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  1. Neue Beiträge Alle Foren Logopädie Die Mülltherapeuten: therapierst Du noch oder putzt du schon?

Neues Thema
Die Mülltherapeuten: therapierst Du noch oder putzt du schon?
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S. Vogt
Vor 3 Wochen
Das Patientenverhalten hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Unter anderem lassen die Patienten gerne ihren Müll da. Und zwar so extrem, dass ich den Papierkorb im Wartezimmer weggenommen habe. Während Corona war der eh einkassiert von wegen infizierte Taschentücher, in denen unbeaufsichtige Kleinkinder rumwühlen. Und dabei habe ich es belassen.

Leute kommen vom Einkaufen und sortieren während der Therapie ihres Kindes die Einkäufe. Dabei hinterlassen sie sämtliche Umverpackungen, halbleere Kaffeebecher und Brötchentüten auch gerne mal neben dem Papierkorb oder wo man halt gesessen hatte. Obstreste, angelutschte Brötchen, Windeln, gerne auch hinter die Sitzmöbel geworfen, so als käme hier abendlich ein Reinigungstrupp, um für sie klar Schiff zu machen. Ist im Preis mit drin. Und das ist hier kein sozialer Brennpunkt sondern ein gut situiertes Wohnviertel. Es sind ganz normale Familien. Ich finde so ein Verhalten nicht nur unverschämt mir gegenüber, sondern auch gegenüber jeglicher Reinigungskraft. Nach dem Motto: ich hab dir da mal was hingelegt.

Selbstverständlich werden die gelesenen Bücher nicht mehr weggeräumt und wenn, dann so, dass ich sie später reparieren oder wegwerfen muss, und keinesfalls werden sie an den Ort geräumt, wo man sie geholt hatte. Man lässt die Kinder auch gerne mit schmelzenden Schokokeksen oder einem gezuckerten Gebäck in der Hand Bücher anschauen... Dass es sich dabei um fremdes Eigentum handelt, scheint komplett zu enthemmen. Man kann auch an die Fensterscheibe spucken oder eine Stunde lang dagegen patschen. Hach, ist das lustig. Was das Kleine schon alles kann.

Da der Mülleimer fehlt, versuchen jetzt einige, Getränkeflaschen, Joghurtbecher und dergleichen in den winzigen Badeimer zu quetschen, während sie doch nach dem Verlassen der Praxis direkt an unseren Mülltonnen vorbeikommen. Wegstrecke von innerer Praxistür zu Tonne etwa 5 Meter.

Ich versuche in der Praxis "Du darfst nicht"-Schilder zu vermeiden. Aber allmählich komme ich mir vor, wie eine bessere Imbissbude. Und wenn ich nicht konkret dazu auffordere, das Kind zu begleiten, werden die Kleinen alleine auf Toilette geschickt - "der kann das schon alleine" - Das ist schön. Aber ich möchte nicht jeden Abend eine komplette Grundreinigung vornehmen müssen, inklusive der Wände und seifenverschmierter Unterseite des Waschbeckens, weil es sich so schön glitschig anfühlt, mit seifigen Fingern darüber zu gleiten.

Mich macht das fassungslos, wütend und vermittelt mir das Gefühl uralt zu sein. Es ist einfach unglaublich würde- und respektlos. Vor ein paar Jahren kam ein solches Verhalten gelegentlich vor, meist bei entsprechendem sozialen Hintergrund. Heute scheint es die Regel zu sein und ein angemessenes Benehmen eher die Ausnahme.
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• B.D.
• Rederei2011
• Papa Alpaka
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Das Patientenverhalten hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Unter anderem lassen die Patienten gerne ihren Müll da. Und zwar so extrem, dass ich den Papierkorb im Wartezimmer weggenommen habe. Während Corona war der eh einkassiert von wegen infizierte Taschentücher, in denen unbeaufsichtige Kleinkinder rumwühlen. Und dabei habe ich es belassen. Leute kommen vom Einkaufen und sortieren während der Therapie ihres Kindes die Einkäufe. Dabei hinterlassen sie sämtliche Umverpackungen, halbleere Kaffeebecher und Brötchentüten auch gerne mal neben dem Papierkorb oder wo man halt gesessen hatte. Obstreste, angelutschte Brötchen, Windeln, gerne auch hinter die Sitzmöbel geworfen, so als käme hier abendlich ein Reinigungstrupp, um für sie klar Schiff zu machen. Ist im Preis mit drin. Und das ist hier kein sozialer Brennpunkt sondern ein gut situiertes Wohnviertel. Es sind ganz normale Familien. Ich finde so ein Verhalten nicht nur unverschämt mir gegenüber, sondern auch gegenüber jeglicher Reinigungskraft. Nach dem Motto: ich hab dir da mal was hingelegt. Selbstverständlich werden die gelesenen Bücher nicht mehr weggeräumt und wenn, dann so, dass ich sie später reparieren oder wegwerfen muss, und keinesfalls werden sie an den Ort geräumt, wo man sie geholt hatte. Man lässt die Kinder auch gerne mit schmelzenden Schokokeksen oder einem gezuckerten Gebäck in der Hand Bücher anschauen... Dass es sich dabei um fremdes Eigentum handelt, scheint komplett zu enthemmen. Man kann auch an die Fensterscheibe spucken oder eine Stunde lang dagegen patschen. Hach, ist das lustig. Was das Kleine schon alles kann. Da der Mülleimer fehlt, versuchen jetzt einige, Getränkeflaschen, Joghurtbecher und dergleichen in den winzigen Badeimer zu quetschen, während sie doch nach dem Verlassen der Praxis direkt an unseren Mülltonnen vorbeikommen. Wegstrecke von innerer Praxistür zu Tonne etwa 5 Meter. Ich versuche in der Praxis "Du darfst nicht"-Schilder zu vermeiden. Aber allmählich komme ich mir vor, wie eine bessere Imbissbude. Und wenn ich nicht konkret dazu auffordere, das Kind zu begleiten, werden die Kleinen alleine auf Toilette geschickt - "der kann das schon alleine" - Das ist schön. Aber ich möchte nicht jeden Abend eine komplette Grundreinigung vornehmen müssen, inklusive der Wände und seifenverschmierter Unterseite des Waschbeckens, weil es sich so schön glitschig anfühlt, mit seifigen Fingern darüber zu gleiten. Mich macht das fassungslos, wütend und vermittelt mir das Gefühl uralt zu sein. Es ist einfach unglaublich würde- und respektlos. Vor ein paar Jahren kam ein solches Verhalten gelegentlich vor, meist bei entsprechendem sozialen Hintergrund. Heute scheint es die Regel zu sein und ein angemessenes Benehmen eher die Ausnahme.
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pt ani
Vor 3 Wochen
Wahnsinn, das hätte ich nicht gedacht! Und das würde mich ziemlich wütend machen, fürchte ich.
Und ja, ich denke, ein (mehrere rage) Schilder sind da angebracht.
Das regt mich gerade stellvertretend mit auf!
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• Secretary
• Ahn
• neuer verSUSUch
Wahnsinn, das hätte ich nicht gedacht! Und das würde mich ziemlich wütend machen, fürchte ich. Und ja, ich denke, ein (mehrere [emoji]rage[/emoji]) Schilder sind da angebracht. Das regt mich gerade stellvertretend mit auf!
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pt ani schrieb:

Wahnsinn, das hätte ich nicht gedacht! Und das würde mich ziemlich wütend machen, fürchte ich.
Und ja, ich denke, ein (mehrere rage) Schilder sind da angebracht.
Das regt mich gerade stellvertretend mit auf!

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massu
Vor 3 Wochen
@S. Vogt kennst du diese Schilder Müll abladen verboten? Wir sind eine Praxis und wollen sauber bleiben 😊

Wir hatten vor Corona Bonbons in einem weiten Glasbehälter an der Anmeldung. Da kannst du dir vorstellen wo dieser Plastikmüll überall versteckt wurde ... Als hätten die Bonbonslutscher schlechtes Gewissen und müssten deshalb die Verpackung verstecken....
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• Papa Alpaka
[mention]S. Vogt[/mention] kennst du diese Schilder Müll abladen verboten? Wir sind eine Praxis und wollen sauber bleiben 😊 Wir hatten vor Corona Bonbons in einem weiten Glasbehälter an der Anmeldung. Da kannst du dir vorstellen wo dieser Plastikmüll überall versteckt wurde ... Als hätten die Bonbonslutscher schlechtes Gewissen und müssten deshalb die Verpackung verstecken....
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massu schrieb:

@S. Vogt kennst du diese Schilder Müll abladen verboten? Wir sind eine Praxis und wollen sauber bleiben 😊

Wir hatten vor Corona Bonbons in einem weiten Glasbehälter an der Anmeldung. Da kannst du dir vorstellen wo dieser Plastikmüll überall versteckt wurde ... Als hätten die Bonbonslutscher schlechtes Gewissen und müssten deshalb die Verpackung verstecken....

