehen wie bei der Blankoverordnung Jahre!
Wenn man tatsächlich einen schnellen Beitrag leisten will, baut man die Blankoverordnung aus.
Aber da haben wir gerade gelernt, dass die Kassen sich schon auf eine Bewertung festgelegt haben, bevor überhaupt evaluiert wurde und Daten vorliegen, die belastbarer sind.
Und mit genau diesen Kassen wollen wir dann den DA verhandeln, um unter 1% der Versorgung zu bedienen?
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Unsichtbar schrieb:
Hinter der Idee einer Team-Praxis steckt etwas anderes. Bestimmte Leistungen, die auch von nicht ärztlichen Kräften ausgeführt werden können, z.B. der Befund von leichten Muskelverspannungen, werden von der Kasse dann gegenüber der Team-Praxis nur noch reduziert erstattet. Der ärztliche Betreiber kann dann entscheiden, ob er die Leistung mit der geringeren Vergütung selbst durchführt oder dafür eben eine entsprechende Fachkraft einstellt.
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Stefan Arnold schrieb:
Sehe ich ganz genauso. Der Direktzugang ist vollkommen illusorisch auf absehbare Zeit und macht mir mehr Sorgen als dass es Mehrwert bringt.
Das ist für mich der entscheidende Punkt Deiner Ausführungen. Mit „Partnern“ zu verhandeln, deren Geschäftslogik wesentlich darin besteht, Ausgaben zu begrenzen, Leistungen zu steuern und finanzielle Risiken möglichst an andere Stellen des Systems weiterzureichen, ist ohnehin schwierig.
Wenn diese Seite zugleich kaum Bereitschaft erkennen lässt, die Rahmenbedingungen substanziell weiterzuentwickeln, erinnert das zunehmend an eine Pokerrunde, bei der der Gegenspieler nicht nur die Bank stellt, sondern auch die Spielregeln festlegt und mit gezinkten Karten spielt.
Man darf mitspielen – nur über die Regeln und den Einsatz entscheidet im Wesentlichen die andere Seite.
Die entscheidende Frage beim Direktzugang ist deshalb nicht nur, ob wir ihn wollen. Sondern unter welchen wirtschaftlichen, rechtlichen und versorgungspraktischen Bedingungen wir ihn bekommen – und wer am Ende das Risiko trägt.
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Blumenkind schrieb:
„Und mit genau diesen Kassen wollen wir dann den DA verhandeln, um unter 1 % der Versorgung zu bedienen?“
Das ist für mich der entscheidende Punkt Deiner Ausführungen. Mit „Partnern“ zu verhandeln, deren Geschäftslogik wesentlich darin besteht, Ausgaben zu begrenzen, Leistungen zu steuern und finanzielle Risiken möglichst an andere Stellen des Systems weiterzureichen, ist ohnehin schwierig.
Wenn diese Seite zugleich kaum Bereitschaft erkennen lässt, die Rahmenbedingungen substanziell weiterzuentwickeln, erinnert das zunehmend an eine Pokerrunde, bei der der Gegenspieler nicht nur die Bank stellt, sondern auch die Spielregeln festlegt und mit gezinkten Karten spielt.
Man darf mitspielen – nur über die Regeln und den Einsatz entscheidet im Wesentlichen die andere Seite.
Die entscheidende Frage beim Direktzugang ist deshalb nicht nur, ob wir ihn wollen. Sondern unter welchen wirtschaftlichen, rechtlichen und versorgungspraktischen Bedingungen wir ihn bekommen – und wer am Ende das Risiko trägt.
Einzelkämpfer sind auch raus, weil die Soft- und Hardwarekosten incl. notwendiger KI schon jetzt utopisch sind. Bleiben die Idealisten.
Eigentlich wollte ich was positives Schreiben, weil ich den Ansatz von Dr. Pilsinger richtig finde. "Dr. Pilsinger: Zur Entlastung der Arztpraxen im kommenden Primärversorgungssystem spreche ich mich klar für einen Direktzugang von GKV-Versicherten zur Physiotherapie als Regelleistung bei ausgewählten unkomplizierten Beschwerden aus. Dazu können beispielsweise muskuläre Verspannungen oder akute, nicht spezifische Rückenbeschwerden gehören. Hier kann eine kurze physiotherapeutische Behandlung ohne vorherigen Arztbesuch sinnvoll sein."
Schon vor über 25 Jahren haben der Doc. von neben an und ich für genau solche Fälle nach einer pragmatischen Lösung für alle 3 Beteiligten gesucht. Das SGB V stand immer irgendwo im Weg.
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Jytte schrieb:
"...Also werden sich nur Einzelkämpfer und Idealisten in das Modell begeben. Und das soll dann einen substanziellen Beitrag zur Versorgung leisten?"
Einzelkämpfer sind auch raus, weil die Soft- und Hardwarekosten incl. notwendiger KI schon jetzt utopisch sind. Bleiben die Idealisten.
Eigentlich wollte ich was positives Schreiben, weil ich den Ansatz von Dr. Pilsinger richtig finde. "Dr. Pilsinger: Zur Entlastung der Arztpraxen im kommenden Primärversorgungssystem spreche ich mich klar für einen Direktzugang von GKV-Versicherten zur Physiotherapie als Regelleistung bei ausgewählten unkomplizierten Beschwerden aus. Dazu können beispielsweise muskuläre Verspannungen oder akute, nicht spezifische Rückenbeschwerden gehören. Hier kann eine kurze physiotherapeutische Behandlung ohne vorherigen Arztbesuch sinnvoll sein."
