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Aktionsprogramm gegen den Schmerz
Kleine Anfrage im Bundestag.
30.08.2013 • 0 Kommentare

Das Thema "Schmerz" soll künftig ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik werden. Für die kommende Legislaturperiode sollen Bund und Länder ein "Nationales Aktionsprogramm gegen den Schmerz" ins Leben rufen, fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft.

"Akute und chronische Schmerzen haben sowohl bezüglich des millionenfachen individuellen Leids, aber auch in Hinblick auf ihre volkswirtschaftlichen Lasten den Charakter einer Volkskrankheit erreicht, die Gesundheitspolitik muss hier endlich mehr als bisher handeln", erklärt Professor Thomas Tölle, Präsident der Schmerzgesellschaft.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft nimmt eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion zum Anlass, die Problematik öffentlich zu machen.

Das Thema Schmerz mitsamt seiner Therapie habe in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dennoch fehle es an einer Gesamtstrategie; hier konnten bisher nur diverse Einzelmaßnahmen zur Behandlung von Schmerzpatienten beobachtet werden. Ziel soll es unter anderem sein, eine entsprechende Versorgungsforschung und ein Deutsches Schmerzregister aufzubauen. Den Patienten soll die Möglichkeiten der Schmerzversorgung mitsamt seiner Strukturen und der Qualität transparent gemacht werden.

Weitere Punkte des Aktionsplans sind zudem ausreichende Finanzierungsgrundlagen für niedergelassene Ärzte mit Schmerztherapie oder ein eigenständiger Beratungspunkt der zukünftigen Gesundheitsministerkonferenz der Länder(GMK), Zielgruppenprogramme für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, Verhinderung der Entwicklung chronischer Schmerzerkrankungen sowie die Einbindung der Schmerzmedizin als Prüfungsfach an den hiesigen Universitäten.

"Der Anfang ist gemacht, es wird mit Sicherheit besser werden. Die Kleine Anfrage wird helfen, die richtigen Wege einzuschlagen", kommentierte Professor Tölle die Aktivitäten der Politik.


AvB / physio.de

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