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neuer verSUSUch
Vor 3 Wochen
Liebe S.Vogt,
Dein Frust/ die Wut ist angesichts solcher Erlebnisse verständlich und auch dass es gut tut, das alles mal zu beschreiben und rauszulassen.
Ich kann auch das Gefühl nachvollziehen, dass manches negative Verhalten zunimmt - nicht nur bei Kindern.
Dennoch würde mich interessieren, ob noch mehr Kolleginnen so extreme Erfahrungen machen. Bei mir ist sowas echt die absolute Ausnahme, auch ohne Schild. Ist vielleicht auf dem Land (wo ich die Praxis habe) doch noch ein bisschen mehr "heile Welt"?
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• Papa Alpaka
Liebe S.Vogt, Dein Frust/ die Wut ist angesichts solcher Erlebnisse verständlich und auch dass es gut tut, das alles mal zu beschreiben und rauszulassen. Ich kann auch das Gefühl nachvollziehen, dass manches negative Verhalten zunimmt - nicht nur bei Kindern. Dennoch würde mich interessieren, ob noch mehr Kolleginnen so extreme Erfahrungen machen. Bei mir ist sowas echt die absolute Ausnahme, auch ohne Schild. Ist vielleicht auf dem Land (wo ich die Praxis habe) doch noch ein bisschen mehr "heile Welt"?
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neuer verSUSUch schrieb:

Liebe S.Vogt,
Dein Frust/ die Wut ist angesichts solcher Erlebnisse verständlich und auch dass es gut tut, das alles mal zu beschreiben und rauszulassen.
Ich kann auch das Gefühl nachvollziehen, dass manches negative Verhalten zunimmt - nicht nur bei Kindern.
Dennoch würde mich interessieren, ob noch mehr Kolleginnen so extreme Erfahrungen machen. Bei mir ist sowas echt die absolute Ausnahme, auch ohne Schild. Ist vielleicht auf dem Land (wo ich die Praxis habe) doch noch ein bisschen mehr "heile Welt"?

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thea123
Vor 2 Wochen
Ich kenne das auch. Es gab eine Phase, da war es richtig schlimm. Jetzt geht es gerade wieder. Ich hatte Kaugummi an meinen Blumentöpfen im Wartezimmer kleben. Daraufhin hab ich die Töpfe weggestellt. Im Bad waren überall Gummibärchen auf dem Boden verteilt. Ich hatte eine Malecke für die Kleinen. Die Schulkinder haben mir daraufhin Pennisse und Hakenkreuze auf den Holztisch gemalt. Also alle Stifte weg und Aushang mit Ansage drauf. Einen Müllkorb habe ich absichtlich nicht im Wartezimmer. Ich habe einen mit Tüte im Bad und einen Korb für Papierhandtücher. Ihr glaubt gar nicht wie oft im Korb Kaugummis kleben, anstatt die in den Mülleimer mit der Tüte zu schmeißen.
Aber momentan geht es. Allerdings hab ich ja auch alles weggeräumt.
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Ich kenne das auch. Es gab eine Phase, da war es richtig schlimm. Jetzt geht es gerade wieder. Ich hatte Kaugummi an meinen Blumentöpfen im Wartezimmer kleben. Daraufhin hab ich die Töpfe weggestellt. Im Bad waren überall Gummibärchen auf dem Boden verteilt. Ich hatte eine Malecke für die Kleinen. Die Schulkinder haben mir daraufhin Pennisse und Hakenkreuze auf den Holztisch gemalt. Also alle Stifte weg und Aushang mit Ansage drauf. Einen Müllkorb habe ich absichtlich nicht im Wartezimmer. Ich habe einen mit Tüte im Bad und einen Korb für Papierhandtücher. Ihr glaubt gar nicht wie oft im Korb Kaugummis kleben, anstatt die in den Mülleimer mit der Tüte zu schmeißen. Aber momentan geht es. Allerdings hab ich ja auch alles weggeräumt.
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thea123 schrieb:

Ich kenne das auch. Es gab eine Phase, da war es richtig schlimm. Jetzt geht es gerade wieder. Ich hatte Kaugummi an meinen Blumentöpfen im Wartezimmer kleben. Daraufhin hab ich die Töpfe weggestellt. Im Bad waren überall Gummibärchen auf dem Boden verteilt. Ich hatte eine Malecke für die Kleinen. Die Schulkinder haben mir daraufhin Pennisse und Hakenkreuze auf den Holztisch gemalt. Also alle Stifte weg und Aushang mit Ansage drauf. Einen Müllkorb habe ich absichtlich nicht im Wartezimmer. Ich habe einen mit Tüte im Bad und einen Korb für Papierhandtücher. Ihr glaubt gar nicht wie oft im Korb Kaugummis kleben, anstatt die in den Mülleimer mit der Tüte zu schmeißen.
Aber momentan geht es. Allerdings hab ich ja auch alles weggeräumt.

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S. Vogt schrieb:

Das Patientenverhalten hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Unter anderem lassen die Patienten gerne ihren Müll da. Und zwar so extrem, dass ich den Papierkorb im Wartezimmer weggenommen habe. Während Corona war der eh einkassiert von wegen infizierte Taschentücher, in denen unbeaufsichtige Kleinkinder rumwühlen. Und dabei habe ich es belassen.

Leute kommen vom Einkaufen und sortieren während der Therapie ihres Kindes die Einkäufe. Dabei hinterlassen sie sämtliche Umverpackungen, halbleere Kaffeebecher und Brötchentüten auch gerne mal neben dem Papierkorb oder wo man halt gesessen hatte. Obstreste, angelutschte Brötchen, Windeln, gerne auch hinter die Sitzmöbel geworfen, so als käme hier abendlich ein Reinigungstrupp, um für sie klar Schiff zu machen. Ist im Preis mit drin. Und das ist hier kein sozialer Brennpunkt sondern ein gut situiertes Wohnviertel. Es sind ganz normale Familien. Ich finde so ein Verhalten nicht nur unverschämt mir gegenüber, sondern auch gegenüber jeglicher Reinigungskraft. Nach dem Motto: ich hab dir da mal was hingelegt.

Selbstverständlich werden die gelesenen Bücher nicht mehr weggeräumt und wenn, dann so, dass ich sie später reparieren oder wegwerfen muss, und keinesfalls werden sie an den Ort geräumt, wo man sie geholt hatte. Man lässt die Kinder auch gerne mit schmelzenden Schokokeksen oder einem gezuckerten Gebäck in der Hand Bücher anschauen... Dass es sich dabei um fremdes Eigentum handelt, scheint komplett zu enthemmen. Man kann auch an die Fensterscheibe spucken oder eine Stunde lang dagegen patschen. Hach, ist das lustig. Was das Kleine schon alles kann.

Da der Mülleimer fehlt, versuchen jetzt einige, Getränkeflaschen, Joghurtbecher und dergleichen in den winzigen Badeimer zu quetschen, während sie doch nach dem Verlassen der Praxis direkt an unseren Mülltonnen vorbeikommen. Wegstrecke von innerer Praxistür zu Tonne etwa 5 Meter.

Ich versuche in der Praxis "Du darfst nicht"-Schilder zu vermeiden. Aber allmählich komme ich mir vor, wie eine bessere Imbissbude. Und wenn ich nicht konkret dazu auffordere, das Kind zu begleiten, werden die Kleinen alleine auf Toilette geschickt - "der kann das schon alleine" - Das ist schön. Aber ich möchte nicht jeden Abend eine komplette Grundreinigung vornehmen müssen, inklusive der Wände und seifenverschmierter Unterseite des Waschbeckens, weil es sich so schön glitschig anfühlt, mit seifigen Fingern darüber zu gleiten.

Mich macht das fassungslos, wütend und vermittelt mir das Gefühl uralt zu sein. Es ist einfach unglaublich würde- und respektlos. Vor ein paar Jahren kam ein solches Verhalten gelegentlich vor, meist bei entsprechendem sozialen Hintergrund. Heute scheint es die Regel zu sein und ein angemessenes Benehmen eher die Ausnahme.

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S. Vogt
Vor 3 Wochen
Ja, ich denke, auf dem Land ist es noch etwas entspannter. Meine selbständigen PatientInnen hier aus dem Raum erzählen gleiches, auch aus anderen Branchen.

Und noch ein schönes und typisches Beispiel: ich komme ins Wartezimmer, um das Kind abzuholen. Es blättert in einem Buch und bei jedem Umblättern reißt die jeweilige Seite ein. Die Mutter sitzt daneben und daddelt auf dem Handy. Als sie meinen Blick sieht, schaut sie hoch und sagt, er kann halt noch nicht so gut umblättern.
Und das ist es, was mich so irritiert. Es kann doch nicht sein, dass über Nacht jegliches Verantwortungsgefühl ausgestorben ist und der Gedanke, dass das Buch Eigentum von jemandem ist, Geld gekostet hat und ohne Beschädigungen allen zur Verfügung stehen soll, überhaupt keine Rolle mehr spielt. Dass ich nicht wie selbstverständlich mit meinem Hab und Gut dafür herhalten muss, dass ihr Kind umblättern lernt. Dieses Gefühl, dass etwas, das öffentlich zugänglich ist, keinen Wert und keinen Besitzer hat. Und dass es anderen zusätzliche Arbeit verursacht, wie diese Müllgeschichte auch, die leicht zu vermeiden wäre.