Schon vor über 25 Jahren haben der Doc. von neben an und ich für genau solche Fälle nach einer pragmatischen Lösung für alle 3 Beteiligten gesucht. Das SGB V stand immer irgendwo im Weg.
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Problem beschreiben
Jens Uhlhorn schrieb:
Hat das eigentlich mal jemand durchdekliniert, was Direktzugang eigentlich bedeutet?
Stünde morgen im Gesetz, der DA käme, müssten unsere Verbände dafür mit den Kassen ein Model aushandeln. Die Kassen wollen das nicht, weil sie eine Mengenausweitung befürchten.
Also bewegen sich die Preise leicht über dem derzeitigen Niveau, während die Mengen drastisch nach unten korrigiert werden.
(im weiteren Verlauf werden die Kassen versuchen, auch alle anderen Bereiche nach unten zu drücken).
Wenn das geschafft ist, biete ich mit meiner Praxis den DA an und meine zuweisenden Ärzte klatschen in die Hände...?
Wir würden in dem Modell deutlich weniger Rezepte zugewiesen bekommen, weil die Ärzte uns dann als Konkurrenz sehen und uns entsprechend behandeln.
Also müssten wir aus unserer Praxis die Leute, die den DA anbieten, herauslösen und in eine eigene Praxis verfrachten mit dann zusätzlichen Kosten für Räume etc.
Die Preise müssten also von Beginn an deutlich höher sein, damit sich das Risiko überhaupt lohnt.
Die Mengen werden sich erst über einen langen Zeitraum einpendeln und so etwas Ähnliches wie eine berechenbare Größe hervorbringen.
Also werden sich nur Einzelkämpfer und Idealisten in das Modell begeben. Und das soll dann einen substanziellen Beitrag zur Versorgung leisten?
Von den fachlichen Voraussetzungen fange ich gar nicht erst an. Bis das ausgehandelt ist, vergehen wie bei der Blankoverordnung Jahre!
Wenn man tatsächlich einen schnellen Beitrag leisten will, baut man die Blankoverordnung aus.
Aber da haben wir gerade gelernt, dass die Kassen sich schon auf eine Bewertung festgelegt haben, bevor überhaupt evaluiert wurde und Daten vorliegen, die belastbarer sind.
Und mit genau diesen Kassen wollen wir dann den DA verhandeln, um unter 1% der Versorgung zu bedienen?
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Unsichtbar schrieb:
Brauchen wir einen Direktzugang extralight?
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Blumenkind schrieb:
Sehr wahrscheinlich wird es der letzte Punkt werden, weil da einige Anbieter schon wieder die Dollarzeichen im Auge haben.
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Schippi schrieb:
Was sind denn qualifizierte Physiotherapeuten???Wer legt das fest?Ist nicht jeder ausgebildete PT qualifiziert??Oder gibt es dann wieder eine teure Fobi wo man am DA ausgebildet wird?
Parallel dazu läuft bei über zwanzig Krankenkassen eine App, die denselben Zugang ohne jede ärztliche Verordnung herstellt: Code von der Kasse, anmelden, los. Die Gebrauchsanweisung listet 23 Gegenanzeigen, darunter Wirbelsäulentumore, Gelenkinfektionen, starker Ruheschmerz und schmerzlose Muskelschwäche. Geprüft wird das von niemandem, der Nutzer kreuzt an. Risikoklasse I heißt: Der Hersteller erklärt die Konformität selbst, ohne benannte Stelle.
Mich interessiert nicht, ob die App etwas taugt. Mich interessiert, warum für denselben Zugang zwei Maßstäbe gelten.
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Ich weiß nicht, worunter ich das suchen muss.
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pt ani schrieb:
@pm-ps Kannst Du das verlinken? Nie gehört, würde ich mir gerne ansehen.
Ich weiß nicht, worunter ich das suchen muss.
Die Bezahlung ist auch ohne Direktzugang zu gering.
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gabriele433 schrieb:
Der Direktzugang darf nur angesprochen werden, wenn in diesem Zusammenhang auch über die Bezahlung gesprochen wird.
Die Bezahlung ist auch ohne Direktzugang zu gering.
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pm-ps schrieb:
Für den Direktzugang wird von uns der Nachweis verlangt, dass wir Warnsignale erkennen. Bei der sektoralen Heilkundeerlaubnis läuft das über eine Kenntnisüberprüfung beim Gesundheitsamt.
Parallel dazu läuft bei über zwanzig Krankenkassen eine App, die denselben Zugang ohne jede ärztliche Verordnung herstellt: Code von der Kasse, anmelden, los. Die Gebrauchsanweisung listet 23 Gegenanzeigen, darunter Wirbelsäulentumore, Gelenkinfektionen, starker Ruheschmerz und schmerzlose Muskelschwäche. Geprüft wird das von niemandem, der Nutzer kreuzt an. Risikoklasse I heißt: Der Hersteller erklärt die Konformität selbst, ohne benannte Stelle.
Mich interessiert nicht, ob die App etwas taugt. Mich interessiert, warum für denselben Zugang zwei Maßstäbe gelten.
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