Ich versuche immer noch ohne belehrende Schilder auszukommen, zumal diese vermutlich ignoriert oder nicht verstanden würden. Ich erinnere noch ungut die "Rasen betreten verboten"- Schilder oder "im Hof spielen ist nicht gestattet". So soll meine Praxis nicht aussehen. Aber ständig in Konfrontation gehen zu müssen, empfinde ich als sehr anstrengend. Von argen Fällen trenne ich mich. Aber es scheint das neue "Normal" zu sein.
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• Rederei2011
Ja, ich denke, auf dem Land ist es noch etwas entspannter. Meine selbständigen PatientInnen hier aus dem Raum erzählen gleiches, auch aus anderen Branchen. Und noch ein schönes und typisches Beispiel: ich komme ins Wartezimmer, um das Kind abzuholen. Es blättert in einem Buch und bei jedem Umblättern reißt die jeweilige Seite ein. Die Mutter sitzt daneben und daddelt auf dem Handy. Als sie meinen Blick sieht, schaut sie hoch und sagt, er kann halt noch nicht so gut umblättern. Und das ist es, was mich so irritiert. Es kann doch nicht sein, dass über Nacht jegliches Verantwortungsgefühl ausgestorben ist und der Gedanke, dass das Buch Eigentum von jemandem ist, Geld gekostet hat und ohne Beschädigungen allen zur Verfügung stehen soll, überhaupt keine Rolle mehr spielt. Dass ich nicht wie selbstverständlich mit meinem Hab und Gut dafür herhalten muss, dass ihr Kind umblättern lernt. Dieses Gefühl, dass etwas, das öffentlich zugänglich ist, keinen Wert und keinen Besitzer hat. Und dass es anderen zusätzliche Arbeit verursacht, wie diese Müllgeschichte auch, die leicht zu vermeiden wäre. Ich versuche immer noch ohne belehrende Schilder auszukommen, zumal diese vermutlich ignoriert oder nicht verstanden würden. Ich erinnere noch ungut die "Rasen betreten verboten"- Schilder oder "im Hof spielen ist nicht gestattet". So soll meine Praxis nicht aussehen. Aber ständig in Konfrontation gehen zu müssen, empfinde ich als sehr anstrengend. Von argen Fällen trenne ich mich. Aber es scheint das neue "Normal" zu sein.
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neuer verSUSUch
Vor 3 Wochen
Es ist wirklich krass, das zu lesen.
Wenn ich die Auswirkungen auch nicht in dem Ausmaß erlebe, so kann ich das Gefühl der tw. hilflosen Wut, die dabei hochkommt voll verstehen. Es ist ja nicht die Wut über den einen Kaffeebecher, den ich dann wegräume, sondern es ist der Frust über die Haltung, die dahintersteht und das hast du gut beschrieben.
Was diese veränderte Haltung angeht - ja, das spüre ich auch täglich (nur eben die Auswirkungen sind nicht so krass wie bei dir).
Die Vorstellung ist da, ich hätte mich permanent nach den Leuten zu richten und nicht umgekehrt. Als ich vor 38 Jahren den Beruf anfing, war deutlich: die Menschen suchen Hilfe bei mir und machen alles möglich, um diese zu erhalten. Heute wird erwartet, dass ich alles möglich mache, um sie zu geben. Den Schuh zieh ich mir aber nicht an. Versuche ich zumindest.
Zu dieser umgedrehten Erwartungshaltung kommt dann das Gefühl "diese Praxis ist hier zu meiner Verfügung". Der Patient kann also -aus seiner Sicht - Dreck machen, Sachen benutzen wie zu Hause, Ansprüche stellen, weil er ja meint, als "Kunde" stünde ihm der Vollservice zu. Schon allein aus diesem Grund spreche ich nach wie vor von Patienten und nie von Kunden. Ich sehe mich nicht als Dienstleister.

Schwierig finde ich, dass Eltern sich nicht mehr in der Pflicht sehen, mit dem Kind zu üben oder Hausaufgaben zu machen. Standardargument: "er/sie hat einfach keine Lust". Und dann oft weiter "aber er/sie kommt ja so gerne zu Ihnen, das macht ja nichts, wenn die Therapie dann einfach ein halbes Jahr länger geht" 🙄 meine innerliche Reaktion. Tatsächlich höre ich solche Sätze von Privatpatienten nie, die zahlen selbst und üben zu Hause, damit die Therapie eben auch mal zu Ende geht. Merke: was (gefühlt) nichts kostet ist auch weniger wert. Ich fände es gut, wenn auch bei Kindertherapien zugezahlt werden müsste - Befreiungsmöglichkeit analog zu Erwachsenen. Ich bin relativ sicher, dass es uns aufwerten würde. Für so viel Mist geben die Leute Geld aus - nur Therapie bzw Gesundheit, dass sollen andere richten und zwar kostenlos.
Also - vielleicht ein Schild wie folgt aufhängen: " Sie haben Müll dabei? Sprechen Sie mich gerne an "(Lösung: a) Mülltüte mit nach Hause geben b) Obolus für Entsorgung dalassen)
"Ihnen gefallen meine Bücher/Spielsachen ? Gerne lege ich Ihnen die Preisliste vor, falls sie diese bereits als Ihr Eigentum betrachten"

Oder sowas direkt bei der Anmeldung in den Behandlungsvertrag: wer Gegenstände im Wartezimmer mutwillig zerstört oder Räume über das Maß verunreinigt muss für den finanziellen Schaden aufkommen. Eltern haften für ihre Kinder.

Ja, ich fühle mich auch oft richtig alt und denke dann aber auch: die nächste Generation muss ihre Probleme selber lösen und auch selber auf die Nase fallen. Es gibt immer auch Gegenbewegung und oft werde ich auch überaus positiv überrascht. Versuche dann, daraus Freude und Hoffnung zu schöpfen.
- der Vater, der zu seinem Sohn sagt "vergiss nicht, dich bei Frau S zu bedanken, weil sie so viel Zeit für dich hat"
-die Mutter, die mir nen Kaffe vom Bäcker bringt mit den Worten "dass Sie auch mal durchatmen können"
- der 20 jährige, der sich in der letzten Therapiestunde verabschiedet mit "Sie machen das klasse, ich hab richtig was gelernt und es war nie langweilig"
- der 11 jährige, der mir gestern astrein den Dachdecker von Bodo
aufsagte und stolz wie Bolle war, dass er alle "d" apikal gesprochen hat.

Sieh dir dieses Video zu „der dicke dachdecker“ an Link

Also, liebe S.Vogt, ich wünsch dir neben dem ganzen Mist auch richtig viele aufbauende Erlebnisse, die den Blick wieder etwas freier machen und darüberhinaus kreative Lösungen mit unverschämten Patienten. Notfalls auch mal Rauswurf. Alles gute!
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neuer verSUSUch schrieb:

Es ist wirklich krass, das zu lesen.
Wenn ich die Auswirkungen auch nicht in dem Ausmaß erlebe, so kann ich das Gefühl der tw. hilflosen Wut, die dabei hochkommt voll verstehen. Es ist ja nicht die Wut über den einen Kaffeebecher, den ich dann wegräume, sondern es ist der Frust über die Haltung, die dahintersteht und das hast du gut beschrieben.
Was diese veränderte Haltung angeht - ja, das spüre ich auch täglich (nur eben die Auswirkungen sind nicht so krass wie bei dir).
Die Vorstellung ist da, ich hätte mich permanent nach den Leuten zu richten und nicht umgekehrt. Als ich vor 38 Jahren den Beruf anfing, war deutlich: die Menschen suchen Hilfe bei mir und machen alles möglich, um diese zu erhalten. Heute wird erwartet, dass ich alles möglich mache, um sie zu geben. Den Schuh zieh ich mir aber nicht an. Versuche ich zumindest.
Zu dieser umgedrehten Erwartungshaltung kommt dann das Gefühl "diese Praxis ist hier zu meiner Verfügung". Der Patient kann also -aus seiner Sicht - Dreck machen, Sachen benutzen wie zu Hause, Ansprüche stellen, weil er ja meint, als "Kunde" stünde ihm der Vollservice zu. Schon allein aus diesem Grund spreche ich nach wie vor von Patienten und nie von Kunden. Ich sehe mich nicht als Dienstleister.

Schwierig finde ich, dass Eltern sich nicht mehr in der Pflicht sehen, mit dem Kind zu üben oder Hausaufgaben zu machen. Standardargument: "er/sie hat einfach keine Lust". Und dann oft weiter "aber er/sie kommt ja so gerne zu Ihnen, das macht ja nichts, wenn die Therapie dann einfach ein halbes Jahr länger geht" 🙄 meine innerliche Reaktion. Tatsächlich höre ich solche Sätze von Privatpatienten nie, die zahlen selbst und üben zu Hause, damit die Therapie eben auch mal zu Ende geht. Merke: was (gefühlt) nichts kostet ist auch weniger wert. Ich fände es gut, wenn auch bei Kindertherapien zugezahlt werden müsste - Befreiungsmöglichkeit analog zu Erwachsenen. Ich bin relativ sicher, dass es uns aufwerten würde. Für so viel Mist geben die Leute Geld aus - nur Therapie bzw Gesundheit, dass sollen andere richten und zwar kostenlos.
Also - vielleicht ein Schild wie folgt aufhängen: " Sie haben Müll dabei? Sprechen Sie mich gerne an "(Lösung: a) Mülltüte mit nach Hause geben b) Obolus für Entsorgung dalassen)
"Ihnen gefallen meine Bücher/Spielsachen ? Gerne lege ich Ihnen die Preisliste vor, falls sie diese bereits als Ihr Eigentum betrachten"

Oder sowas direkt bei der Anmeldung in den Behandlungsvertrag: wer Gegenstände im Wartezimmer mutwillig zerstört oder Räume über das Maß verunreinigt muss für den finanziellen Schaden aufkommen. Eltern haften für ihre Kinder.

Ja, ich fühle mich auch oft richtig alt und denke dann aber auch: die nächste Generation muss ihre Probleme selber lösen und auch selber auf die Nase fallen. Es gibt immer auch Gegenbewegung und oft werde ich auch überaus positiv überrascht. Versuche dann, daraus Freude und Hoffnung zu schöpfen.
- der Vater, der zu seinem Sohn sagt "vergiss nicht, dich bei Frau S zu bedanken, weil sie so viel Zeit für dich hat"
-die Mutter, die mir nen Kaffe vom Bäcker bringt mit den Worten "dass Sie auch mal durchatmen können"
- der 20 jährige, der sich in der letzten Therapiestunde verabschiedet mit "Sie machen das klasse, ich hab richtig was gelernt und es war nie langweilig"
- der 11 jährige, der mir gestern astrein den Dachdecker von Bodo
aufsagte und stolz wie Bolle war, dass er alle "d" apikal gesprochen hat.

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Also, liebe S.Vogt, ich wünsch dir neben dem ganzen Mist auch richtig viele aufbauende Erlebnisse, die den Blick wieder etwas freier machen und darüberhinaus kreative Lösungen mit unverschämten Patienten. Notfalls auch mal Rauswurf. Alles gute!

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tinki
Vor 3 Wochen
Ich kenne das leider auch. Als Kinder Physio habe ich mehrfach die Woche richtig verdreckte Toiletten, weil wartende Geschwister Kinder nicht von der Mutter (oder Vater, oder...) begleitet wurden.
Komischerweise wundern sich die Erwachsenen auch nicht, wenn die lieben Kleinen unendlich im Bad verbleiben. So wurde die bereitgestellte Handcreme genutzt, um die Wand großflächig mit Q10 bis zum Eintritt meiner Rente faltenfrei zu halten, und es müssen auch schon akrobatische Einlagen geboten worden sein, sonst wäre man nicht an das "Mutti Körbchen" mit Binden und Tampons zu kommen, um erfolgreich die Toilette zu verstopfen.

Zum Thema Spielmaterial im Wartezimmer: Unter anderem gibt es bei mir Bücher mit richtig dicken Papp-Seiten. Wusstet Ihr, dass wenn ein einjähriger Wüterich unbeobachtet damit spielen darf, es schafft, diese in der Hälfte komplett auf Links zu drücken und den Druck mit seinem Kiefer dauerhaft zu halten und noch damit umherzulaufen?
Zu Hause übrigens ein ganz schlechter Esser. Mag am Liebsten Quetschis....
Ja, traurig manchmal. Aber heute ist Sonntag und ich kümmere mich jetzt um meinen Garten.

Beste Grüße!
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• ursx
• Secretary
Ich kenne das leider auch. Als Kinder Physio habe ich mehrfach die Woche richtig verdreckte Toiletten, weil wartende Geschwister Kinder nicht von der Mutter (oder Vater, oder...) begleitet wurden. Komischerweise wundern sich die Erwachsenen auch nicht, wenn die lieben Kleinen unendlich im Bad verbleiben. So wurde die bereitgestellte Handcreme genutzt, um die Wand großflächig mit Q10 bis zum Eintritt meiner Rente faltenfrei zu halten, und es müssen auch schon akrobatische Einlagen geboten worden sein, sonst wäre man nicht an das "Mutti Körbchen" mit Binden und Tampons zu kommen, um erfolgreich die Toilette zu verstopfen. Zum Thema Spielmaterial im Wartezimmer: Unter anderem gibt es bei mir Bücher mit richtig dicken Papp-Seiten. Wusstet Ihr, dass wenn ein einjähriger Wüterich unbeobachtet damit spielen darf, es schafft, diese in der Hälfte komplett auf Links zu drücken und den Druck mit seinem Kiefer dauerhaft zu halten und noch damit umherzulaufen? Zu Hause übrigens ein ganz schlechter Esser. Mag am Liebsten Quetschis.... Ja, traurig manchmal. Aber heute ist Sonntag und ich kümmere mich jetzt um meinen Garten. Beste Grüße!
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tinki schrieb:

Ich kenne das leider auch. Als Kinder Physio habe ich mehrfach die Woche richtig verdreckte Toiletten, weil wartende Geschwister Kinder nicht von der Mutter (oder Vater, oder...) begleitet wurden.
Komischerweise wundern sich die Erwachsenen auch nicht, wenn die lieben Kleinen unendlich im Bad verbleiben. So wurde die bereitgestellte Handcreme genutzt, um die Wand großflächig mit Q10 bis zum Eintritt meiner Rente faltenfrei zu halten, und es müssen auch schon akrobatische Einlagen geboten worden sein, sonst wäre man nicht an das "Mutti Körbchen" mit Binden und Tampons zu kommen, um erfolgreich die Toilette zu verstopfen.

Zum Thema Spielmaterial im Wartezimmer: Unter anderem gibt es bei mir Bücher mit richtig dicken Papp-Seiten. Wusstet Ihr, dass wenn ein einjähriger Wüterich unbeobachtet damit spielen darf, es schafft, diese in der Hälfte komplett auf Links zu drücken und den Druck mit seinem Kiefer dauerhaft zu halten und noch damit umherzulaufen?
Zu Hause übrigens ein ganz schlechter Esser. Mag am Liebsten Quetschis....
Ja, traurig manchmal. Aber heute ist Sonntag und ich kümmere mich jetzt um meinen Garten.

Beste Grüße!

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S. Vogt schrieb:

Ja, ich denke, auf dem Land ist es noch etwas entspannter. Meine selbständigen PatientInnen hier aus dem Raum erzählen gleiches, auch aus anderen Branchen.

Und noch ein schönes und typisches Beispiel: ich komme ins Wartezimmer, um das Kind abzuholen. Es blättert in einem Buch und bei jedem Umblättern reißt die jeweilige Seite ein. Die Mutter sitzt daneben und daddelt auf dem Handy. Als sie meinen Blick sieht, schaut sie hoch und sagt, er kann halt noch nicht so gut umblättern.
Und das ist es, was mich so irritiert. Es kann doch nicht sein, dass über Nacht jegliches Verantwortungsgefühl ausgestorben ist und der Gedanke, dass das Buch Eigentum von jemandem ist, Geld gekostet hat und ohne Beschädigungen allen zur Verfügung stehen soll, überhaupt keine Rolle mehr spielt. Dass ich nicht wie selbstverständlich mit meinem Hab und Gut dafür herhalten muss, dass ihr Kind umblättern lernt. Dieses Gefühl, dass etwas, das öffentlich zugänglich ist, keinen Wert und keinen Besitzer hat. Und dass es anderen zusätzliche Arbeit verursacht, wie diese Müllgeschichte auch, die leicht zu vermeiden wäre.

Ich versuche immer noch ohne belehrende Schilder auszukommen, zumal diese vermutlich ignoriert oder nicht verstanden würden. Ich erinnere noch ungut die "Rasen betreten verboten"- Schilder oder "im Hof spielen ist nicht gestattet". So soll meine Praxis nicht aussehen. Aber ständig in Konfrontation gehen zu müssen, empfinde ich als sehr anstrengend. Von argen Fällen trenne ich mich. Aber es scheint das neue "Normal" zu sein.

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Atheia
Vor 3 Wochen
Als Mama eines 2 Jährigen macht mich das ein bisschen Sprachlos. Mal etwas aus der Tasche zu verlieren ist das eine, aber das was du da beschreibst klingt schon sehr nach "ist mir egal".
Vielleicht hilft im Bad ein extra Eimer für die Windeln? Manchmal stehe ich in einem Lokal, oder sonst wo, und weiß dann nicht immer gleich wohin damit, weil jeglicher Mülleimer fehlt. Ich habe immer Tüten dabei, aber ewig mit schleppen ist echt blöd. Zumal ich schon mal dumm angemacht wurde, dass Windeln nicht in den normalen Müll gehören. Ja danke... Dann schaffe mir Möglichkeiten.

Ich habe in der Praxis selbst draußen eine kleine Schale mit Süßigkeiten und direkt daran eine Plastiktüte gepappt. Da ja alles einzeln verpackt ist klappt es zu 95% das der Müll tatsächlich da drin landet.

Leider ist natürlich auch hier nicht alles rosig. Die Reinigungskraft hat sich letztens tierisch aufgeregt, dass die Leute die Hundekotbeutel (wenn sie es denn aufsammeln) offen in die Mülleimer werfen. Der Geruch zieht immer so toll ins Gebäude...
Oder die Pizzakartons die dann über den Parkplatz fliegen. Da hier der gesamte Parkplatz Kamera überwacht ist konnte man entsprechend die Leute aber identifizieren. Die durften ihren Müll dann selbst aufsammeln.

Letztendlich ist das hier Dorf. Jeder kennt jeden. Wird man bei sowas beobachtet ist man hier schnell der Doofe. Da das keiner will ist es vielleicht wirklich nicht so schlimm.

Ich würde genau ein Schild aufhängen mit einem netten Spruch. "Unser Papierkorb hat Feierabend. Bitte nehmen sie Ihren Hausmüll auch gerne wieder mit nach Hause. Liebe Grüße..." Oder so ähnlich
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Als Mama eines 2 Jährigen macht mich das ein bisschen Sprachlos. Mal etwas aus der Tasche zu verlieren ist das eine, aber das was du da beschreibst klingt schon sehr nach "ist mir egal". Vielleicht hilft im Bad ein extra Eimer für die Windeln? Manchmal stehe ich in einem Lokal, oder sonst wo, und weiß dann nicht immer gleich wohin damit, weil jeglicher Mülleimer fehlt. Ich habe immer Tüten dabei, aber ewig mit schleppen ist echt blöd. Zumal ich schon mal dumm angemacht wurde, dass Windeln nicht in den normalen Müll gehören. Ja danke... Dann schaffe mir Möglichkeiten. Ich habe in der Praxis selbst draußen eine kleine Schale mit Süßigkeiten und direkt daran eine Plastiktüte gepappt. Da ja alles einzeln verpackt ist klappt es zu 95% das der Müll tatsächlich da drin landet. Leider ist natürlich auch hier nicht alles rosig. Die Reinigungskraft hat sich letztens tierisch aufgeregt, dass die Leute die Hundekotbeutel (wenn sie es denn aufsammeln) offen in die Mülleimer werfen. Der Geruch zieht immer so toll ins Gebäude... Oder die Pizzakartons die dann über den Parkplatz fliegen. Da hier der gesamte Parkplatz Kamera überwacht ist konnte man entsprechend die Leute aber identifizieren. Die durften ihren Müll dann selbst aufsammeln. Letztendlich ist das hier Dorf. Jeder kennt jeden. Wird man bei sowas beobachtet ist man hier schnell der Doofe. Da das keiner will ist es vielleicht wirklich nicht so schlimm. Ich würde genau ein Schild aufhängen mit einem netten Spruch. "Unser Papierkorb hat Feierabend. Bitte nehmen sie Ihren Hausmüll auch gerne wieder mit nach Hause. Liebe Grüße..." Oder so ähnlich
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Atheia schrieb:

Als Mama eines 2 Jährigen macht mich das ein bisschen Sprachlos. Mal etwas aus der Tasche zu verlieren ist das eine, aber das was du da beschreibst klingt schon sehr nach "ist mir egal".
Vielleicht hilft im Bad ein extra Eimer für die Windeln? Manchmal stehe ich in einem Lokal, oder sonst wo, und weiß dann nicht immer gleich wohin damit, weil jeglicher Mülleimer fehlt. Ich habe immer Tüten dabei, aber ewig mit schleppen ist echt blöd. Zumal ich schon mal dumm angemacht wurde, dass Windeln nicht in den normalen Müll gehören. Ja danke... Dann schaffe mir Möglichkeiten.

Ich habe in der Praxis selbst draußen eine kleine Schale mit Süßigkeiten und direkt daran eine Plastiktüte gepappt. Da ja alles einzeln verpackt ist klappt es zu 95% das der Müll tatsächlich da drin landet.

Leider ist natürlich auch hier nicht alles rosig. Die Reinigungskraft hat sich letztens tierisch aufgeregt, dass die Leute die Hundekotbeutel (wenn sie es denn aufsammeln) offen in die Mülleimer werfen. Der Geruch zieht immer so toll ins Gebäude...
Oder die Pizzakartons die dann über den Parkplatz fliegen. Da hier der gesamte Parkplatz Kamera überwacht ist konnte man entsprechend die Leute aber identifizieren. Die durften ihren Müll dann selbst aufsammeln.

Letztendlich ist das hier Dorf. Jeder kennt jeden. Wird man bei sowas beobachtet ist man hier schnell der Doofe. Da das keiner will ist es vielleicht wirklich nicht so schlimm.

Ich würde genau ein Schild aufhängen mit einem netten Spruch. "Unser Papierkorb hat Feierabend. Bitte nehmen sie Ihren Hausmüll auch gerne wieder mit nach Hause. Liebe Grüße..." Oder so ähnlich

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Leni C.
Vor 3 Wochen
Ich bin etwas sprachlos ob der geschilderten Zustände , kenn so etwas nicht ( Physiopraxis ) . Warum spricht man die Leute nicht direkt an ? Es muß doch nachvollziehbar sein wer welche Schweinerei macht , eine Praxis hat ja in der Regel keinen Durchlauf wie in einem Kaufhaus . Dann sollen die entsprechenden Begleitpersonen für den Schaden aufkommen .
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• Evemarie Kaiser
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Ich bin etwas sprachlos ob der geschilderten Zustände , kenn so etwas nicht ( Physiopraxis ) . Warum spricht man die Leute nicht direkt an ? Es muß doch nachvollziehbar sein wer welche Schweinerei macht , eine Praxis hat ja in der Regel keinen Durchlauf wie in einem Kaufhaus . Dann sollen die entsprechenden Begleitpersonen für den Schaden aufkommen .
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tinki
Vor 3 Wochen
Ja, da hast du recht. Aber guckst du nach jedem Patienten ins WC?
Und eine Woche später...ach, weisste...ob die sich dann noch erinnern? Wie gesagt, es wird ja gar nicht bemerkt. Willste dann ne Woche später damit anfangen: "Übrigens, letzte Woche, als Sie mit ihrem Handy beschäftigt waren und ihr Kind im Bad..."
Ob das was bringt???
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Ja, da hast du recht. Aber guckst du nach jedem Patienten ins WC? Und eine Woche später...ach, weisste...ob die sich dann noch erinnern? Wie gesagt, es wird ja gar nicht bemerkt. Willste dann ne Woche später damit anfangen: "Übrigens, letzte Woche, als Sie mit ihrem Handy beschäftigt waren und ihr Kind im Bad..." Ob das was bringt???
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tinki schrieb:

Ja, da hast du recht. Aber guckst du nach jedem Patienten ins WC?
Und eine Woche später...ach, weisste...ob die sich dann noch erinnern? Wie gesagt, es wird ja gar nicht bemerkt. Willste dann ne Woche später damit anfangen: "Übrigens, letzte Woche, als Sie mit ihrem Handy beschäftigt waren und ihr Kind im Bad..."
Ob das was bringt???

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massu
Vor 3 Wochen
@tinki es bringt nur, dass du eine freilaufende wütende Mutter in der Praxis hast. Die sich in ihrer Ehre verletzt fühlt, weil ihr Sonnenschein eigentlich ein schlechterzogenes etwas ist. Und so eine unberechenbare verletzte Frau willst du nicht unbeobachtet in der Praxis haben.

Neulich im Supermarkt in Portugal in der Gemüseabteilung : Hochaktives Kind rennt zu den Broccolis, freut sich laut oh Broccolis.. und beißt einfach im rohen Broccoli rein. Die Mutter steht daneben, und schaut auf dem Handy. Ich stupse sie an, und sage: your kid is eating the Broccoli. Die Mutter schaut mich an, dann ihren Sohn und ..... Sagt nichts, sondern schaut zum Handy. Nachdem das Kind nicht aufhört stupse ich sie wieder. Und erlebe eine Furie, I got it thank you. Its not your job. . Ich sage: You are right. It is YOUR Job, but you are doing NOTHING... Da brüllt sie mich an, so dass ich nur die Flucht ergreifen könnte... Ich dachte mir, dieses Problem scheint eine ganze Generation Länderübergreifend befallen zu haben...

Es ist sehr schwierig, die Eltern auf ihre Aufsichtspflicht hin zu weisen. Und bevor mich nochmals so eine Furie anbrüllt, gehe ich jeden Konflikt aus dem Weg.
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[mention]tinki[/mention] es bringt nur, dass du eine freilaufende wütende Mutter in der Praxis hast. Die sich in ihrer Ehre verletzt fühlt, weil ihr Sonnenschein eigentlich ein schlechterzogenes etwas ist. Und so eine unberechenbare verletzte Frau willst du nicht unbeobachtet in der Praxis haben. Neulich im Supermarkt in Portugal in der Gemüseabteilung : Hochaktives Kind rennt zu den Broccolis, freut sich laut oh Broccolis.. und beißt einfach im rohen Broccoli rein. Die Mutter steht daneben, und schaut auf dem Handy. Ich stupse sie an, und sage: your kid is eating the Broccoli. Die Mutter schaut mich an, dann ihren Sohn und ..... Sagt nichts, sondern schaut zum Handy. Nachdem das Kind nicht aufhört stupse ich sie wieder. Und erlebe eine Furie, I got it thank you. Its not your job. . Ich sage: You are right. It is YOUR Job, but you are doing NOTHING... Da brüllt sie mich an, so dass ich nur die Flucht ergreifen könnte... Ich dachte mir, dieses Problem scheint eine ganze Generation Länderübergreifend befallen zu haben... Es ist sehr schwierig, die Eltern auf ihre Aufsichtspflicht hin zu weisen. Und bevor mich nochmals so eine Furie anbrüllt, gehe ich jeden Konflikt aus dem Weg.
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massu schrieb:

@tinki es bringt nur, dass du eine freilaufende wütende Mutter in der Praxis hast. Die sich in ihrer Ehre verletzt fühlt, weil ihr Sonnenschein eigentlich ein schlechterzogenes etwas ist. Und so eine unberechenbare verletzte Frau willst du nicht unbeobachtet in der Praxis haben.

Neulich im Supermarkt in Portugal in der Gemüseabteilung : Hochaktives Kind rennt zu den Broccolis, freut sich laut oh Broccolis.. und beißt einfach im rohen Broccoli rein. Die Mutter steht daneben, und schaut auf dem Handy. Ich stupse sie an, und sage: your kid is eating the Broccoli. Die Mutter schaut mich an, dann ihren Sohn und ..... Sagt nichts, sondern schaut zum Handy. Nachdem das Kind nicht aufhört stupse ich sie wieder. Und erlebe eine Furie, I got it thank you. Its not your job. . Ich sage: You are right. It is YOUR Job, but you are doing NOTHING... Da brüllt sie mich an, so dass ich nur die Flucht ergreifen könnte... Ich dachte mir, dieses Problem scheint eine ganze Generation Länderübergreifend befallen zu haben...

Es ist sehr schwierig, die Eltern auf ihre Aufsichtspflicht hin zu weisen. Und bevor mich nochmals so eine Furie anbrüllt, gehe ich jeden Konflikt aus dem Weg.

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Leni C. schrieb:

Ich bin etwas sprachlos ob der geschilderten Zustände , kenn so etwas nicht ( Physiopraxis ) . Warum spricht man die Leute nicht direkt an ? Es muß doch nachvollziehbar sein wer welche Schweinerei macht , eine Praxis hat ja in der Regel keinen Durchlauf wie in einem Kaufhaus . Dann sollen die entsprechenden Begleitpersonen für den Schaden aufkommen .

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a.sch.
Vor 3 Wochen
Puh, in dem Maße kenne ich das hier nicht.
Aber die Kinder werden in die Fensterbank gesetzt, egal ob da eigentlich was anderes steht. Oder es ist viel richtig vollgekrümelt. oder halb leer weggeworfene Getränke laufen im Papierkorb aus. Spuren von Matschefingern überall. Vom Zustand der Toilette ganz zu schweigen, es spülen nicht mal die Erwachsenen zuverlässig.
Und das ist tatsächlich in den letzten Jahren schlimmer geworden.
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• tinki
Puh, in dem Maße kenne ich das hier nicht. Aber die Kinder werden in die Fensterbank gesetzt, egal ob da eigentlich was anderes steht. Oder es ist viel richtig vollgekrümelt. oder halb leer weggeworfene Getränke laufen im Papierkorb aus. Spuren von Matschefingern überall. Vom Zustand der Toilette ganz zu schweigen, es spülen nicht mal die Erwachsenen zuverlässig. Und das ist tatsächlich in den letzten Jahren schlimmer geworden.
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a.sch. schrieb:

Puh, in dem Maße kenne ich das hier nicht.
Aber die Kinder werden in die Fensterbank gesetzt, egal ob da eigentlich was anderes steht. Oder es ist viel richtig vollgekrümelt. oder halb leer weggeworfene Getränke laufen im Papierkorb aus. Spuren von Matschefingern überall. Vom Zustand der Toilette ganz zu schweigen, es spülen nicht mal die Erwachsenen zuverlässig.
Und das ist tatsächlich in den letzten Jahren schlimmer geworden.

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S. Vogt
Vor 3 Wochen
Ja, sicher spreche ich die Leute an. Aber das ist ein Zeitproblem zwischen den Therapien noch länger diskutieren zu müssen, verschnupfte Patienten zu riskieren (verändert den therapeutischen Kontakt) und normalerweise mache ich die Doku, wenn die Patienten aus dem Zimmer sind und sehe die Bescherung erst hinterher, wenn ich nicht schon im Vorfeld Ungemach erwarte und die Patienten begleite. Und wie gesagt, das sind ganz normale Familien, von denen ich es nicht erwarte. Spezials habe ich auch, wo Schwierigkeiten im Sozialverhalten bekannt und vermutbar sind. Das ist wieder eine andere Geschichte.

Die Mutter mit dem blätternden Kind fand es einfach natürlich, dass ich an ihr Kind nicht diese Erwartung haben darf, wo es noch so klein ist und sie selbst stellte auch keine Forderungen an ihr Kind. (Und das ist das allgemeine Problem.)

Nur die (absichtlich aus Spaß) Danebenpinkler lasse ich nicht durchgehen. Da explodiere ich gleich. Nach dem ersten Mal moniere ich später dann auch mal vor Publikum oder kontrolliere mit Kommentar und dem Angebot, die Toilette zu putzen, wenn es nochmal vorkommt. Meist sind es 5, 6 jährige Jungs, die auf gar keinen Fall putzen wollen. Das hört dann auf. Bei kleineren Kindern fordere ich die Begleitung in der Folge explizit auf, wenn es zuvor Probleme gab. Das direkte Ansprechen auf frühere Ereignisse bringt auch oft nichts, wenn nicht nicht immer die gleiche Person begleitet.
Was die Windeln angeht: man kann mich immer nach einer Plastiktüte fragen und die meisten Eltern sind doch auch voll ausgestattet, wenn sie mit Windelzwergen unterwegs sind. Das Bad ist hier im Altbau winzig und den kleinen Mülleimer mit einem chemischen Angriff zu füllen - sorry, da fehlt mir das Verständnis, wenn ich die Bescherung nach Stunden erst finde. Windeleltern wissen durchaus, was sie da tun.

Aber die allgemeine Haltung hat sich ganz extrem geändert, auch, dass die älteren Kinder sich in Sicherheit wiegen können, sich ein derartiges Verhalten zu erlauben (Unfälle und Ungeschicklichkeiten natürlich ausgenommen).
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• tinki
Ja, sicher spreche ich die Leute an. Aber das ist ein Zeitproblem zwischen den Therapien noch länger diskutieren zu müssen, verschnupfte Patienten zu riskieren (verändert den therapeutischen Kontakt) und normalerweise mache ich die Doku, wenn die Patienten aus dem Zimmer sind und sehe die Bescherung erst hinterher, wenn ich nicht schon im Vorfeld Ungemach erwarte und die Patienten begleite. Und wie gesagt, das sind ganz normale Familien, von denen ich es nicht erwarte. Spezials habe ich auch, wo Schwierigkeiten im Sozialverhalten bekannt und vermutbar sind. Das ist wieder eine andere Geschichte. Die Mutter mit dem blätternden Kind fand es einfach natürlich, dass ich an ihr Kind nicht diese Erwartung haben darf, wo es noch so klein ist und sie selbst stellte auch keine Forderungen an ihr Kind. (Und das ist das allgemeine Problem.) Nur die (absichtlich aus Spaß) Danebenpinkler lasse ich nicht durchgehen. Da explodiere ich gleich. Nach dem ersten Mal moniere ich später dann auch mal vor Publikum oder kontrolliere mit Kommentar und dem Angebot, die Toilette zu putzen, wenn es nochmal vorkommt. Meist sind es 5, 6 jährige Jungs, die auf gar keinen Fall putzen wollen. Das hört dann auf. Bei kleineren Kindern fordere ich die Begleitung in der Folge explizit auf, wenn es zuvor Probleme gab. Das direkte Ansprechen auf frühere Ereignisse bringt auch oft nichts, wenn nicht nicht immer die gleiche Person begleitet. Was die Windeln angeht: man kann mich immer nach einer Plastiktüte fragen und die meisten Eltern sind doch auch voll ausgestattet, wenn sie mit Windelzwergen unterwegs sind. Das Bad ist hier im Altbau winzig und den kleinen Mülleimer mit einem chemischen Angriff zu füllen - sorry, da fehlt mir das Verständnis, wenn ich die Bescherung nach Stunden erst finde. Windeleltern wissen durchaus, was sie da tun. Aber die allgemeine Haltung hat sich ganz extrem geändert, auch, dass die älteren Kinder sich in Sicherheit wiegen können, sich ein derartiges Verhalten zu erlauben (Unfälle und Ungeschicklichkeiten natürlich ausgenommen).
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S. Vogt schrieb:

Ja, sicher spreche ich die Leute an. Aber das ist ein Zeitproblem zwischen den Therapien noch länger diskutieren zu müssen, verschnupfte Patienten zu riskieren (verändert den therapeutischen Kontakt) und normalerweise mache ich die Doku, wenn die Patienten aus dem Zimmer sind und sehe die Bescherung erst hinterher, wenn ich nicht schon im Vorfeld Ungemach erwarte und die Patienten begleite. Und wie gesagt, das sind ganz normale Familien, von denen ich es nicht erwarte. Spezials habe ich auch, wo Schwierigkeiten im Sozialverhalten bekannt und vermutbar sind. Das ist wieder eine andere Geschichte.

Die Mutter mit dem blätternden Kind fand es einfach natürlich, dass ich an ihr Kind nicht diese Erwartung haben darf, wo es noch so klein ist und sie selbst stellte auch keine Forderungen an ihr Kind. (Und das ist das allgemeine Problem.)

Nur die (absichtlich aus Spaß) Danebenpinkler lasse ich nicht durchgehen. Da explodiere ich gleich. Nach dem ersten Mal moniere ich später dann auch mal vor Publikum oder kontrolliere mit Kommentar und dem Angebot, die Toilette zu putzen, wenn es nochmal vorkommt. Meist sind es 5, 6 jährige Jungs, die auf gar keinen Fall putzen wollen. Das hört dann auf. Bei kleineren Kindern fordere ich die Begleitung in der Folge explizit auf, wenn es zuvor Probleme gab. Das direkte Ansprechen auf frühere Ereignisse bringt auch oft nichts, wenn nicht nicht immer die gleiche Person begleitet.
Was die Windeln angeht: man kann mich immer nach einer Plastiktüte fragen und die meisten Eltern sind doch auch voll ausgestattet, wenn sie mit Windelzwergen unterwegs sind. Das Bad ist hier im Altbau winzig und den kleinen Mülleimer mit einem chemischen Angriff zu füllen - sorry, da fehlt mir das Verständnis, wenn ich die Bescherung nach Stunden erst finde. Windeleltern wissen durchaus, was sie da tun.

Aber die allgemeine Haltung hat sich ganz extrem geändert, auch, dass die älteren Kinder sich in Sicherheit wiegen können, sich ein derartiges Verhalten zu erlauben (Unfälle und Ungeschicklichkeiten natürlich ausgenommen).

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neuer verSUSUch
Vor 3 Wochen
Dass Erwachsene sich dem Kind unterordnen und nicht mehr umgekehrt ist allerdings eine zunehmende Katastrophe. Und ich schreibe bewusst Katastrophe - denn was tun wir uns und unseren Kindern damit an? Keine rosigen Aussichten...

Zur Toilette: wenn Eltern dabei sind, klappt es bei mir in den allermeisten Fällen wirklich noch ordentlich. Wenn Eltern nicht da sind und Kinder auf jeden Fall alleine gehen wollen (war früher auch mal einfacher - bin zumindest schon mal froh, dass ich weiblich bin), dann lasse ich sie und kontrolliere aber grundsätzlich, wenn sie fertig sind. Erstens habe ich ein Interesse daran, dass sie im Anschluss die Hände waschen - was so gut wie nie von selbst geschieht :-( und zweitens das Allgemeine: gespült, daneben gepinkelt, Kunstwerke mit Klopapier, usw. Da kann ich dann auch durchaus deutlich werden und lasse soweit möglich die Dinge selbst in Ordnung bringen. Danach funktioniert es eigentlich immer.

Das mit dem Müll hält sich hier definitiv noch in Grenzen und Bücher/Spiele: sagen wir mal so: ich hab im Wartezimmer auf jeden Fall nichts Hochwertiges. Meistens sind meine Leute wirklich noch ordentlich - räumen auf nach dem Warten und ähnliches. Haben mich auch schon mal nach einem Tuch gefragt.
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Dass Erwachsene sich dem Kind unterordnen und nicht mehr umgekehrt ist allerdings eine zunehmende Katastrophe. Und ich schreibe bewusst Katastrophe - denn was tun wir uns und unseren Kindern damit an? Keine rosigen Aussichten... Zur Toilette: wenn Eltern dabei sind, klappt es bei mir in den allermeisten Fällen wirklich noch ordentlich. Wenn Eltern nicht da sind und Kinder auf jeden Fall alleine gehen wollen (war früher auch mal einfacher - bin zumindest schon mal froh, dass ich weiblich bin), dann lasse ich sie und kontrolliere aber grundsätzlich, wenn sie fertig sind. Erstens habe ich ein Interesse daran, dass sie im Anschluss die Hände waschen - was so gut wie nie von selbst geschieht :-( und zweitens das Allgemeine: gespült, daneben gepinkelt, Kunstwerke mit Klopapier, usw. Da kann ich dann auch durchaus deutlich werden und lasse soweit möglich die Dinge selbst in Ordnung bringen. Danach funktioniert es eigentlich immer. Das mit dem Müll hält sich hier definitiv noch in Grenzen und Bücher/Spiele: sagen wir mal so: ich hab im Wartezimmer auf jeden Fall nichts Hochwertiges. Meistens sind meine Leute wirklich noch ordentlich - räumen auf nach dem Warten und ähnliches. Haben mich auch schon mal nach einem Tuch gefragt.
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die neue
Vor 3 Wochen
@neuer verSUSUch schön, dass Du wieder da bist heart_eyes
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• limone
• neuer verSUSUch
[mention]neuer verSUSUch[/mention] schön, dass Du wieder da bist [emoji]heart_eyes[/emoji]
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die neue schrieb:

@neuer verSUSUch schön, dass Du wieder da bist heart_eyes

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neuer verSUSUch
Vor 3 Wochen
Dankescchön 😊
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neuer verSUSUch schrieb:

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neuer verSUSUch schrieb:

Dass Erwachsene sich dem Kind unterordnen und nicht mehr umgekehrt ist allerdings eine zunehmende Katastrophe. Und ich schreibe bewusst Katastrophe - denn was tun wir uns und unseren Kindern damit an? Keine rosigen Aussichten...

Zur Toilette: wenn Eltern dabei sind, klappt es bei mir in den allermeisten Fällen wirklich noch ordentlich. Wenn Eltern nicht da sind und Kinder auf jeden Fall alleine gehen wollen (war früher auch mal einfacher - bin zumindest schon mal froh, dass ich weiblich bin), dann lasse ich sie und kontrolliere aber grundsätzlich, wenn sie fertig sind. Erstens habe ich ein Interesse daran, dass sie im Anschluss die Hände waschen - was so gut wie nie von selbst geschieht :-( und zweitens das Allgemeine: gespült, daneben gepinkelt, Kunstwerke mit Klopapier, usw. Da kann ich dann auch durchaus deutlich werden und lasse soweit möglich die Dinge selbst in Ordnung bringen. Danach funktioniert es eigentlich immer.

Das mit dem Müll hält sich hier definitiv noch in Grenzen und Bücher/Spiele: sagen wir mal so: ich hab im Wartezimmer auf jeden Fall nichts Hochwertiges. Meistens sind meine Leute wirklich noch ordentlich - räumen auf nach dem Warten und ähnliches. Haben mich auch schon mal nach einem Tuch gefragt.

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W. H.
Vor 3 Wochen
Ich bemerke es, zum Glück, noch nicht auf der Arbeit, sondern eher im Privaten, dass sich alles um das goldene Kalb Kind dreht. Gerade noch letzte Woche im Urlaub in der Jugendherberge erlebt: Von 9 anwesenden Kindern waren 6 auffällig, was das Sozialverhalten betraf (nicht warten können, ständig reinquatschen, Sachen rumwerfen/kaputtmachen, etc.). Und meistens waren die Eltern leider sehr darum bemüht, es ihren Kindern auch ja recht zu machen, z. B. diverse Angebote anbieten, damit auch bloß keine Langeweile entsteht.
Ich habe es aber auch schon vor mehr als 40 Jahren erlebt, als ich am Wochenende im Cafe gekellnert habe und als ein ca. 2jähriges Kind eine Glaskugel vom Weihnachtsbaum gerissen hatte. Als ich den Schaden mit dem Kehrblech beheben wollte, wurde ich von der Mutter aufgeklärt, dass wir doch besser Kugeln aus Plastik zur Dekoration nehmen sollten....
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Ich bemerke es, zum Glück, noch nicht auf der Arbeit, sondern eher im Privaten, dass sich alles um das goldene Kalb Kind dreht. Gerade noch letzte Woche im Urlaub in der Jugendherberge erlebt: Von 9 anwesenden Kindern waren 6 auffällig, was das Sozialverhalten betraf (nicht warten können, ständig reinquatschen, Sachen rumwerfen/kaputtmachen, etc.). Und meistens waren die Eltern leider sehr darum bemüht, es ihren Kindern auch ja recht zu machen, z. B. diverse Angebote anbieten, damit auch bloß keine Langeweile entsteht. Ich habe es aber auch schon vor mehr als 40 Jahren erlebt, als ich am Wochenende im Cafe gekellnert habe und als ein ca. 2jähriges Kind eine Glaskugel vom Weihnachtsbaum gerissen hatte. Als ich den Schaden mit dem Kehrblech beheben wollte, wurde ich von der Mutter aufgeklärt, dass wir doch besser Kugeln aus Plastik zur Dekoration nehmen sollten....
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W. H. schrieb:

Ich bemerke es, zum Glück, noch nicht auf der Arbeit, sondern eher im Privaten, dass sich alles um das goldene Kalb Kind dreht. Gerade noch letzte Woche im Urlaub in der Jugendherberge erlebt: Von 9 anwesenden Kindern waren 6 auffällig, was das Sozialverhalten betraf (nicht warten können, ständig reinquatschen, Sachen rumwerfen/kaputtmachen, etc.). Und meistens waren die Eltern leider sehr darum bemüht, es ihren Kindern auch ja recht zu machen, z. B. diverse Angebote anbieten, damit auch bloß keine Langeweile entsteht.
Ich habe es aber auch schon vor mehr als 40 Jahren erlebt, als ich am Wochenende im Cafe gekellnert habe und als ein ca. 2jähriges Kind eine Glaskugel vom Weihnachtsbaum gerissen hatte. Als ich den Schaden mit dem Kehrblech beheben wollte, wurde ich von der Mutter aufgeklärt, dass wir doch besser Kugeln aus Plastik zur Dekoration nehmen sollten....

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Leni C.
Vor 3 Wochen
Ich hatte vor einigen Wochen ein ähnliches Erlebnis mit einer jungen Mutter . Ich wohne in einer Siedlung , die vorwiegend aus Spielstrassen besteht . D.h.Schritt fahren . Es spielten einige Kinder auf der Strasse oder fuhren Rädchen . Die Mütter standen rum und quatschten . Ein Kind fuhr mir fast vor den nur rollenden Wagen . Die Mutter kam völlig erbost ans Auto und fuhr mich an , hier wäre schließlich eine Spielstrasse . ich habe ihr dann klar gemacht , daß nicht nur die Autofahrer aufpassen müssen sondern genau so die spielenden Kinder . Sie ist völlig empört abgerauscht . allerdings sah ich sie dann einige Tage später aus eine Seitenstraße rauschen , und sie fuhr definitiv kein Schritttempo.
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• tinki
Ich hatte vor einigen Wochen ein ähnliches Erlebnis mit einer jungen Mutter . Ich wohne in einer Siedlung , die vorwiegend aus Spielstrassen besteht . D.h.Schritt fahren . Es spielten einige Kinder auf der Strasse oder fuhren Rädchen . Die Mütter standen rum und quatschten . Ein Kind fuhr mir fast vor den nur rollenden Wagen . Die Mutter kam völlig erbost ans Auto und fuhr mich an , hier wäre schließlich eine Spielstrasse . ich habe ihr dann klar gemacht , daß nicht nur die Autofahrer aufpassen müssen sondern genau so die spielenden Kinder . Sie ist völlig empört abgerauscht . allerdings sah ich sie dann einige Tage später aus eine Seitenstraße rauschen , und sie fuhr definitiv kein Schritttempo.
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Leni C. schrieb:

Ich hatte vor einigen Wochen ein ähnliches Erlebnis mit einer jungen Mutter . Ich wohne in einer Siedlung , die vorwiegend aus Spielstrassen besteht . D.h.Schritt fahren . Es spielten einige Kinder auf der Strasse oder fuhren Rädchen . Die Mütter standen rum und quatschten . Ein Kind fuhr mir fast vor den nur rollenden Wagen . Die Mutter kam völlig erbost ans Auto und fuhr mich an , hier wäre schließlich eine Spielstrasse . ich habe ihr dann klar gemacht , daß nicht nur die Autofahrer aufpassen müssen sondern genau so die spielenden Kinder . Sie ist völlig empört abgerauscht . allerdings sah ich sie dann einige Tage später aus eine Seitenstraße rauschen , und sie fuhr definitiv kein Schritttempo.

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kerfi
Vor 3 Wochen
Oje! Das hört sich ja schlimm an!
So extrem ist es bei uns nicht. Aber bei uns landet auch oft Müll im Schirmständer, weil die Leute scheinbar denken, es wäre ein Mülleimer. Ich habe sogar ein Bild mit durchgestrichem Müll angeklebt, das wird trotzdem ignoriert. Schön sind auch reingespuckte Kaugummis… Auch Windeln im Badezimmermülleimer kenne ich und erwarte eigentlich wenigstens, dass man Bescheid gibt, dass man das da entsorgt hat.
Ich bin selbst Mutter, verstehe es aber auch nicht, wieso das Kind unbedingt im Wartezimmer essen muss. Das kann es ja auch vorher und nach der Therapie weiter essen, ohne dass es verhungern wird.
Ich hatte ein Aquarium in der Praxis. Und ein Kind rannte immer dagegen und fand es lustig, gegen die Scheibe zu schlagen. Meine Kollegin hat dann die Mutter angesprochen, dass sie bitte aufpassen soll, nicht dass das Aquarium noch umkippt oder die Fische sich erschrecken. Daraufhin hat sie gesagt, dann sollten wir doch bitte kein Aquarium aufstellen, wenn das passieren könnte. Ich weiß echt nicht, was mit manchen Leuten nicht stimmt. Den Kindern werden da gar keine Grenzen gesetzt und ich hab das Gefühl, vielen Eltern ist das alles zu anstrengend. Die sind bei uns aber tatsächlich zum Glück die Ausnahmen.
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Oje! Das hört sich ja schlimm an! So extrem ist es bei uns nicht. Aber bei uns landet auch oft Müll im Schirmständer, weil die Leute scheinbar denken, es wäre ein Mülleimer. Ich habe sogar ein Bild mit durchgestrichem Müll angeklebt, das wird trotzdem ignoriert. Schön sind auch reingespuckte Kaugummis… Auch Windeln im Badezimmermülleimer kenne ich und erwarte eigentlich wenigstens, dass man Bescheid gibt, dass man das da entsorgt hat. Ich bin selbst Mutter, verstehe es aber auch nicht, wieso das Kind unbedingt im Wartezimmer essen muss. Das kann es ja auch vorher und nach der Therapie weiter essen, ohne dass es verhungern wird. Ich hatte ein Aquarium in der Praxis. Und ein Kind rannte immer dagegen und fand es lustig, gegen die Scheibe zu schlagen. Meine Kollegin hat dann die Mutter angesprochen, dass sie bitte aufpassen soll, nicht dass das Aquarium noch umkippt oder die Fische sich erschrecken. Daraufhin hat sie gesagt, dann sollten wir doch bitte kein Aquarium aufstellen, wenn das passieren könnte. Ich weiß echt nicht, was mit manchen Leuten nicht stimmt. Den Kindern werden da gar keine Grenzen gesetzt und ich hab das Gefühl, vielen Eltern ist das alles zu anstrengend. Die sind bei uns aber tatsächlich zum Glück die Ausnahmen.
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Evemarie Kaiser
Vor 2 Wochen
Wenn Mütter ihre Kinder mit in die Praxis nehmen und diese nicht ruhig sitzen können, während die Mutter behandelt wird, sondern rumlaufen und stören, dann würde ich höflich aber bestimmt darum bitten, das Kind demnächst nicht mehr mitzubringen, oder sich eine andere Praxis zu suchen.

Vor allem geht gar nicht, wenn ich oder meine Mitarbeiter von den Müttern auch noch zurechtgewiesen und beleidigt werden !!!
Das ist schließlich meine Praxis, daher gelten dort auch meine Regeln - Punkt!
Wem das nicht passt, der wird höflich aber bestimmt gebeten sich eine andere Praxis zu suchen!

Es ist kaum zu glauben, was ich zu diesem Thema hier gelesen habe, Gott sei Dank ist ähnliches in meiner Praxis noch nie passiert.

Ich hatte viele Jahre auch Bilderbücher im Wartebereich liegen, die aber nicht kaputt gemacht oder beschmiert wurden. Auch wurde in meinen Räumen nicht gegessen, höchstens mal etwas getrunken.

Bilderbücher liegen schon länger im Schrank und werden nur bei Bedarf raus geholt.

Das liegt wahrscheinlich daran, daß viele Kids ein Tablet oder Smarphone von den Müttern bekommen und sich deshalb ruhig verhalten.

Ein Bilderbuch anschauen wollen die Kleinen heute nicht mehr, weil sie es kaum kennen und sich dort auch nichts bewegt - ist ja viel zu langweilig ... so ändern sich die Zeiten.
Das ist mir aber viel lieber, als meine Räume verdrecken und Gegenstände im Wartebereich demolieren zu lassen!

Ich wünsche allen Therapeuten alles Gute, nette Patienten und Kinder, die sich einigermaßen benehmen können. Diese sind dann auch herzlich willkommen blush
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• Leni C.
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Wenn Mütter ihre Kinder mit in die Praxis nehmen und diese nicht ruhig sitzen können, während die Mutter behandelt wird, sondern rumlaufen und stören, dann würde ich höflich aber bestimmt darum bitten, das Kind demnächst nicht mehr mitzubringen, oder sich eine andere Praxis zu suchen. Vor allem geht gar nicht, wenn ich oder meine Mitarbeiter von den Müttern auch noch zurechtgewiesen und beleidigt werden !!! Das ist schließlich meine Praxis, daher gelten dort auch meine Regeln - Punkt! Wem das nicht passt, der wird höflich aber bestimmt gebeten sich eine andere Praxis zu suchen! Es ist kaum zu glauben, was ich zu diesem Thema hier gelesen habe, Gott sei Dank ist ähnliches in meiner Praxis noch nie passiert. Ich hatte viele Jahre auch Bilderbücher im Wartebereich liegen, die aber nicht kaputt gemacht oder beschmiert wurden. Auch wurde in meinen Räumen nicht gegessen, höchstens mal etwas getrunken. Bilderbücher liegen schon länger im Schrank und werden nur bei Bedarf raus geholt. Das liegt wahrscheinlich daran, daß viele Kids ein Tablet oder Smarphone von den Müttern bekommen und sich deshalb ruhig verhalten. Ein Bilderbuch anschauen wollen die Kleinen heute nicht mehr, weil sie es kaum kennen und sich dort auch nichts bewegt - ist ja viel zu langweilig ... so ändern sich die Zeiten. Das ist mir aber viel lieber, als meine Räume verdrecken und Gegenstände im Wartebereich demolieren zu lassen! Ich wünsche allen Therapeuten alles Gute, nette Patienten und Kinder, die sich einigermaßen benehmen können. Diese sind dann auch herzlich willkommen [emoji]blush[/emoji]
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Evemarie Kaiser schrieb:

Wenn Mütter ihre Kinder mit in die Praxis nehmen und diese nicht ruhig sitzen können, während die Mutter behandelt wird, sondern rumlaufen und stören, dann würde ich höflich aber bestimmt darum bitten, das Kind demnächst nicht mehr mitzubringen, oder sich eine andere Praxis zu suchen.

Vor allem geht gar nicht, wenn ich oder meine Mitarbeiter von den Müttern auch noch zurechtgewiesen und beleidigt werden !!!
Das ist schließlich meine Praxis, daher gelten dort auch meine Regeln - Punkt!
Wem das nicht passt, der wird höflich aber bestimmt gebeten sich eine andere Praxis zu suchen!

Es ist kaum zu glauben, was ich zu diesem Thema hier gelesen habe, Gott sei Dank ist ähnliches in meiner Praxis noch nie passiert.

Ich hatte viele Jahre auch Bilderbücher im Wartebereich liegen, die aber nicht kaputt gemacht oder beschmiert wurden. Auch wurde in meinen Räumen nicht gegessen, höchstens mal etwas getrunken.

Bilderbücher liegen schon länger im Schrank und werden nur bei Bedarf raus geholt.

Das liegt wahrscheinlich daran, daß viele Kids ein Tablet oder Smarphone von den Müttern bekommen und sich deshalb ruhig verhalten.

Ein Bilderbuch anschauen wollen die Kleinen heute nicht mehr, weil sie es kaum kennen und sich dort auch nichts bewegt - ist ja viel zu langweilig ... so ändern sich die Zeiten.
Das ist mir aber viel lieber, als meine Räume verdrecken und Gegenstände im Wartebereich demolieren zu lassen!

Ich wünsche allen Therapeuten alles Gute, nette Patienten und Kinder, die sich einigermaßen benehmen können. Diese sind dann auch herzlich willkommen blush

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kerfi schrieb:

Oje! Das hört sich ja schlimm an!
So extrem ist es bei uns nicht. Aber bei uns landet auch oft Müll im Schirmständer, weil die Leute scheinbar denken, es wäre ein Mülleimer. Ich habe sogar ein Bild mit durchgestrichem Müll angeklebt, das wird trotzdem ignoriert. Schön sind auch reingespuckte Kaugummis… Auch Windeln im Badezimmermülleimer kenne ich und erwarte eigentlich wenigstens, dass man Bescheid gibt, dass man das da entsorgt hat.
Ich bin selbst Mutter, verstehe es aber auch nicht, wieso das Kind unbedingt im Wartezimmer essen muss. Das kann es ja auch vorher und nach der Therapie weiter essen, ohne dass es verhungern wird.
Ich hatte ein Aquarium in der Praxis. Und ein Kind rannte immer dagegen und fand es lustig, gegen die Scheibe zu schlagen. Meine Kollegin hat dann die Mutter angesprochen, dass sie bitte aufpassen soll, nicht dass das Aquarium noch umkippt oder die Fische sich erschrecken. Daraufhin hat sie gesagt, dann sollten wir doch bitte kein Aquarium aufstellen, wenn das passieren könnte. Ich weiß echt nicht, was mit manchen Leuten nicht stimmt. Den Kindern werden da gar keine Grenzen gesetzt und ich hab das Gefühl, vielen Eltern ist das alles zu anstrengend. Die sind bei uns aber tatsächlich zum Glück die Ausnahmen.



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